Roma und Romnja leben bereits seit dem 17 Jhdt. im heutigen Burgenland. Ein lange Geschichte, in der die Volksgruppe immer wieder ausgegrenzt und verfolgt wurde.
Am 16. Dezember 1993 haben wir erreicht, dass unsere Volksgruppe politisch anerkannt wird.
Emmerich Gärtner-Horvath im MO (Magazin für Menschenrechte)
Die Arbeitsgemeinschaft der NS-Opfer-Verbände führt am Sonntag, den 3. April 2022, einen Bus zu den Gedenkveranstaltungen in Hadersdorf am Kamp und Stein an der Donau aus Anlass des Massakers von SS und Volkssturm im Zuchthaus Stein (6. April 1945), im Ortsgebiet von Krems an der Donau und den umliegenden Orten (insgesamt weit über 300 Personen) sowie der Massenerschießung von freigelassenen Häftlingen an der Friedhofsmauer von Hadersdorf am Kamp (7. April 1945) durch.
Datum: Sonntag, den 3. April 2022, um 12 Uhr,
Treffpunkt: 1020 Wien, Praterstern 1 / Ecke Heinestraße (vor dem Haus der Begegnung)
Abfahrt ca. 12.15 Uhr
Rückkehr: voraussichtliche Rückkehr in Wien ca. 18:00 Uhr
Welche Kundgebungen und Veranstaltungen sind geplant?
Hadersdorf 13.00 Uhr Kundgebung der Arbeitsgemeinschaft der NS-Opfer-Verbände auf dem Friedhof Hadersdorf am Kamp
Friedhof in Stein an der Donau 15:00 Uhr Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof Stein an den Donau und anschließend beim Griechendenkmal von der Justizanstalt Stein
Im Wien des Jahres 1938 geht es für die österreichischen Jüd*innen um Leben und Tod. Eine Zweckehe kann in der Not retten, ist aber mit vielen Risiken verbunden. Die Frauen, die diesen Weg wählen, sind durchwegs couragiert und unerschrocken. Meist aus gebildeten, assimilierten und bürgerlichen Familien stammend, suchen sie ausdrücklich nach Männern mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft.
Das Frauenmuseum Hittisau – ein Ort der Begegnung und Vielstimmigkeit Platz 501, 6952 Hittisau Öffnungszeiten 06. März – 30. Oktober 2022 Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr
Die Schau blickt auf zwölf Frauen – darunter Stella Mann, Hilde Zaloscer und Yella Hertzka-, deren Schicksal stellvertretend für viele andere Jüdinnen steht, berichtet von ihren Lebensgeschichten und den Chancen und Risiken einer Scheinehe als Überlebensstrategie. Mit unterschiedlichem Ausgang: Die Violinistin Alma Rosè wurde in Auschwitz ermordet. Die politische Aktivistin Hilda Monte wurde 1945 am Grenzübergang Feldkirch-Tisis erschossen. Die Theaterleiterin Stella Kadmon konnte sich anch Palästina retten. nur wenige der überlebenden Frauen erzählten später über ihre Scheinehe. (Ö1-Magazin, März 2022)
Die Kunstsammlung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands
Über 150 Grafiken, Zeichnungen und Ölgemälde besitzt das DÖW. In der Ausstellung im Haus der Geschichte in St. Pölten werden sie erstmals umfassend präsentiert. Sie erzählen von Widerstand, Krieg und Verfolgung zwischen 1934 und 1945. Es sind Bilder vom Leben und Sterben in Lagern, von Gewalt gegen Regimegegner, Juden und Roma, aber auch Bilder vom Kampf gegen Nationalsozialismus und Faschismus.
Schließlich gilt: Frauen machen Revolution, erringen wissenschaftliche Durchbrüche, entwickeln Erfindungen, gehen auf Abenteuer oder regieren kriminelle Organisationen – aber in den Geschichtsbüchern landen wichtig aussehende Herren mit Wohlstandsbäuchen, Monokeln, Pfeifen, Schnurrbärten und großen Colts.
Im Sommer 1942 und zu Beginn des Jahres 1943 verbreitete die studentische Widerstandsgruppe “Die Weiße Rose” erst in München, dann auch im süddeutschen Raum sowie in Linz, Salzburg und Wien Flugblätter gegen Hitler und das nationalsozialistische Regime. Sie forderte darin zunächst zum passiven Widerstand auf, aber schon bald auch zum Sturz der Regierung. Die Medizinstudenten Hans Scholl und Alexander Schmorell bildeten den Kern dieser Gruppe. Christoph Probst, Sophie Scholl, Willi Graf und ihr Mentor Professor Kurt Huber schlossen sich ihnen nach und nach an und beteiligten sich in unterschiedlicher Weise an den regimekritischen Aktionen. (bpb)
Was haben Arbeiter/innen in Namibia oder prekär Beschäftigte in Zimbabwe mit uns hier in Europa zu tun?“ Wie kommt südafrikanischer Wein in den österreichischen Supermarkt?Welche Herausforderungen und Kämpfe verbinden uns mit Beschäftigten und Gewerkschaftern/innen im südlichen Afrika?
Das Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika (SADOCC) und die Gewerkschaft GPA laden interessierte Arbeitnehmer*innen zur Auftaktkonferenz des gemeinsamen Dialog- und Weiterbildungsprojekts ein.
Datum: Montag, den 28. März 2022
Uhrzeit: 15:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Großer Saal der Gewerkschaft GPA, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1030 Wien
Online-Anmeldung zur Veranstaltung mit diesem Link
In den letzten Tagen habe ich tolle, interessante und aufschlussreiche Artikel, Tweets und Forumeinträge zum Leben und Wirken von Käthe Leichter gelesen. Marliese Mendel, Brigitte Pellar, Stefan Steindl, Lukas Oberndorfer, Kathrin Glösel, Gerald Demmel, Gerlinde Hauer, Sabine Lichtenberger, Ingrid Moritz, Markus Hasenberger erhellen das Umfeld dieser großartigen Frau. Der Aufbruch der Arbeiter*innenbewegung nach einem schrecklichen Krieg zu einem Sozialstaat, wo erstmals menschliche Lebensbedingungen für die Gefahren des Lebens (Krankheit, Arbeitslosigkeit und Alter) durch engagierte Gewerkschafter*innen wie sie, geschaffen wurden. Mit ihrem Wissen und ihrer Tatkraft versuchte sie sich der heraufziehenden „Düsternis“ des 20. Jahrhunderts, dem Austrofaschismus und Nationalsozialismus entgegenzustemmen. Selbst in in ihren letzten, schlimmen und qualvollen Tagen im Konzentrationslager schilderten Weggefährtinnen wie Rosa Jochmann wie als politisch, aufgeklärte Frau ihren Leidensgenossinnen Mut zusprach.
Auszug aus dem Buch “WIR.die Frauen der Produktionsgewerkschaft”
Am 18. März 1907 schritten mit „ernstem Selbstbewusstsein“ rund 6.000 Schneiderinnen in Viererreihen die Ringstraße entlang. Aus den Fenstern der Ringstraßenpalais schauten jene Damen zu, für die sie sonst zu Hungerlöhnen in den Werkstätten von frühmorgens bis spätabends „kunstvolle Roben“ herstellten. Bis zu diesem Tag hatte kaum jemand von den „Schneidermädchen“ gesprochen.
Vor ein paar Tagen bekam ich einen Link von einem unserer Vereinsfunktionäre zugesandt. Sein Tipp verlinkte mich zu einer virtuellen Ausstellung des „kunstplatzl“. Eine der Schwestern war die Frau und Kollegin mit der beruflich Kontakt hatte.
Wie wurden die drei Schwestern Selma, Berthe und Gundl zu Widerstandskämpferinnen?
Frauen und ihre Rolle und Bedeutung im antifaschistischen Widerstand sind bis heute, obwohl in den letzten Jahren hierzu verstärkt publiziert wurde, immer noch ein Forschungsdesiderat. Sonja Frank, Enkelin der österreichischen Widerstandskämpferin Fanni Grossmann, hat mit ihrer Veröffentlichung einen überaus wichtigen und gelungenen Beitrag geleistet, um diese Lücke schließen zu helfen.
Stefan Kraus, Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft
In der Buchbeschreibung heisst es: „Die Beschreibung des Existenz- und Überlebenskampfes der Frauen ist ein bedeutendes Zeugnis des historischen und politischen Zeitgeschehens, wurde Widerstand doch meist männlich gedacht; wenn weibliche Widerstandtätigkeit in den Fokus rückte, neigte man dazu, immer die gleichen Namen zu nennen. Es waren jedoch Tausende Frauen, die sich gegen den Faschismus gestellt, ihr Leben riskiert haben. Mit den drei Steinmetz-Schwestern wird auch der Blick auf die Vielen geöffnet.“
Sonja Frank (Hg.): Die drei Schwestern. Selma, Berthe und Gundl, geb. Steinmetz. Frauen im Widerstand 1933–1945. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2021. 326 S. – ISBN 978-3-901602-94-8 – Inhaltsverzeichnis