Josef „Pips“ Mayrhofer – ein Leben für die Gemeinschaft

Veranstalter: Museum Arbeitswelt, Kinderfreunde Steyr-Kirchdorf & ÖGB Steyr/Bildung

PROGRAMM

  • 15.00 Führung durch die Ausstellung für Kinderfreunde-Kinder – Anmeldung erforderlich unter steyr@kinderfreunde.cc
  • 16.00 Plakatausstellung Kinderfreunde Steyr-Kirchdorf: Eine Zeitreise
  • 17.00 Festsitzung und Buchpräsentation

Museum Arbeitswelt
Wehrgrabengasse 7 / 4400 Steyr

Für die jüngeren Gäste bieten die Kinderfreunde Steyr-Kirchdorf ab 16 Uhr ein abwechslungsreiches Programm im kleinen Saal an. Eintritt freiwillig
Anmeldung zur Festsitzung und Buchpräsentation: anmeldung@museum-steyr.at · 0 72 52/773 51-0

Armut, Diktatur, Faschismus…die Tragödien des 20. Jahrhundert spiegeln sich im Leben des Gewerkschafters wider. Trotzdem hat „Pips“ seine Kreativität, seinen Idealismus und sein Engagement nie verloren. Er war Beobachter seiner Zeit und zugleich aktiver Gestalter, der sich für Solidarität,

Frieden und Gerechtigkeit einsetzte. Jahrzehnte lang führte er im Verein der Österreichischen Kinderfreunde Jugendgruppen, engagierte sich in der Freizeitkunstgruppe des ÖGB sowie als Vortragender in der Volkshochschule Steyr.

Doch in meinen Kindertagen war Österreich ein großes Land,
viele, viele Nationen wohnten in den Staatsverband
und von diesen lebten Menschen hier in unserm Ort
sprachen ihre Muttersprache, lebten so wie dort
wo sie aufgewachsen sind.
Und in unsere Schule schickten sie ihr Kind.
Wir lernten uns so kennen, verstanden uns ganz,
wir lernten uns Achten, Toleranz.

Auszug aus dem Gedicht Toleranz von Josef Mayrhofer

Einige Stationen in seinem Leben:

  • 1907 Geburt in Steyr – die Kindheit verbringt er in einer 32qm-Wohnung mit 5 weiteren Kindern und 2 Erwachsenen
  • Volks- und Bürgerschule und Fachschule für Maschinenbau und Elektrotechnik
  • In seiner Jugend erlebt er während des Ersten Weltkriegs Arbeiterstreiks zur Verbesserung der Lebensmittelversorgung
  • 1919 Eintritt bei den Kinderfreunden
  • 1921 Mitglied der Sozialistischen Jugend und der Naturfreunde
  • ab 1924 beschäftigt bei der Autoproduktion der Steyrerwerke und ab 1926 in der neuen Fließbandmontage
  • in den 30er-Jahren – 6 Jahre Arbeitslosigkeit (verlorene Jahre), Teilnahme an Arbeitslosendemonstrationen mit kurzfristigen Inhaftierungen, Mitglied des Schutzbundes
  • Nach dem Februar 1934 – 4 Monate Haft
  • Während des Zweiten Weltkriegs wird er als politisch Unzuverlässlicher zum Russlandfeldzug abkommandiert und dann zu Arbeitseinsätzen in der Rüstungsindustrie zwangsverpflichtet
  • 1945 Werkstättenlehrer in der HTL-Steyr (bis 1968)
  • 1945 – 1949 Gemeinderat in Steyr
  • 1946 Neugründung der Kinderfreunde Ennsleiten – Die Vermittlung von Werten und die Förderung finanziell benachteiligter Kinder und Jugendlicher sind ihm besonders wichtig
  • Beginn seines literarischen Wirkens

Quellenverzeichnis:

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