Während einer Radtour sind wir in Ottensheim auf ein Denkmal der jüngsten ArbeiterInnengeschichte gestossen. Die Geschichte diese Bootes erzählt viel über das Leid der Menschen, die oft nach wochenlangen Strapazen auf der Flucht vor dem Krieg, vor politischer Verfolgung oder vor dem Hungertod zu Hunderten im Massengrab Mittelmeer sterben.

Die Initiative im Kunst im Öffentlichen Raum in Ottensheim zeigt an Hand der Geschichte dieses Bootes die Verantwortung Europas an der Flucht dieser Menschen auf. Das Leerfischen der afrikanischen Meere durch europäische Fischfangflotten, Geschäftemacherei mit Herrschern, die durch brutale staatliche Schlägertruppe jede demokratische Opposition nieder prügeln lassen, Kinderarbeit in Minen für seltene Erden und Diamanten und umweltgefährlichen Schrot, den wir in Afrika entsorgen – Europa ist Mitschuld an dieser Fluchtbewegung.
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Bei einem Rundgang in Passau entdeckten wir eine Büste am Donaukai von Emerenz Meier. Sie war eine engagierte Frau aus dem Bayrischen Wald, die als geborene Wirtstochter anfangs des 20 Jhdt. in Passau die Künstlerkneippe „
Wir waren am Weg zum Joachim Ringelnatz-museum, um uns die Ausstellung zum Matrosenaufstand in Cuxhaven anzusehen. Am Rasenplatz vor dem Reyeschen Haus sahen wir diese Gedenktafel, die an die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Cuxhaven erinnert.
Die Schutzhaft bereits 1934 in Österreich eingeführt. Damit wurde der Polizei die rechtliche Möglichkeit gegeben Menschen in entsprechenden Lagern auf unbestimmte Zeit zu internieren. Dies mit der Begründung, den Staat vor einer behaupteten Gefährdung durch diese Menschen zu bewahren. Von der Gestapo wurden vor allem politische FunktionärInnen und AktivistInnen, die Bevölkerung zum Kampf gegen das Naziregime aufforderten zuerst in Schutzhaft genommen, dann in Polizeigefängnisse überstellt, oft monatelang gefoltert und hingerichtet. Dann heimlich verscharrt oder an anatomische Institute weitergegeben. Die Angehörigen wurden belogen. Und genau jenen Menschen verdanken wir unsere heutige Freiheit, denn sie lieferten den Beitrag des österreichischen Widerstands, der international anerkannt wurde. 

Eine Zusammenfassung erstellt von Pia Lichtblau für den Rundgang zum Int. Frauentag 2019