Bereits ab Kriegsbeginn wurden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Wien in Lagern und lagerartigen Unterkünften untergebracht. Diese stammen unter anderem aus den Albanien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien (Kroatien, unter ihnen auch kroatische Roma, und Serbien), den Niederlanden, Polen, Spanien, Russland (darunter unter anderem auch Urkrainerinnen und Ukrainer), Tschechien, Türkei und Ungarn1.

In 12., Oswaldgasse 33 befand sich laut dieser Liste ein Lager der Firma “Kabel und Draht” (Kabel- und Drahtwerke AG, heute 21., Siemensstraße 88). Laut Volksgerichtsakt umfasste das Lager zum Zeitpunkt einer Inspektion durch den jüdischen Lagerarzt 50 Personen (9 Männer, 34 Frauen und 7 Kinder), von denen anfangs 40 als “arbeitsfähig” eingestuft waren2.
Liste der Zwangsarbeiter:innenlager in Wien
Artikeln zu Zwangsarbeit am Blog
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- ZwangsarbeiterInnenlager Lobau
- Menschenmaterial: unbefriedigend
- Betontürme voller Leiden
- KZ-Aflenz: Skkavenarbeit im 20. Jahrhundert
- Niemand nahm Abschied
- Blutwegmuseum
- Quälende Erinnerungen.
- Opfer der Morde im Triestingtal
- Denkmal KZ Steyr in Münichholz
- Großraming – eine Brücke der Qualen
- Vergessen – Ausstellungseröffnung im Haus der Geschichte
- Die Gedenkstätte des Deutschen Widerstands
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- MIT DEM BLUT DER ENTRECHTETEN ERBAUT – die Staatsbrücke in Salzburg
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