Das Streben nach Demokratie im Betrieb

»Auf dem Hohen Markt in Wien ging es am 31. Oktober 1722 ungewöhnlich lebhaft zu. Immer mehr Menschen sammelten sich vor dem dortigen Gerichtsgebäude, der Schranne. Vor dem Haus ragte ein frisch gezimmerter Galgen in den grauen Herbsthimmel hinein. Zwei Menschen sollten vor dem Volk der Neugierigen hingerichtet werden!
Es handelte sich, wie ein zeitgenössischer Chronist schrieb, um >zweien der halsstörrigsten Schuhknechte als freventliche Verächter der landesfürstlichen Befehle und Stöhrer der allgemeinen Ruhe, und fünf der anderen Widerspenstigen mußten zu ihrer und ihresgleichen Erspiegelung bey der Vollziehung des Urtheils gegenwärtig seyn1

Von den ersten Bemühungen von Arbeitern (Schuhmachern in der Monarchie), die von Habsburgern brutalst unterdrückt wurden zum Beginn der Repuplik.

Das Denkmal der Republik ist kein Denkmal der Republik

Denkmal der Republik

Woraus ergibt sich dieser Widerspruch?
Das Denkmal zum 10jährigen Bestehen der Republik, wurde 1928 von der Gemeinde Wien errichtet. Weshalb wohl? – Eine Erklärung für mich ist, dass der damalige Bundeskanzler Ignaz Seipel und konservative Parteien gar kein Interesse an einer demokratischen Republik mit einem Parlament, wo Parteien und Abgeordnete das Staatsgeschehen mitentscheiden, hatten. In Wirklichkeit begann die Beseitigung der Demokratie und der Institutionen und der Partei der Arbeiter:innenbewegung, die 1934 vollendet wurde.

Weiter im Rundgang

Rundgang: Revolution und Widerstand Vom Heldenplatz zum Sigmund-Freud- Park

Termin: 25.04.2026, 14:00 – 16:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang zur Nationalbibliothek am Heldenplatz
Anmeldung: VHS-Brigittenau

Die Demokratie, wie wir sie heute kennen, musste über Jahrhunderte erkämpft, erstritten und mit viel Einsatz der Arbeiter*innenbewegung errichtet werden.
Wer waren die Baumeister*innen unserer heutigen Freiheit?
Wer wurde für Kritik, Widerstand und politische Aufklärung gefoltert, eingesperrt und getötet?
Bei diesem Spaziergang erinnern wir an Widerstand, Aufstände und Revolutionen der Arbeiter*innen im Kampf gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Kapitalismus.

Widerstand und Revolution

Ein Stadtspaziergang vom Heldenplatz bis zum Sigmund-Freud-Park

Demokratie, wie wir sie heute kennen, musste über Jahrhunderte erkämpft, erstritten und mit viel Einsatz von Menschen und der ArbeiterInnbewegung errichtet werden.

  • Wer waren die BaumeisterInnen unserer heutigen Freiheit?
  • Wer wurde für Kritik, Widerstand und politische Aufklärung gefoltert, eingesperrt und getötet?

Datum: Samstag, den 8. Juni 2024 – Beginn: 13:00 Uhr, Ende 15:00

Den Feudalherren und Kapitalisten ist es nie um ein gutes Leben für die BürgerInnen und ArbeitnehmerInnen gegangen, sondern nur um die Absicherung ihres Reichtums, ihrer Macht und ihres Einflusses. Bei diesem Spaziergang tauchen wir ein in Revolutionen und Widerstand für ein freies Österreich und eine freie Welt. 

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Erfahrungen der Vergangenheit für die Zukunft nutzen

Am Samstag, den 21. Mai 2022 konnten wir den aktuellen Lehrgang der Zukunftsakademie der AK-Oberösterreich begrüßen. Wir machten uns gemeinsam auf die Spuren von Revolution und Widerstand anhand der Denkmäler im Zentrum von Wien. Erinnerung ist auch ein Feld der politischen Auseinandersetzung. Geschichte wird oft nur von den Herrschenden gemacht. Wir als Arbeiter*innenbewegung halten dagegen. Wir holen die Menschen vor den Vorhang über die sonst nicht gesprochen wird. Mehr dazu….

Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz

Recherchiert von Brigitte Drizhal anlässlich des Rundgangs Revolution und Widerstand

Das Denkmal am Ballhausplatz von oben

Das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz in Wien am Ballhausplatz, auch „Deserteursdenkmal“ genannt, wurde am 24. Oktober 2014 der Öffentlichkeit präsentiert. Es erinnert an Deserteure und andere Verfolgte der NS-Militärgerichtsbarkeit.

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Das Chaos um die Demokratie am Heldenplatz

Ein Beitrag von Lukas Neissl und Werner Drizhal

Unordnung und Verwirrung, brutale Unterdrückung und wildes Aufbegehren, Moral und Empörung, ArbeiterInnen als moderne Sklaven zur Vermehrung des Reichtums niedergeworfen durch militärische Präzision, organisierte ArbeiterInnenbewegung am Weg zur Demokratie, ein Platz für kritische und streitbare AkteurInnen – der Heldenplatz ist wie ein Skywalk mit Blick in die politischen Eingeweide Österreichs.

Demokratie, wie wir sie heute kennen, musste über Jahrhunderte erkämpft, erstritten und mit viel Einsatz von Menschen und der
ArbeiterInnbewegung errichtet werden. Wer waren die BaumeisterInnen unserer heutigen Freiheit? Wer wurde für Kritik, Widerstand und politische Aufklärung gefoltert, eingesperrt und getötet?

Beim Rundgang Revolution und Widerstand taucht Lukas Neissl, vom Verein Rote Spuren, in die Anfänge organisierten Widerstands von ArbeiterInnen zur Verbesserung ihres Lebens ein.

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Universität Wien und Widerstand?

Für unseren Rundgang Widerstand und Revolution in Wien hat unser Vorstandsmitglied Elisabeth Luif einen kritischen Blick auf die Geschehnisse in der UNI-Wien geworfen.

Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für demokratische Beteiligung an der Gesellschaft. Höhere Bildung blieb und bleibt nach wie vor allerdings nur einem kleinen Teil der Menschen vorbehalten. Das wird auch darin ersichtlich, dass die Universität Wien, die eigentlich ein öffentliches und frei zugängliches Gebäude ist, von vielen als „geschlossener“ Ort
wahrgenommen wird.

Geschichte
In der Ersten Republik war die Universität Wien eine kleine, großteils männliche Eliteninstitution mit etwa 10.000 Studierenden. Sie

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Revolution und Widerstand

Der erste Spaziergang des Vereins Rote Spuren am 4. Juli 2020 mit dem Thema „Revolution und Widerstand“. In der sozialpartnerschaftlich dominierten Zweiten Republik wird der Blutzoll der ArbeiterInnenbewegung zur Durchsetzung der Demokratie leisten musste, oftmals verschwiegen.

Der Gedenkstein zum ersten Frauenverein von 1848 in Wien im Volksgarten. Die Frauenbewegung hätte sich ein würdigeres Denkmal verdient.

In der barocken Eingangshalle zur Nationalbibliothek in der Neuen Burg treffen sich Geschichtsinteressierte, um jene AkteurInnen kennen zu lernen, die oftmals von den Herrschenden gequält, eingesperrt und getötet wurden. Ihr Einsatz und und Engagement, ihr Glaube an eine bessere Welt und ihre Opfer sind die Grundpfeiler unserer heutigen Demokratie.

WO und WIE werden sie gewürdigt?
Unser Spaziergang ist der Versuch einer später Würdigung ihres Kampfes für eine bessere Welt.

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