Spurensuche nach einer sozialdemokratischen Baugewerkschaft in Braunau am Inn. Erste Gründungsversuche gab es August 1908. Im Artikel in der Zeitung „Neue Warte am Inn“ vom 22. August 1908 wird ein Gründungsversuch beschrieben. Allerdings diese Wochenzeitung ein „Bauern- und Unternehmerblattl“, zuerst monarchistisch, ist dann als christlich soziale Zeitung mit antisemitischen und sozalistenfeindlichen Artikeln erschienen. Im digitalen Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek habe ich im OÖ.Tagblatt die Spurensuche aufgenommen.
Bei einer Radtour entdeckten wir die Reste eines ehemaligen Bergbaubetriebes (Steinbruch) südlich von Fürstenfeld.
Diese Betonmonument am Waldrand bei einer Lichtung erinnert an die beschwerlichen Arbeitsbedingungen.
Einige Bezeichnungen erinnern an den Steinbruch – Grosssteinberg – Steinbachweg. Wir entdecken diese Fotogalerie in Stein bei den Koordinaten N 46° 59.416 E 016° 04.954. Falls ein/e Leser*in mehr zu diesem Steinbruch weiß, freuen wir uns über eine Zuschrift.
Veranstalter: Museum Arbeitswelt, Kinderfreunde Steyr-Kirchdorf & ÖGB Steyr/Bildung
PROGRAMM
15.00 Führung durch die Ausstellung für Kinderfreunde-Kinder – Anmeldung erforderlich unter steyr@kinderfreunde.cc
16.00 Plakatausstellung Kinderfreunde Steyr-Kirchdorf: Eine Zeitreise
17.00 Festsitzung und Buchpräsentation
Museum Arbeitswelt Wehrgrabengasse 7 / 4400 Steyr
Für die jüngeren Gäste bieten die Kinderfreunde Steyr-Kirchdorf ab 16 Uhr ein abwechslungsreiches Programm im kleinen Saal an. Eintritt freiwillig Anmeldung zur Festsitzung und Buchpräsentation: anmeldung@museum-steyr.at · 0 72 52/773 51-0
Vor 80 Jahren wurden rund 4.200 Wiener Jüdinnen und Juden – darunter viele Kinder – mit dem Zug nach Riga (Lettland) deportiert. Viele wurden dort unittelbar nach ihrer Ankunft erschossen. Eine Gedenkausstellung im Auftrag der Stadt Wien soll in der großen Halle des Wiener Hauptbahnhofs die Grausamkeit des Nationalsozialismus vor Augen führen.
„80 Jahre Deportationen Wien-Riga“ läuft von 15. Oktober bis 30. November 2021. Anschließend soll die Schau auch in Riga gezeigt werden. 1)
„Möge nicht mehr fern sein der Tag des „Sonnenaufgangs der Gehirne“ dass es nicht nur heisst „Berg frei!“ sondern auch „Mensch frei!“
Dieser Spruch, den wir in Spital/Phyrn gesehen haben, stammt von Alois Rohrauer, einer der Gründer des Touristenvereines „Die Naturfreunde“.
Der Sohn eines Zimmermannes erlernte selbst den Beruf des Sensenschmieds. 1864 verließ Alois Rohrauer seine Heimat, kam 1866 nach Wien, und fand als Feinmechaniker Arbeit in der Simmeringer Waggonfabrik. Hier schloss er sich der sozialdemokratischen Bewegung und der Gewerkschaft an. Rohrauer wurde bald ein beliebter Versammlungsredner und ein früher Freund des jungen Jusstudenten Karl Renner, der auch sein Wohnungsnachbar war. Gemeinsam gehörten sie 1895 zu den Gründern des Touristenvereins Naturfreunde, dessen erster Obmann Rohrauer bis zu seinem Tod war.
Gedenktafel in Spital am Pyhrn
Alois-Rohrauer-Denkmal im Rohrauer-Park in Wien 15
Das Rohrauerhaus der Naturfreunde in Spital am Pyhrn wurde nach ihm benannt. Im Juli 1935 wurde das Vermögen der Naturfreunde offiziell den Bergfreunden übergeben.
„Es ist wichtig und richtig, wenn Frauen auch in höchste Positionen vordringen. Dies entspricht nicht nur der Bevölkerungs- und Beschäftigungsstruktur, sondern auch der Wählerstruktur.“
Dies sagte Grete Rehor an ihrem ersten Amtstag als Sozialministerin (1966-1970) zur Neuen illustrierten Wochenschau im Mai 1966. Als erste Frau wurde die christlich-soziale Gewerkschafterin damals zu einer Bundesministerin ernannt (eine Untersaatssekretärin gab es schon 1945 acht Monate lang mit Helene Postranecky). 104 Sozialgesetze trugen ihre Handschrift – das brachte ihr im Volk und auch in der eigenen Partei (ÖVP) den Spitznamen „Schwarze Kommunistin“ ein. 1)
Das Mahnmal wurde am 24. Mai von Bürgermeister Franz Chaloupek und Rosa Jochmann erlffnet.
Für die Errichtung des Mahnmales dankten im Namen seines Landes der ungarische Bot- schaftsrat Zoltan Fodor und im Namen der Opfer der ungarische Oberarzt Dr. Stephan Abranyi als einer der wenigen Überlebenden des Lagers Gmünd. (2)
Im Frühjahr oder Sommer 1944 schlossen sich einige Freistädter Bürger unter Ludwig Hermentin zu einer Organisation zusammen, die das Ziel hatte, Österreich von der nationalsozialistischen Herrschaft zu befreien.(1)
Am 5. Mai 1995 wurde in Freistadt im Gedenken an das Kriegsende vor 50 Jahren ein Denkmal eingeweiht, das elf Freistädtern gewidmet ist, die noch in den letzten Kriegstagen auf besonders schreckliche Art und Weise Opfer des Nationalsozialismus geworden sind. Diese elf Morde stellen gewissermaßen das zentrale Thema des Denkmals dar. (4) Das Denkmal besteht aus einem blautransparenten Glaskörper, einem „blauen Monolith“, und soll unter anderem die Freiheit des Geistes und des Bewusstseins symbolisieren.
Diese überparteiliche Gruppe wurde 1943/44 vom Geschäftsführer der Landeskrankenkasse Freistadt, dem Sozialdemokraten Ludwig Hermentin, und dem Linzer Büroangestellten Willibald Thallinger gegründet. Ihr gehörte auch der ehemalige christlichsoziale Landtagsabgeordnete Leopold Kotzmann an, der mittlerweile Gemeindesekretär in Sandl war.(2)
Nach dem Besuch des Webereimuseum in Haslach besuchten wir diese Gedenkstätte.
Im Rahmen von so genannten „Euthanasieprogrammen“ wurden in der Zeit des Nationalsozialismus systematisch Menschen ermordet, die in der nationalsozialistischen Ideologie als Gefahr für die „Volksgesundheit“ eingestuft wurden und deren Leben als „lebensunwert“ galt.
Einige Bürger aus der Mühlviertler Gemeinde Haslach an der Mühl – darunter als treibende Kraft der Schriftsteller Peter Paul Wiplinger, Bürgermeister Dominik Reisinger, Pfarrer Gerhard Kobler und insbesondere Mag. Thomas Engleder – haben versucht, den Schicksalen der Opfer ihrer Gemeinde nachzugehen und ein sichtbares Zeichen zu setzen. (Quelle: Forum Geschichte in OÖ)-(1)
Ein „riesiger Stolperstein“, der an die 10 Opfer erinnert. Weiterlesen →
Das Karl-Renner-Institut verweist auf eine von Michael Rosecker verfasste Erwiderung bezüglich der Polemik von Alt-LH Franz Schausberger über die Salzburger Straßennamenstudie im Standard am 7. Juli 2021. Klar ist: der Antisemitismus war ein zentraler programmatischer Bestandteil der Christlichsozialen Partei. Der Versuch, das zu relativieren, indem man alle anderen auf dieselbe Stufe zerrt, geht ins Leere.
Auch die Sozialdemokratie war, obwohl gegen sie von jeher als „verjudete Partei“ mobilisiert wurde, nicht davor gefeit, in ihrer antikapitalistischen Agitation auch antisemitische Klischees zu bedienen. Jedoch macht ein Studium der Partei- und Wahlprogramme, der Wahlkämpfe, der politischen Publizistik und vor allem der bürgerlichen (männlichen) Machtnetzwerke samt deren „Vereinsstatuten“ sichtbar, bei welchen Parteien der Antisemitismus zum weltanschaulichen Kernelement und zur politischen Alltagspraxis gehörte: Das waren eindeutig die Deutschnationalen und die Christlichsoziale Partei.