“Geschichtemarathon” der PRO-GE Oberösterreich

Bei nasskalten Wetter trafen sich interessierte Kolleg:innen einen Tag vor dem Wien-Marathon zu einem “Geschichtemarathon” am Ring in Wien. Marathon deshalb, weil wir in derGeschichte der Arbeitnehmer:innenbewegung in der Mitte des 19. Jahrhundert starteten und Ereignisse in den folgenden 100 Jahren streiften.

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Gewerkschaftsschule Tirol auf Studienreise in Wien

Ein Abend pro Woche und mehrer Wochenende lernen Betriebsrät:innen, Personalvertreter:innen, Vertrauensleute des ÖGB-Tirol voneinander und tauschen Erfahrungen aus. Ein wichtiger Beitrag ist die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte. Welche Arbeits- und Lebensbedingungen hatten unsere Vorfahren und was lernen wir daraus. Mehr als 20 Forscher:innen begaben sich auf Spurensuche.

Von den Seidenarbeiterinnen unter Maria Theresia, bis zu den Opfern der blutigen Schlachten der Habsburger, der Unterdrückung der Bauern, der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung beschäftigte uns die Frage haben die Habsburgerherrscher “Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen?” Mehr dazu…

Stadtwanderung Arbeit und Migration gestern und heute

Auf der Wiener Ringstraße wäre heute keiner der Prachtbauten zu sehen, hätte es im 19. Jahrhundert keine „Ziegelböhmen“ in den Ziegeleien am Wiener- und Laaerberg gegeben. Die „Ziegelböhmen“ gehörten zu den ersten Arbeiter:innen in Wien, die erfolgreiche Streiks organisierten, einen 11-Stunden-Tag erkämpften und damit das Fundament für die heutige Gewerkschaftsbewegung legten.
Gleichzeitig war ihre Lage prekär. Viele mussten Wien verlassen, wenn sie für ihre Rechte kämpften oder die Arbeit verloren. Später verdingten sich arbeitslose Arbeiter:innen bei den Dreharbeiten zu „Sodom und Gomorrha“ (1922) in den damaligen Filmstudios am Laaerberg einen mickrigen Sold.
Last but not least, der nahegelegene Südbahnhof: ein Ankunfts- und Hoffnungsort für viele
„Gastarbeiter:innen“ und Menschen auf der Flucht, ein Treffpunkt aber vormals auch ein Ort von Zwangsarbeit.

Victor Adler inmitten der Ziegelarbeiter:innen

„Wir lernen im Vorwärtsgehen“ heißt es in der „Proletenpassion“ der Politrock-Band Schmetterlinge.
Diesem Motto und den Spuren von Migration und Arbeit, von Ausbeutung und Arbeitskämpfen
folgend, erkunden wir zu Fuß Schauplätze der Arbeiter:innen- und Migrationsgeschichte entlang des
grünen Gürtels im zehnten Wiener Gemeindebezirk. Dabei schlagen wir immer wieder die Brücke zu
aktuellen Diskussionen rund um Migration und Arbeit. Geh mit!

Termin: 17.5.2024
Treffpunkt: 9:00 Uhr, Otto Probst Platz – Endstation Straßenbahnlinie 11, 1100 Wien
Teilnahme ist kostenlos.
Route: Wienerberg-Laaerberg-ehem. Südbahnhof, ca. 8,5 km entlang einfacher Gehwege mit weniger als 100 Höhenmeter. Mittagspause im Böhmischen Prater.

Endpunkt: spätestens 15:00 Uhr, Absbergergasse, Endstation Straßenbahnlinie D, 1100 Wien
Anmeldungen per E-Mail unter: sozam@akwien.at oder rote.spuren@chello.at. Wir leiten die Rote-Spuren-Anmeldungen weiter.
Max. 25 Teilnehmer:innen

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Die Leopoldstadt – rund um die Jägerzeile

Wir tauchen ein in die Entstehungsgeschichte der Leopoldstadt und begeben uns auf die Spurensuche der jüdischen Geschichte. In der Jägerzeile starben 1848 fast 5000 Menschen, die erste demokratischen Menschenrechte verteidigten. Die Jägerzeile als Brennpunkt von Kunst und Kultur, die die herrschaftlichen Normen herausforderte. Die Weltausstellung 1873 machte Wien zu einem Zentrum des europäischen Frauenhandels. Wie geht es den Sexarbeiter:innen heute? Der enorme Bevölkerungszuwachs am beginnenden 20. Jhdt. bedeutet eine enorme Wohnungsnot. Was waren die Antworten des Roten Wien?

Ein Stadtspaziergang der Roten Spuren

Termin: Samstag, den 25. Mai 2024 um 13:00 bis 15:00 Uhr.
Treffpunkt: um 13:00 Uhr in der Praterstrasse 8 beim ehemaligen Wohnhaus von Dr. Karl Renner..
Der Spaziergang ist gratis – Vereinsmitglieder werden vorgereiht. Maximal 15 Teilnehmer*innen. Wenn es mehr Anmeldungen gibt, wird zeitnah ein weiterer Termin ausgeschrieben.
Anmeldung: Bitte per E-Mail an rote.spuren@chello.at

SOKO Habsburg

Ein Spaziergang mit einem anderen Blick auf die Habsburger

Sissi-Filme, die Größe der Donaumonarchie, Kaiser des Römischen Reichs – Big Player bei den historischen Ereignissen in Europa. Das Bild der Habsburger in der Öffentlichkeit wurde geprägt von einer Nostalgieindustrie, die versucht, die Unzulänglichkeiten, die Brutalität gegenüber den „beherrschten“ Menschen zu verdrängen. Wir wählen einen anderen Zugang zum Wirken der Habsburger abseits der dargestellten Klischees.

Termin: Samstag, den 20. April um 13:00 Uhr.
Treffpunkt: beim Denkmal für Maria Theresia zwischen Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museum.
Der Spaziergang ist gratis – Vereinsmitglieder werden vorgereiht. Maximal 15 Teilnehmer*innen. Wenn es mehr Anmeldungen gibt, wird zeitnah ein weiterer Termin ausgeschrieben.
Anmeldung: Bitte per E-Mail an rote.spuren@chello.at

Haben die Habsburger Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen?

In 5 Stationen gehen wir dieser Frage nach. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen an Hand der Londoner Charta vom 8. August 1945 Daten und Fakten zu sammeln.

„Verbrechen gegen die Menschlichkeit, unter anderem: Mord, ethnische Ausrottung, Versklavung, Deportation und andere unmenschliche Akte gegen die Zivilbevölkerung oder: Verfolgung aufgrund von rassistischen, politischen und religiösen Motiven; unabhängig davon, ob einzelstaatliches Recht verletzt wurde.“

Londoner Charta
  • Station 1: Maria Theresia
  • Station 2: Franz Joseph
  • Station 3: Joseph II.
  • Station 4: Franz II./I.
  • Station 5: Elisabeth

Spaziergang – “Gewerkschaftliche Frauengeschichte”

Präambel:
Wir, Mütter, Töchter, Schwestern, Vertreterinnen der Nation, verlangen, in die Nationalversammlung aufgenommen zu werden. In Anbetracht dessen, dass Unkenntnis, Vergessen oder Missachtung der Rechte der Frauen die alleinigen Ursachen öffentlichen Elends und der Korruptheit der Regierungen sind, haben wir uns entschlossen, in einer feierlichen Erklärung die natürlichen, unveräußerlichen und heiligen Rechte der Frau darzulegen, damit diese Erklärung allen Mitgliedern der Gesellschaft ständig vor Augen ist1….

Mehr Informationen zum Rundgang – hier


  1. Olympe de Gouges – geboren als Marie Gouze – gilt als Begründern der Frauenrechte. Im Jahr 1791 veröffentlichte sie mit der “Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin” eine Denkschrift an die französische Nationalversammlung, in der sie die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau einforderte. ↩︎

Internationaler Frauentag 2024

Man muss nur den Mut haben, alles auf die Spitze zu treiben. Wer ausweicht, weicht sich selbst aus, und wer sich selbst ausweicht, der findet sich nicht.

LINA LOOS (1882 – 1950)

Ein frauenpolitischer Rundgang des VÖGB mit Kolleg:innen von Jugend am Werk

Die Teilnehmer:innen im Grete Rehor – Park

Mehr dazu auf erlebte Arbeiter:innengeschichte…

ArbeiterInnengeschichte am Zentralfriedhof am 16. März 2024

Wir nutzen den „Gedächtnisraum“ Zentralfriedhof, um aus den geschichtlichen Brennpunkten unseren Blick für die Gegenwart zu schärfen. Trotz der brutalen Verfolgung durch Kaiser, Könige, Diktatoren und Faschisten gab es Menschen, die sich dafür entschieden, Widerstand zu leisten und den engen Handlungsraum, den es dennoch gab, zu nutzen.
Es braucht eine Demokratisierung des Erinnerns!
Die Geschichte ist ein Kampffeld aktueller politischer Auseinander-setzungen. Demokratie braucht Widerspruch, um sich weiter zu entwickeln.


Informationen und Anmeldung zum Spaziergang

  • Datum: 16. März 2024 – Beginn: 13:00 Uhr
  • Der Spaziergang ist gratis.
  • Treffpunkt: Zentralfriedhof, Eingang: 3. Tor – Anfahrt mir der U3 nach Simmering und mit der Linie 11 oder 71 zum Zentralfriedhof Tor 3.
  • Dauer: Der Spaziergang wird ca. 2,5 Stunden dauern und endet beim Eingang 2. Tor Zentralfriedhof
  • Max. TN-Innenanzahl: 15 Personen
  • Anmeldung: Bitte ein Mail an rote.spuren@chello.at (Bitte die E-Mail-Adresse in das eigene Mailprogramm eintragen)

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Der Ruf nach Freiheit – Bauernaufstand in Freistadt

Der Ruf nach Freiheit und die Ausübung protestantischer Gottesdienste entsprechend den Regeln des Augsburger Religionsfriedens ließ 1626 nach der Besatzung der Söldner des bayrischen Fürsten, die oberösterreichischen Bauern revoltieren. Aus diesem Grund schlossen sich den Bauern auch Städtebürger und protestantische Adlige an. Viele aus Böhmen Geflüchtete bildeten besonders in der zweiten Phase des Aufstandes eigene Rebellen-Abteilungen zur Unterstützung der Bauern.

Eine Wirtshausrauferei mit bayerischen Soldaten am 17. Mai 1626 in Lembach, bei der mehrere Menschen starben, war dann der unmittelbare Auslöser für das Ausbrechen blutiger Aufstände. Stefan Fadinger, Bauer aus Parz bei St. Agatha, wurde zum Anführer der rebellierenden Bauern im Hausruck- und Traunviertel gewählt und sein Schwager, der Gastwirt Christoph Zeller aus St. Agatha, wurde der Bauernführer im Mühl- und Machlandviertel.1

Pfarrhöfe und Klöster (etwa das Stift Schlägl) wurden geplündert. Die Unruhen breiteten sich aus. Insgesamt standen rund 40.000 Bauern unter Waffen.

Die Städte Wels, Steyr, Vöcklabruck und Gmunden konnten die Bauern in ihre Gewalt bringen. Zwischen 6. Mai und 30. Juni 1626 belagerten sie unter der Führung von Hans Christoph von Haiden (Hayden) Freistadt, das sie schließlich einnehmen konnten. 


Quellenangaben

  1. Forum Oberösterreich ↩︎

Die Brigittenau im Brennpunkt gesellschaftlicher Veränderungen

Samstag mittags im November vor der Volkshochschule in Brigittenau, ein kalter Wind pfeifft erstmals in diesem Herbst durch die Gassen. Trotzdem geht es mit 10 interessierten Teilnehmer:innen nach der Einleitung per BIM zum Hochstädtplatz.

Die Teilnehmer:innen am Höchstädtplatz

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