
Die International Ladies‘ Garment Workers Union (ILGWU) wird am 3. Juni 1900 in New York gegründet. Sie vertritt Arbeiter:innen der Textilindustrie, die Damenbekleidung herstellen. Anfangs hat die ILGWU etwa 2.000 Mitglieder, überwiegend jüdische Einwander:innen aus Osteuropa.
Nach der starken Streikbewegung von 1909/10 wächst die Mitgliederzahl auf über 84.0001.


Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven stellt immer ein Objekt des Monats vor. Es handelt sich um Fotografien, Dokumente oder persönliche Erinnerungsstücke der Auswanderungs- und Einwanderungsgeschichte.
Ein ILGWU-Label im rekonstruierten New Yorker Sweatshop im Deutschen Auswandererhaus zeigt einen wichtigen Abschnitt der Geschichte des Arbeitskampfes.

Zu den wichtigsten Aktionen der ILGWU zählen der Streik „Uprising of 20,000“ (1909), die größte Frauenstreikbewegung in der US-Geschichte, angeführt von der ukrainisch-jüdischen Einwanderin Clara Lemlich, sowie der „Great Revolt“ (1910) mit rund 60.000 streikenden Mantelhersteller:innen. Diese Streiks führen zum sogenannten „Protocol of Peace“, einem bedeutenden Abkommen zwischen der ILGWU und Arbeitgeber:innen in New York. Es bringt unter anderem eine 50-Stunden-Woche und Mindestlohnerhöhungen.
Quellenverzeichnis
- Das Logo stammt von der Homepage der ILGWU. Der Text vom Artikel des Deutschen Auswandererhaus. ↩︎
- Archiv der ILGWU ↩︎
















