Eine Zusammenfassung erstellt von Pia Lichtblau für den Rundgang zum Int. Frauentag 2019
- geboren am 11. Februar 1869 in Inzersdorf,
- gestorben am 7. März 1939 in Wien
- jüngstes von 5 überlegenden Kindern und einziges Mädchen (ihre Mutter hatte insgesamt 15 Kinder zur Welt gebracht! 10 davon sind schon als Säuglinge gestorben)
Der Vater war Weber, alkoholabhängig und aggressiv. Er hat seine Frau häufig geschlagen. Die Familie war sehr arm, dazu gab der Vater auch noch einen Teil des ohnehin kargen Lohns für Alkohol aus. Als Adelheid 4 Jahre alt war, wurde der Vater schwer krank – die Kosten für Ärzte und Medikamente verschlangen fast die gesamten Einkünfte der Familie. Zwei Jahre später starb er.
„Ich empfand keine Betrübnis, ja, als ich die von einer wohlhabenden Familie geliehenen Trauerkleider mit Hut und Schleier trug, empfand ich weit eher ein Gefühl der Genugtuung, auch einmal so schön angezogen zu sein.“
Gernot Trausmuth
Bei unserem Aufenthalt an der Nordseeküste im Wurster Land legten wir verkühlungs- und wetterbedingt einen Museumsbesuch im Joachim Ringelnatzmuseum in Cuxhaven ein. Hier gibt es zur Zeit eine Sonderausstellung zum Matrosenaufstand von 1918 und der Rolle von Ringelnatz als Marineoffizier. In der Ausstellung selbst wird eher die Rolle von Ringenatz wähhrend der Revolutionstage beleuchtet als die Revolution selbst.
Bei der Gedenkstätte der
Anläßlich des Besuchs mit FreundInnen in der näheren Umgebung von Zwettl, habe ich mich mit den Geschehnissen in dieser Gegend während der Nazizeit beschäftigt. Bei meiner Recherche verwendete ich die Bände 2 und 3 “Widerstand und Verfolgung in Niederösterreich”. Herausgeber ist das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands.
Mit dieser Überschrift beschreibt
Rudolf Spirik wird beim Bau einer Barrikade auf der Wiener Strasse in Schwechat ohne Vorwarnung durch ein verbotenes Dum-Dum-Geschoß des Gendarmen Karl Kling erschossen. Die Schwechater Gendarmen sagten nachher, dass sie die verbotenen Geschosse “irrtümlich” von einer Übung noch in den Gewehren hatten. Die Wucht des Geschosses reißt dem Schutzbündler Rudolf Spirik fast den ganzen Kopf weg. Erst nach diesen brutalen und feigen Angriff wehren sich die anderen Schutzbündler, Rudolf Spirik hinterlässt eine Frau mit vier Kindern.
Am 23.12.1517 fand zwischen den Truppen des Bremer Erzbischofs Christoph von Braunschweig und der Bevölkerung des Wurster Landes statt. Die Wremer verloren ihre Selbstständigkeit gegen die Übermacht des kirchlichen Würdenträgers. Auf Seiten der Wremer kämpften auch Frauen beispielgebend die Freiheitskämpferin Tjede Peckes aus Paddingbüttel.