Die Unzufriedenen: Frauengeschichte(n) im Vorwärts-Haus

Am 27. Mai begeben wir uns bei einer Führung durch das Vorwärts-Haus gemeinsam mit der Wiener SPÖ Frauensekretärin und Gemeinderätin Sara do A.T. da Costa auf die Suche nach Frauengeschichte(n): Von den Anfängen der proletarischen Frauenbewegung im 19. Jahrhundert, über Ideal und Realität der „Neuen Frau“ im Roten Wien, bis zur Frauenpolitik in der Zweiten Republik.

Termin: Mittwoch, 27. Mai 2026 von 17.00 bis 18.30 Uhr
Ort: VGA, Rechte Wienzeile 97, 1050 Wien1

Bei einer Führung durch den Victor Adler-Gedenkraum, den historischen Parteivorstandssitzungssaal und auf den Dachboden des Gebäudes bekommen wir Einblick in die vielfältigen Bestände des Vereins für Geschichte der Arbeiter:innenbewegung – darunter historische Publikationen, Plakate, Tagebücher, Briefe und Fotografien – die die Geschichte von Frauen in der Arbeiter:innenbewegung sichtbar und erforschbar machen.


  1. Der Eingang zum Vorwärtshaus ist wegen aktueller U-Bahn Bauarbeiten etwas versteckt. Das Haus ist von der Gerüstpassage auf der Rechten Wienzeile aus durch eine Baustellentür zugänglich.Der Eingang zum Vorwärtshaus ist wegen aktueller U-Bahn Bauarbeiten etwas versteckt. Das Haus ist von der Gerüstpassage auf der Rechten Wienzeile aus durch eine Baustellentür zugänglich. ↩︎

Aktuelle politische Debatten (in Griechenland) und ihre Vergangenheit

Ein Nachtrag aus unserer Studiereise vom letzten Tag in Thessaloniki.

Sissi begrüsst Christos Mais.
Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Aristoteles-Universität Thessaloniki. Er besitzt einen Master-Abschluss in Buch- und Digitalmedienwissenschaften der Universität Leiden. Seine Dissertation über politisches Publizieren in Griechenland während der langen 1960er Jahre schloss er 2020 an derselben Universität ab.

Sein Referat umfasste vier Schwerpunkte:

  • Gibt es heute noch politische Debatten?
  • Mangel an Kritik und öffentlichem Dialog
  • Medienkontrolle durch spezifische wirtschaftliche und politische Interessen
  • Meta-Wahrheit, Fake News, Fehlinformationen, SLAPP1
WEITER ZUM vortrag von Christos

Der Floridsdorfer Spanienkämpfer Karl Sequens

Ausstellungsort: Kulturankerzentrum Schlingermarkt
Brünner Straße 34–38, 1210 Wien, Eingang: Brünner Straße 36
von 29.5.2026 bis 15.9.2026

Die Ausstellung basiert auf der Erzählung „Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick“ von Erich Hackl (Zürich: Diogenes, 1999). Sie nähert sich dem Leben von Karl Sequens zwischen politischem Engagement, Exil und persönlichen Beziehungen und verknüpft die individuelle Biografie mit den historischen Ereignissen des Spanischen Bürgerkriegs sowie mit der Etablierung des Faschismus in Europa.

Eröffnung: Do, 28. Mai, 18:30 Uhr im Kulturankerzentrum Schlingermarkt
Mit Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft
Erich Hackl, Schriftsteller

Öffnungszeiten: Mittwoch: 15–18 Uhr (am 15.7. geschlossen)
Sonderöffnungen: 10.06., 08.07., 12.08., 09.09. / jeweils 15–20 Uhr
04.07. / 11.07. /12.07. / 18.07. / 19.07. / 26.07. / 01.08. / 02.08 / 08.08. / 09.08. / 15.08. / 16.08. / 22.08. / 30.08.
jeweils 12-15 Uhr
Führungen für Schulen
16.06.2026, 10 –12 Uhr
23.06.2026, 10 –12 Uhr
Öffentliche Führungen
26.06.2026, 16 Uhr, 10.07.2026, 15 Uhr,
20.07.2026, 18 Uhr, 05.08.2026, 16 Uhr
28.08.2026, 16 Uhr, 05.09.2026, 12 Uhr
Finissage: 15.09.2026, 18 –21 Uhr

VERANSTALTUNGEN ZUR AUSSTELLUNG
Bezirksmuseum Floridsdorf, Di, 02.06.2026, 18 Uhr
Lesung von Erich Hackl: Ein Abend für Karl Sequens

ANMELDUNG
Für Veranstaltungen und Führungen wird um Anmeldung beim Bezirksmuseum Floridsdorf gebeten: bm1210@bezirksmuseum.at

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Ins Rampenlicht – Tour 1

 An der Fassade am Morzinplatz das Relieffries von Bildhauer Alfons Riedel, welches an die Opfer der Gestapo erinnert.

Zwei Politikwissenschaftler und Historiker machen sich mit einer Gruppe der Roten Spuren und begehen Geschichte. Wolfgang und Alexander holen Persönlichkeiten der Sozialdemokratie, die zu Beginn der Zweiten Republik wichtige Aufbauarbeit leisteten, ins Rampenlicht. Brigitte und Werner liefern die historischen Informationen zu den Stationen.

Zwei Beispiele aus dem Rundgang

Rudolfine „Fini“ Muhr 1– glühende Revolutionärin und ein Leben für den demokratischen Sozialismus. Als Betriebsrätin war sie Expertin zu Fragen und Problemen der Frauen in der Metallindustrie. Als Aktivistin bei den Revolutionären Sozialisten unterstützte sieOpfer im illegalen Kampf gegen die Austrofaschisten. Als Gründungsmitglied der SPÖ Hietzing nach 1945 war sie Mitglieder des Wiener Landtages und Gemeinderates. Von 1959 bis 1963 war sie Frauenzentralsekretärin der SPÖ und bis 1968 Mitglied des Bundesfrauenkomitees2.

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Wiener ARBEITS – FILM – FESTIVAL

Wir haben uns am 1. Mai im Gartenbaukino AMS – Arbeit muss sein – das Preview zum Wiener Arbeitsfilmfestival angesehen.
Der Film ist eine pointierte Systemkritik, wo das AMS als Vollzugsorgan der kapitalorientierten Arbeitsmarktpolitik bloß gestellt wird. Einerseits schreien fast täglich rechte, schwarze Wirtschaftsexpert:innen aus FPÖ, ÖVP und ihre „Lobbyclubs“ wie Agenda Austria, die Industriellenvereinigung und die Wirtschaftskammer, dass wir länger arbeiten müssen. Aber wo ist die Bereitschaft „ihrer“ Unternehmen ältere Arbeitslose Menschen zu beschäftigen.

Der Film taucht ein, garniert mit einer Brise Satire, in die Not einer 58-jährigen arbeitslosen Arztpraxishelferin. Sie verfängt sich im fiktionales AMS, das „Arbeitsplatz-Matching-System“. Sie findet sich wieder in eine Weiterbildungsklasse, wo beim Unterricht mit einem rechtspopulistischen Klangschalenzauberer der Keim der Solidarität entsteht. Trotz der späten Stunde saßen wir gebannt und fasziniert im Kino und warteten auf die nächsten solidarisch organisierten Gegenstrategien gegen ein System, dass Menschen zu Nummern, Statistikeinheiten reduziert.

Uns ist klar, dass viele Beschäftigte am AMS grossartige Arbeit leisten und sicherlich mit viel Empathie für die betroffenen Menschen tätig sind. Dahinter steckt allerdings auch ein System, das von Algorithmen, Daten und Statistiken geleitet wird.

„Anstelle eines tristen Sozialdramas ein schwungvolles Offbeat-Musical.“ (Lukas Foerster) 

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Partisan:innen stoppten Nazi-Barbarei

Am 9. Mai 1945 endete in Europa der Zweite Weltkrieg, die deutsche Wehrmacht kapitulierte. Dieser Tag ist ein Freudentag, weil er das Ende des Mordens, der Folter, der Hinrichtungen und der Barbarei bedeutete. Österreich befreite sich nicht selbst, nur die wenigsten leisteten Widerstand. Der Kampf der Partisan*innen, unter anderem in Kärnten/Koroška, war dabei der wichtigste, effektivste und militärisch relevanteste „eigene Beitrag“ zur Befreiung Österreichs von der nationalsozialistischen Herrschaft.

Das Foto wurde im Vorjahr bei der Gedenkfeier aufgenommen. Am 9. Mai 1986 wurde Wiens einziges Partisan*innen-Denkmal eingeweiht, somit feiern wir heuer sein 40-jähriges Bestehen.

Der Landesverband Wien österreichischer Antifaschist*innen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus (KZ-Verband/VdA Wien), der Klub slowenischer Student*innen in Wien / Klub slovenskih študentk*študentov na Dunaju (KSŠŠD), der Verband der Kärntner Partisanen und Freunde des antifaschistischen Widerstands / Zveza koroških partizanov in prijateljev protifašističnega odpora (ZKP) laden zu einer Feier beim Denkmal der jugoslawischen Partisan*innen.

Artikel von unserer Studienreise nach Kärnten und Slowenien