Alois Rohrauer (1843 – 1923)

„Möge nicht mehr fern sein der Tag des „Sonnenaufgangs der Gehirne“ dass es nicht nur heisst „Berg frei!“ sondern auch „Mensch frei!“

Dieser Spruch, den wir in Spital/Phyrn gesehen haben, stammt von Alois Rohrauer, einer der Gründer des Touristenvereines „Die Naturfreunde“.

Der Sohn eines Zimmermannes erlernte selbst den Beruf des Sensenschmieds. 1864 verließ Alois Rohrauer seine Heimat, kam 1866 nach Wien, und fand als Feinmechaniker Arbeit in der Simmeringer Waggonfabrik.
Hier schloss er sich der sozialdemokratischen Bewegung und der Gewerkschaft an. Rohrauer wurde bald ein beliebter Versammlungsredner und ein früher Freund des jungen Jusstudenten Karl Renner, der auch sein Wohnungsnachbar war. Gemeinsam gehörten sie 1895 zu den Gründern des Touristenvereins Naturfreunde, dessen erster Obmann Rohrauer bis zu seinem Tod war.

Gedenktafel in Spital am Pyhrn


Alois-Rohrauer-Denkmal im Rohrauer-Park in Wien 15

Das Rohrauerhaus der Naturfreunde in Spital am Pyhrn wurde nach ihm benannt.
Im Juli 1935 wurde das Vermögen der Naturfreunde offiziell den Bergfreunden übergeben.

Am 1. Februar 1934 wurde ein Verbot des Touristenvereins “Die Naturfreunde” aus politischen Gründen ausgesprochen. Das Vermögen der Organisation wird konfisziert, das Haus wird faschistischen Vereinen übertragen.

1938 erfolgte die Auflösung der Bergfreunde und der Übertrag des Vermögens an den deutschen Alpenverein.
Die Hütten werden dem Alpenverein, dem deutschen Jugendherbergsverband und der Hitlerjugend übertragen oder privaten zum Kauf angeboten.

1945 erfolgte die Reaktivierung der Naturfreunde Landesverbände und so konnte auch mit dem Wiederaufbau der Hütten begonnen werden.

Quelle: https://www.rohrauerhaus.at/das-haus/geschichte/