Einblicke in die finnische Arbeiter:innengeschichte

Direkt neben der Gedenkstätte zu den Opfern des Gefangenenlagers in Ekenäs (Tammisaari) wurde 2009 eine Ausstellung eröffnet. Wir, Brigitte und ich, haben versucht soviel an Informationen von den finnisch- und schwedischsprachigen Tafeln für uns zu gewinnen.

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Der Weg nach Tammisaari – Ziele und Träume

Ende des 19. Jahrhunderts war Finnland ein Agrarland. Die Industriearbeiter waren nicht organisiert, und die Arbeitszeiten kannten keine Grenzen. Auf dem Land vergrößerte sich die Kluft zwischen Landbesitzern und Nicht-Landbesitzern. Vom Aufstieg der Forstwirtschaft profitierten nur die Landbesitzer.
Die finnische Gewerkschaftsbewegung entstand vor der politischen Organisierung der Handwerker. Die politische Arbeiterbewegung wurde von bürgerlichen Persönlichkeiten gegründet, die die Unzufriedenheit der Arbeiter in harmlosere Bahnen lenken wollten. Diese Phase wird nach ihrem Gründer, dem Fabrikanten Viktor Julius von Wright, als Wrightsche Arbeiterbewegung bezeichnet. Auf seine Initiative hin wurde im März 1883 in Helsinki ein Arbeiterverein gegründet.

Die Finnische Arbeiterpartei wurde 1899 in Åbo auf einer Versammlung von Gewerkschaftsvertretern gegründet. Auf der Versammlung in Forssa im Jahr 1903 wurde die Arbeiterpartei in Sozialdemokratische Partei Finnlands umbenannt. Bei dieser Gelegenheit wurde ein sozialistisches Programm verabschiedet.

Die Einführung des allgemeinen Wahlrechts bei Parlamentswahlen im Jahr 1907 weckte Hoffnungen auf eine bessere Zukunft in der Arbeiterbewegung. Die Sozialdemokraten setzten sich soziale Reformen zum Ziel, die auf den Erfahrungen im Inland und den Lehren aus den Arbeiterparteien anderer Länder basierten.

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Das Massengrab in Ekenäs (Tammisaari)von 1918

Während der Vorbereitung unseres Besuchs in Ekenäs recherchierte ich zur Arbeiter:innengeschichte in diesem Ort. Dabei fand ich sehr interessante Einträge zu den finnischen Ereignissen im Jahr 1918. Im Jahr 1918  errichteten die siegreichen Weißen in der Kaserne von Dragsvik (unweit des Stadtzentrums von Ekenäs) eines der größten Konzentrations- und Gefangenenlager des Landes für die besiegten Roten Garden.

Etwas außerhalb des Zentrums im Wald nahe Dragsvik befindet sich das größte Massengrab Finnlands. Hier wurden die rund 3.000 Opfer des Lagers von 1918 verscharrt.
Im Sommer 1918 waren hier zeitweise fast 8.700 Menschen unter unvorstellbaren Bedingungen eingepfercht, es waren etwa 11% aller gefangenen Roten.

Wegen extremer Unterernährung, verheerender hygienischer Zustände und dem Ausbruch von Krankheiten wie der Spanischen Grippe starben innerhalb weniger Monate knapp 3.000 Gefangene.

Diese Statue wurde 1951 in Erinnerung an jene, die Opfer der Weissen wurden, errichtet..

Mit einer Sterberate von rund 34 % ging das Lager Ekenäs als das berüchtigtste und tödlichste aller finnischen Gefangenenlager in die Geschichte ein.

Tammisaari wurde dann in ein Zwangsarbeitslager für verurteilte Rote und später in den frühen 1920er Jahren in eine Einrichtung für politische Gefangene umgewandelt. Tammisaari Lager war bekannt als das berüchtigtste aller finnischen Bürgerkrieg Gefangenenlager.

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Splitter der schwedischen Gesellschaft in Grisslehamn

Wir fahren mit der Fähre von Grisslehamn auf die Åland Inseln. Einen Tag vor der Abfahrt hatten wir Gelegenheit uns im Ort umzusehen. Dabei entdecken wir Werke von Albert Engström im öffentlichen Raum. Das Museum hatte leider noch geschlossen. Es öffnet seine Türen erst zur Ferienzeit.

Der Blick der Armut durch das Fenster: „Auf geht’s, Grafen und Barone!“

Der Autor, Künstler und Karikaturist Albert Engström (1869–1940) war seit 1925 kommissarischer Professor für Zeichnen an der Kunstakademie in Göteborg und lehrte dort bis 1935. Er engagierte sich 1922 im schwedischen Volksentscheid über das Alkoholverbot. Seine Sympathien galten der Nein-Seite, was zu dem Plakat „Krebse fordern diese Getränke!“ führte. Engström trat 1917 dem Svea-Orden bei und blieb zeitlebens Mitglied.

„Krabben fordern diese Getränke!“, das bekannteste Wahlplakat der Nein-Seite im Zusammenhang mit dem Referendum über das Verbot alkoholischer Getränke in Schweden im Jahr 1922, wurde von Albert Engström entworfen.

Wir wissen, das die Schwed:innen im August ihre Krebsfeste, die sogenannten Kräftskiva feiern. Wichtiger kultureller Bestandteil einer Kräftskiva ist das gemeinsame Singen traditioneller, schwedischer Schnaps-Weisen. Diese sind meist kurze, komische Lieder, von denen während des Essens immer wieder eine Strophe gesungen und mit einem Schnaps beendet wird. Ein Trinkspruch lautet beispielsweise: „Ein Krebs, ein Schnaps, ein Lied“.

Wir haben dabei schon die wildesten Feste beobachtet. Einmal auf einem Campingplatz feierten alle miteinander und der/diejenige, die sang tanzte dazu am Tisch. Na ja, nicht viel anders wenn bei uns zur fortgeschrittenen Stunde zur Polonaise eine Menschenkette auf Partys bilden, bei der man sich an den Schultern des Vordermanns festhält und dementsprechende Lieder singen.

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Eindrücke aus Barcelona und WER baute wirklich die Sagrada Familia?

Christian mit einem Vorortbericht aus Barcelona

Die Sagrada Famiglia ein Kirchenbau den Gaudi als Architekt 1883 begonnen hat zu bauen ist wirklich imposant. Es zeigt die Bibelgeschichte in all seinen Facetten mit vielen Früchten die bunt auf Türmen sichtbar sind etc.

Wie so oft wird behauptet er habe sie zu bauen begonnen – er ist der Archtekt und Ideenbringer eh genial – aber die die sie bauen, arbeiten heute noch in luftigen Höhen. Dort oben gehen Bauarbeiter herum und haben Bauplätze eingerichtet mit Werkräumen und Jausenplätzen.

Der Pabst war ja auch die Tage in Spanien und hat einen Turm der Kirche eingeweiht. Hat er die Arbeiter:innen auch gesegnet?

Jedenfalls war es irgendwie überwältigend zu sehen wie Kirche auch mit Licht durchflutet sein kann, man spürt irgendwie die Absicht Gott dieses unerklärliche Wesen mit Licht sichtbar zu machen.


Und sonst ist die Stadt lebendig und gar nicht so laut. Viele zum Teil uralte Bäume – Platanen die ganze Straßenzüger überspannen und somit Schatten spenden. Viele unterschiedliche Bezirke. menschenleere Seitenstraßen und dann wieder Einkaufsstraßen mit Securities die mit einem Horcherl im Ohr und schwarzen Anzug die Türe öffnen wenn mal eine Lady mit vielen Einkaufstaschen rauskommt. Die Einkaufstaschen trägt da im Regelfall eien Begleitperson meist ein biologisch erkennbarer Mann.

Eine schöne Beobachtung: Auf den Straßen sind auch Menschen die offenbar obdachlos sind und da saß ein Mann mit stressverzehrtem Gesicht erstarrt auf einem Schaufenstersockel schon längere Zeit. Daneben eine kleine Bäckerei und eine Gruppe von vier Herren die sich unterhalten und Kaffeetrinken. Plötzlich steht einer von diesen auf, geht auf den Menschen der dort sitzt zu und fragt ihn ob Kaffee mag. Dann geht er an die Budel der Bäckerei kauft einen Kaffee und ein Croisant und bringt es dem Mann am Schaufenster. Setzt sich wieder zu seiner Runde und es wird weiter palavert. Es wirkte wie eine selbstverständliche Geste ohne Aufhebens darum.

Wie ist das Sozialsystem in Spanien hab ich mich gefragt und noch keine Antwort über Details. Was auch bemerkenswert war, es gibt offenbar Wohnungsnot bzw. teure Wohnungen die Menschen auf die Straße treiben – mit Trolleys zum Teil wirken sie nicht wie Touristen sondern gehen in der Stadt herum und auf bemalten Wänden sind Texte formuliert wie – Tourismus ist der neue Kollonialismus. Oder Tourists are not welcome und das am Weg zu einem Park namens Gruell der als Touristenattraktion gilt.

Die Arbeitswelt im öffentlichen Raum in Ljungby

Nach den schweren Themen von den Moorlagern im Emsland zu etwas Leichterem. Wir machen Station in Ljungby in Småland in Schweden. Bei unserer Stadtrundfahrt mit den Rädern fallen uns riesige Wandgemälde auf.

Künstler: Sven Ljungberg
Standort: Fassade des Postamtes (Kreuzung Stationsgatan/Storgatan)

Ljungy erhielt 1936 das Stadtrecht und liegt an der E4 und Hagenern industriellen Charakter. Ljungby ist Standort von Electrolux Laundry Systems und Wascator. Beide Firmen sind Hersteller für professionelle Waschmaschinen.
Bei unserem Sightseeing hielten wir nun Ausschau nach weiteren Objekten, die etwas mit Arbeitswelt und Kunst im öffentlichen Raum zu hatten.

Zu den weiteren Objekten, die wir entdeckten

KZ-Esterwegen – die Hölle am Waldesrand

Im (Früh)Sommer 1933 entstanden in Börgermoor und Esterwegen die ersten im Deutschen Reich vollständig neu als Muster-Barackenlager vom Preußischen Staat geplanten und errichteten Konzentrationslager, Neusustrum folgte im September. Das Konzentrationlager wurde als Doppellager für 2.000 Häftlinge zwischen Juni und August 1933 errichtet. Wegen massiver Schikanen und zahlreicher Mordfälle sprachen die Häftlinge schon bald von der „Hölle am Waldesrand“. Es wurden vorwiegend politische Häftlinge in „Schutzhaft“ dort inhaftiert.1

wir besuchen an zwei Halbtagen, weil die Fülle der Informationen und die „Schwere des Geschehens“ auf einmal für uns nicht verlautbar ist. Es sind zusätzlich mehrere Ausstellungen hier untergebracht und das Gelände des ehemaligen Konzentrationslager als Gedenkort gestaltet.
Ich werde unsere Besuche in zwei Blogbeiträge aufteilen. In diesem Artikel den Besuch des ehemaligen Lagergeländes.

Weiter zum ehemaligen Lagergelände

Begräbnisstätte Esterwegen – Friedhof Bockhorst

Nach dem Besuch der Gedenkstätte Börgermoor radeln wir weiter zum Friedhof Esterwegen. Wir erreichen auf Umwegen den Parkplatz von dem man auf einem Weg umgeben hohen Büschen zum Friedhof gelangt.

Die namenlosen Grabsteine stehen auf einer Grünfläche umgeben von einer dichten Baumreihe. Die Bäume beschützen die Toten und geben dem Friedhof einen Raum des Gedenkens. Dieser „gesicherte“ Raum des Gedenkens versperrt auch den Blick von aussen. Diese Anlage bietet einen emotionalen Schutzraum im Erinnern an die Leiden und Schmerzen abseits der Hektik des Alltags. Die Bäume brechen das einfallende Licht und geben der Zeit eine für mich eigene Dimension. Die „steinernen“ Gedenksteine sind das natürliche Gegenstück zum Moor, wo diese Menschen gestorben sind. Als würden sie anklagend schreien: „Uns kann das Moor nicht verschlingen!“

Ich empfinde den Friedhof als einen Raum wo ich jetzt traurig, suchend, wütend oder einfach nur still sein kann. Ich fühle mit den Opfern und spüre einerseits die Schwere des Ortes und bin gleichzeitig froh, dass hier Gelegenheit zum historischen Lernen geschaffen wurde. Mit den Gedenktafeln und Symbolen des Mahnens wird uns als Besucher:innen der Weg zu den entscheidenden Fragen geebnet – wie konnte es dazu kommen? Wer waren die Täter? Welche politischen Strukturen haben das ermöglicht?

Und doch hat diese gesicherte Abgeschlossenheit ihre Kehrseite. Zwei Tage später sind wir mit dem Auto daran vorbeigefahren und wir haben nichts gesehen. Würde das Hinweisschild fehlen wären die Toten eine Insel der Geschichte.


Denkmäler und Gedenkstätten im Friedhof klagen die Täter an und erinnern an die 1.343 Opfer, die begraben sind. Die Willkür des Tötens der Wachmannschaften wir ersichtlich, dass die genaue Opferzahlen nicht bekannt ist und nur 813 begrabene Menschen namentlich erfasst sind.

Im Herbst 1963 stellte die Essener Gewerkschaftsjugend der IG Bergbau ein Mahnmal zur Erinnerung an den Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky (1889 – 1938) – einem der bekanntesten Häftlinge des KZ Esterwegen – auf.

Weiter im Gedenken

Lager II Aschendorfermoor

Die erste Gedenkstätte, die wir bei einem Radausflug besuchen gilt dem ehemaliger Kz-Lager Aschendorfermoor. Wo das einstige Lager stand sieht man heute nur landwirtschaftliche Nutzflächen. Eine Krigesgräberstätte erinnert an das Strafgefangenenlager, das ab April 1935 hier geschaffen wurde. Von Juli 1937 bis Mai 1940 wurden hier über 2.200 politische Gefangene der Emslandlager zusammengezogen.

Die Luftaufnahmen zeigen das damalige Lager und die heutige landwirtschaftliche Nutzung1.

Mein erster Eindruck war Enttäuschung, weil ein einzelner Stein an das Grauen des KZ erinnert. Dann fragte ich mich, welche Bedeutung wird der Birke in diesem Kreis gegeben. In einigen europäischen Gesellschaften steht die Birke für Neubeginn oder symbolisiert einen Übergang zum Beispiel den Übergang vom Nationalsozialismus in die demokratische Nachkriegsordnung von 1945?

Weitere Informationen zur Gedenkstätte Aschendorfermoor

Die Moorsoldaten

Wohin auch das Auge blicket, Moor und Heide nur ringsum. Vogelsang uns nicht erquicket, Eichen stehen kahl und krumm.  
Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor.  
Hier in dieser öden Heide ist das Lager aufgebaut,  wo wir fern von jeder Freude  hinter Stacheldraht verstaut.  
Wir sind die Moorsoldaten…

Wir haben das Lied vor 50 Jahren in der Gewerkschaftsjugend gelernt. In der ÖGJ hörte und las ich damals erstmals über den Nationalsozialismus, über das furchtbare Leid und den Widerstand.

Aufnahme aus der Gedenkstätte Esterwegen

Jetzt bekommt das Lied eine neue inhaltliche Dynamik für uns. Wir sind mit den Räder aus Papenburg zur Gedenkstätte hier in Börgermoor gefahren. Wir stehen vor dem „Moorsoldaten aus Holz“ und den Informationstafeln und versuchen das Bild auf uns wirken zu lassen. Die Situation ist eingebettet in das alltägliche Geschen einer Baustelle und der Einfahrt zu einem Betrieb, wo die Einfahrtstür elektrisch gesteuert wird. Der Blick des Moorsoldaten in die Ferne gerichtet wie die Weite des Moors, die stramme Haltung als Ausdruck der Unterordnung in ein sadistisches System der SS, der schmale Körper, gekennzeichnet von Hunger und Sklavenarbeit. Stramm stehend mit dem Spaten, seinem Instrument der Unterdrückung.

Bis Kriegsbeginn waren hier Menschen inhaftiert, die vom NS-Regime aus politischen, rassistischen, sozialen oder religiösen Gründen verfolgt wurden. Hinzu kam eine weitaus größere Gruppe von Gefangenen, die wegen krimineller Delikt verurteilt worden waren

Nach Kriegsbeginn verlegten die Justizbehörden zunehmend auch von Wehrmachtgerichten verurteilte, ehemalige Soldaten in das Lager. Im September 1944 richtete die Wehrmachtshaftanstalt Münster eine selbständige Außenstelle im Lager ein1.

Weitere Eindrücke vom Besuch der Gedenkstätte Börgermoor

Eine Nachbetrachtung zum Moormuseum Emsland

„Noch in den 1880er Jahren beschränkte sich die Nutzung der nordwestdeutschen Moore in der Hauptsache auf Schafweide, Torfgewinnung und Buchweizenanbau mittels Brennkultur. Die Torfgewinnung geschah zumeist für den eigenen Bedarf; für den Verkauf wurde nur in solchen Mooren Torf gewonnen, die nicht zu weit von Städten und Dörfern entfernt lagen.
Versuche, dem Torf ein größeres Absatzfeld zu schaffen, um ihn etwa für den Eisenbahnbetrieb oder für die Industrie zu verwerten, scheiterten aufgrund der Konkurrenz durch die Kohle.

Weite Teile des Emslandes waren ohne befestigte Straßen; im Winter waren die Sand- und Moorwege oft wochenlang unpassierbar. Die Bausubstanz vieler Häuser in den Mooren bestand aus wiederverwendeten Holzbalken alter Häuser und Lehm, das Dach aus bemoostem Stroh oder Erdplaggen.

Kleine Öffnungen in den Wänden dienten als Fenster. Diese häufig nicht einmal mit einem festen Boden ausgestatteten Behausungen dienten einer Vielzahl von zumeist kinderreichen Heuerlings-, Torfarbeiter- und Kleinbauernfamilien als Wohnstatt. Eine Untersuchung der Niedersächsischen Heimstätte vermerkt hierzu: „Sind doch heute noch, im Jahre 1929, die Bewohner ganz weiter Landstriche mit Dörfern und größeren Siedlungen auf dem Kulturniveau entlegener Polendörfer, und es ist nicht zu viel gesagt, wenn sie uns in ihrer Primitivität wie Hottentottengründungen anmuten.“

Dieser Text stammt von einer Informationstafel im Museum. Ich war schockiert und sehr verärgert. Schockiert über die Lebensbedingungen der Bevölkerung und verärgert über den letzten Satz auch wenn es Zitat der Niedersächsischen Heimstätte ist. Diese fremdenfeindlichen Bemerkungen sind abwertend rassistisch und diskriminierend gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen. Sie haben im Museum nichts verloren oder müssen im richtigen Kontext erklärt werden.

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