Mahnwache und Gedenken am Aspangbahnhof

In den Jahren 1939 – 1942 wurden vom ehemaligen Aspangbahnhof zehntausende österreichischen Juden, Roma und Sinti in Vernichtungslager transportiert. Gestern versammelten sich mehrere hundert Menschen anlässlich des Novemberpogroms 1938 an der Gedenkstätte des ehemaligen Aspangbahnhofes.

Axel Magnus, von den Sozialistischen FreiheitskämpferInnen, erinnerte in einer sehr persönlichen Rede weshalb Gedenken und aktiver Widerstand gegen diese rechte Politik nötiger denn je ist.


6547 JüdInnen und Juden wurden 1938 verhaftet und 3700 davon sofort nach Dachau deportiert. Die Mehrheit der damaligen österreichischen Bevölkerung schaute zu, denn die Menschen wurden auf offenen LKWs zu einem Bahnhof mitten in der Stadt gebracht. Ein Testlauf der Nazis für ihre „Endlösung“.

Oliver Jonischkeit vom Gewerkschaftlichen Linksblock erinnerte an die ArbeiterInnen, die damals verhaftet und deportiert wurden und dieser Bahnhof oftmals die Endstation ihres Lebens war.

Viele RednerInnen warnten vor heutigen Entwicklungen, wo ganze Bevölkerungsgruppen durch rechte Politik an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden, ihre Menschenrechte in Frage gestellt werden und ganze Gruppen wegen ihrer Herkunft oder Religion „Entmenschlicht“ werden.

Susanne Scholl sprach mahnende Worte zur politischen Entwicklung und forderte zum gesellschaftlichen Widerstand gegen die Politik der „Entmenschlichung“ auf.
Der Vertreter der Sozialistischen Jugend betonte, dass antifaschistische Politik immer auch eine antikapitalistische Politik ist.

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