Der brutale Hass der Nazis in Dresden

Uschi und Willi haben uns ein Foto von Stolpersteinen in Dresden dankenswerterweise zukommen lassen. Für uns eine gute Gelegenheit an die Opfer dieses blindwütigen und brutalen Hasses auf alle Anderen, die sich nicht der braunen Ideologie unterordnen wollten.

Diese beiden Stolpersteine erinnern an Max Hermann Dietze und Ernst Fritz Gottschling. Die Beiden waren maßgeblich an der Produktion des Porzellanglockenspiels im Dresdner Zwinger beteiligt.

Nur wenige Tage nach der Einweihung des Glockenspiels im Dezember 1933 wurde Max Hermann Dietze verhaftet, weil er den „Ernsten Bibelforschern“ (heute: Zeugen Jehovas) angehörte. Die Bibelforscher lehnten die Mitgliedschaft in der NSDAP und den nationalsozialistischen Organisationen, den Hitlergruß und den Wehrdienst ab und glauben zudem an den jüdischen Gott Jehova. Dietze wurde mehrere Monate im KZ Hohnstein (Sächsische Schweiz) inhaftiert, später im KZ Sachsenburg. Anfang 1936 kam Dietze frei. Max Hermann Dietze starb, aufgrund der Haft gesundheitlich stark angeschlagen, im Alter von nur 37 Jahren1.

Im Juli 1937 wurde Ernst Fritz Gottschling verhaftet und verbüßte anderthalb Jahre Strafhaft im Untersuchungsgefängnis Bautzen. Anschließend wurde er direkt ins KZ Buchenwald gebracht. Dort arbeitete er zunächst im Steinbruch und leitete später eine keramische Werkstatt im Lager. Auf einem Todesmarsch vom KZ aus wurde Gottschling im April 1945 von der SS erschossen2.


Quellenverzeichnis

  1. Stadtwiki Dresden ↩︎
  2. Stadtwiki Dresden ↩︎