Leopold Winarsky

Leopold Winarsky war der Sohn eines Tapezierermeisters. Im Alter von nur drei Jahren verlor er den Vater, und die Mutter übersiedelte mit ihm nach Wien, wo sie als Bedienerin und Wäscherin arbeitete. Winarsky erlernte ebenfalls den Beruf des Tapezierers und schloss sich bereits als Lehrling dem Arbeiterbildungsverein Landstraße an.

Wer ihn jemals auf der Tribüne gesehen hat, der wird sich gewiss immer seiner erinnern. Wie ein Sinnbild des Befreiungskampfes der Arbeiterschaft steht seine hohe Gestalt vor uns. Die stolze Haltung des Kopfes, der freie kühne Blick seiner hellen Augen, die große ungezwungene Geste seiner schlanken Hände, all das sehen wir deutlich vor uns, sobald sein Name an unser Ohr klingt. Wir glauben dann seine kraftvolle, frische Stimme zu hören. seine Worte, die zugleich hinreißend und überzeugend wirken.

Nachruf in der Nummer dIE Glühlichter vom 2.12.1915
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Jede Arbeiterin muss sich als Mensch fühlen

Marliese Mendel ein Vereinsmitglied der „Roten Spuren“ hat auf einer ÖGB-Homepage über die Entwicklung des Bildungsverein für Arbeiterinnen geschrieben.

Die Blumenmacherin, die den ersten Arbeiterinnen-Bildungsverein gründete und als „emanzipiertes Weib“ ins Gefängnis musste.

Die Blumenmacherin Albertine Moseberg legte den Grundstein für einen vermeintlich unpolitischen Arbeiterinnen-Bildungsverein und löste damit eine kleine feministischen Welle aus. Sie machte erstmals Frauen als Arbeiterinnen sichtbar, hielt (wohl) die ersten feministischen Reden im gewerkschaftlichen Kontext und stellte bereits im April 1870 eine heute noch aktuelle Forderung auf: gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Mehr dazu im ÖGB….

Artikel in „Die Presse am 25.12.1872“

Widerstand und Revolution

Ein Stadtspaziergang vom Heldenplatz bis zum Sigmund-Freud-Park

Demokratie, wie wir sie heute kennen, musste über Jahrhunderte erkämpft, erstritten und mit viel Einsatz von Menschen und der ArbeiterInnbewegung errichtet werden.

  • Wer waren die BaumeisterInnen unserer heutigen Freiheit?
  • Wer wurde für Kritik, Widerstand und politische Aufklärung gefoltert, eingesperrt und getötet?

Den Feudalherren und Kapitalisten ist es nie um ein gutes Leben für die BürgerInnen und ArbeitnehmerInnen gegangen, sondern nur um die Absicherung ihres Reichtums, ihrer Macht und ihres Einflusses. Bei diesem Spaziergang tauchen wir ein in Revolutionen und Widerstand für ein freies Österreich und eine freie Welt. 

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Holocaustopfer – Ryfka und Toska Feuchtbaum

Anläßlich einer Einkaufstour mit den Rädern haben wir diese Gedenktafel in Simmering entdeckt.

Am Friedrich-Engels-Hof in 11., Ehamgasse 8 wurde am 22. September 1999 eine Gedenktafel für Ryfka Feuchtbaum und Toska Feuchtbaum im Rahmen des Projekts „Kündigungsgrund: ‚Nichtarier'“ enthüllt. Stifter der Tafel waren die Volkshochschule Simmering und der Kulturverein Simmering. Die Enthüllung der Tafel wurde von Gemeinderat Michael Ludwig und dem Kultusrat der Israelitischen Kultusgemeinde Nechemia Gang durchgeführt.

Toska Feuchtbaum wurde als Tochter des Berufsfotografen Anschel (auch: Adolf) und seiner Frau Ryfka geboren. Der Vater war ein aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde sowie einer jüdischen Veteranenvereinigung aus dem Ersten Weltkrieg (vermutlich ist damit der Bund Jüdischer Frontsoldaten Österreichs gemeint).

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Stadtspaziergang Brigittenau

Die Brigittenau im Brennpunkt gesellschaftlicher Veränderungen
Eine Kooperation mit der VHS-Brigittenau

Bei diesem Spaziergang begeben wir uns auf die Suche nach den Lebensumständen, die unsere Vorfahren in der Brigittenau geprägt haben. Wir erforschen gemeinsam die Geschichte unserer Großväter und Großmütter und deren Vorfahren. In welchen Betrieben haben sie gearbeitet? Woher kamen sie? Wohin mussten sie fliehen vor dem Austrofaschismus und den Nazis? Wer wurde verfolgt und in die Todeslager abtransportiert? Wer hat hier in der Brigittenau Widerstand geleistet und die Demokratie verteidigt? Wer opferte sein Leben im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

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ZwangsarbeiterInnenlager Lobau

Während einer Radtour in die Lobau entdeckten wir eine Gedenkstätte. Für die Mineralölwirtschaft wurden von den NationalsozialistInnen in der Lobau beim Bau des Donau-Oder-Kanals und des Ölhafens Kriegsgefangene und ungarische JüdInnen ausgebeutet, darunter Männer, Frauen und Kinder.

Gedenkstätte in der Lobau an die ZwangsarbeiterInnen in der NS-Zeit – 2010 errichtet. Das Mahnmal wurde auf Initiative von Bezirksrat Robert Eichert in Zusammenarbeit mit Bezirksvorsteher Norbert Scheed realisiert.
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Verschleppung und Ermordung der Sinti und Roma in Trier

In den Morgenstunden des 16. Mai 1940 brachte man die Trierer Sinti-Familien zunächst in die Polizeistation Trier West und von da in das Sammellager in Köln. Fünf Tage blieben sie dort. Diese Zeit wurde benötigt, um so genannte „rassekundliche Untersuchungen“ durchzuführen. Es wurden Fingerabdrücke genommen und erkennungsdienstliche Fotographien angefertigt. Sämtliche Ausweise wurden eingezogen.

Denkmal in Trier beim Dom
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Lieder zum 1. Mai

Am 1. Mai 1976 organisierte die DİSK ( ist ein Konförderation von vier Zusammenschlüssen von Gewerkschaften in der Türkei) eine Massenversammlung am Taksim-Platz in Istanbul. Personen aus dem Intercontinental Hotel (heute Marmara-Hotel) und im Gebäude der Sular İdaresi (Wasserbehörde), schossen mit automatischen Waffen in die Menge, woraufhin sich gepanzerte Fahrzeuge in Bewegung setzten. Manche Menschen blieben auf der Stelle liegen, andere liefen weg, wurden in Ecken zusammengedrängt und von den gepanzerten Fahrzeugen überrollt. Anlässlich des 40. Jahrestages dieses Massakers spielte das Taşplak Symphonieorchester das – Lied vom Ersten Mai. Den Tipp zu diesem Lied bekam ich Dieter.

Wir – das Filmorchester „Taşplak“ – möchten mit einer deutschen Version von Sarper Özsans „Lied vom Ersten Mai/Bir Mayıs Marşı“ an dieses tragische Ereignis erinnern.
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