Rundgang – INS RAMPENLICHT

Persönlichkeiten, die den Beginn der zweiten Republik mitgestaltet haben.

Termin: Freitag 8. Mai 2026 um 14:00 Uhr
Treffpunkt: Gedenkstein für die Opfer des Faschismus am Morzinplatz
Anmeldung: Per Email – rote.spuren@chello. at

Es geht um eine Gruppe sozialdemokratischer Politiker:innen und Pionier:innen aus Österreich, und zwar Männer und Frauen, deren Arbeit und Einsatz als “wegweisend” für die Sozialdemokratie, für die Gewerkschaftsbewegung, für Menschenrechte für Gleichberechtigung und auch für den Frieden gelten.

Heinz Fischer als persönliche Erinnerungen in diesem Buch

Die beiden Autoren Wolfgang Greif und Alexander Neunherz präsentieren uns auf ausgewählten Plätzen Persönlichkeiten aus diesem Buch.
Wir haben spannende Plätze und spannende Personen ausgewählt, die uns überraschende Einsichten in die Entstehung der Zweiten Republik geben.

Organisatorische Angelegenheiten:
Die Teilnahme am Rundgang ist gratis.
Am besten erreicht man das Denkmal am Morzinplatz mit der U4 – Station Schwedenplatz.

100 Jahre Fackelzug

Ausstellung

Der Fackelzug am 30. April ist einmal jährlich die größte Kampagne und Demonstration die die SJ Wien organisiert und das nicht erst seit Kurzem, sondern seit mittlerweile 100 Jahren.

Doch wie hat der Fackelzug in den letzten hundert Jahren eigentlich ausgesehen? Im Rahmen einer Ausstellung versucht die SJ Wien von heute genau diese Frage zu beantworten.

Tauch ein in diese Geschichte – durch Videos, Installationen und interaktive Ausstellungsstücke.

100 Jahre feiert man nur einmal – lass dir diese einzigartige Möglichkeit nicht entgehen!

Donnerstag, 30. April 2026, 14:00 bis 20:00 Uhr im WUK, 1090 Wien, Währinger Straße 59

Starke Frauen beim Walk of FEM

Sterne für weibliche Stars

Wer kennt Käthe Diernesberger, Marie Donner, Camilla Estermann, Leopoldine Feichtinger, Ferdinanda Floßmann, Anna Gröblinger, Gisela Tschofenig-Taurer oder Cäcilie Zinner? Wer hat von ihnen schon etwas gehört, gelesen? Wer hat sich bisher an sie erinnert? Das frage ich mich bei den Namen, die in goldenen Sternen auf der Ernst-Koref-Promenade in Linz aufgetragen sind.

Sie alle waren starke Frauen. Egal ob Dienstmädchen, Arbeiterin, Wissenschafterin, Künstlerin, Politikerin, Betriebsrätin, Widerstandskämpferin, Sozialarbeiterin, Unternehmerin, Jüdin, Katholikin, – sie alle mussten sich durchsetzen, um ihre Position ringen, manche waren widerständig, verloren dabei sogar ihr Leben. Sie alle sind Vorreiterinnen für uns Frauen, sie hatten Kraft und Mut trotz vieler Widrigkeiten in ihrem Leben. Dies muss gewürdigt und es muss auch immer wieder daran erinnert werden. Und das wird es in Linz mit dem Walk of FEM, bestehend aus mittlerweile ca. 90 Sternen.

Doch wer waren sie? Hier drei Frauen, stellvertretend für die Vielen.

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Mahnmal für aktive Gewaltfreiheit in Linz

Aktive Gewaltfreiheit ist die innere Haltung gegenüber anderen Menschen. Aktive Gewaltfreiheit bedeutet

Achtung des Lebens aller Menschen
Anerkennung der Würde, Freiheit und Persönlichkeit jeder Person1

Am 2. Oktober 2017 wurde in der Friedensstadt Linz das europaweit erste „Mahnmal für aktive Gewaltfreiheit“ des Linzer Künstlers Karl-Heinz Klopf zwischen Nibelungenbrücke und Neuen Rathaus Linz der Öffentlichkeit feierlich übergeben.

Das Mahnmal für aktive Gewaltfreiheit besteht aus zwei unterschiedlich geformten Blöcken zum Sitzen. Diese stehen für Personen mit stark entgegengesetzten Meinungen und Lebensauffassungen, aber sie wenden sich einander zu: bereit zum wertschätzenden Dialog2.

Reiner Steinweg, ein angesehener Friedensforscher, der in Linz lebt, hat den Anstoß für dieses Denkmal gegeben. Der Linzer Künstler Karl-Heinz Klopf hat es gestaltet. Ein Element aktiver Gewaltfreiheit ist Gewaltfreie Kommunikation. Genau diese wird hier symbolisch dargestellt und gleichzeitig wird auch zu entsprechendem Handeln und Gespräch eingeladen. Eine zylindrische und eine kubische Sockel-Skulptur, also zwei verschiedene Formen, stehen einander gegenüber. Sie sind schräg geneigt, zeigen also ein aktives einander Zuwenden.
Zwei Gesprächspartner mit unterschiedlichen Standpunkten sitzen einander gegenüber, nehmen einander wahr und lassen sich auf ein wertschätzendes, zuhörendes, klärendes Gespräch auf gleicher Augenhöhe ein3.

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Stadtspaziergang Brigittenau

Die Brigittenau im Brennpunkt gesellschaftlicher Veränderungen

  • Datum: Samstag, den 21.03.2026, 14:00 – 16:00 Uhr
  • Treffpunkt: Höchstädtplatz, 1200 Wien – beim Mahnmal für die Opfer und Kämpfer gegen faschistische Gewaltherrschaft
  • Anmeldung: VHS-Brigittenau

Bei diesem Rundgang geht es um den Kampf der Brigittenauer Bevölkerung um Demokratie und ein gutes Leben. Die Arbeiter*innenbewegung konnte, nachdem sie 1848 von Fürst Windisch-Graetz und seinen Truppen blutig niedergeschlagen worden war, nach dem Ersten Weltkrieg mit neu errichteten Gemeindebauten und Gesundheitseinrichtungen neue Hoffnung geben. 
Wir erforschen gemeinsam die Geschichte unserer Großväter und Großmütter und deren Vorfahren sowie ihre Lebensumstände. In welchen Betrieben haben sie gearbeitet? Woher kamen sie? Wohin mussten sie vor dem Austrofaschismus und den Nazis fliehen? Wer wurde verfolgt und in die Todeslager abtransportiert? Wer leistete in der Brigittenau Widerstand und verteidigte die Demokratie? Wer opferte sein Leben im Widerstand gegen den Nationalsozialismus?
Mit den Spaziergängen sammeln wir Erfahrungen von über 120 Jahren Geschichte in der Brigittenau, um unseren Blick für die Gegenwart zu schärfen. Denn wer die Geschichte der Menschen kennt, kann bei der Gestaltung der Zukunft mitwirken.

Besuch und Einführung im ASKI – Archives for Contemporary Social History

Das Archiv für Zeitgeschichte der Sozialwissenschaften (ASKI) ist das führende griechische Archiv für die Geschichte politischer und sozialer Bewegungen. Es wurde 1992 als gemeinnützige Organisation gegründet und befindet sich im Zentrum von Athen. ASKI dient als Treffpunkt für wissenschaftliche Forschung und öffentliche Projekte, die sich mit der Geschichte der Linken, den transnationalen Verbindungen sozialer Bewegungen und dem Dialog zwischen historischer Erinnerung und aktueller Politik befassen1.

Manos Avgeridis und Ioanna Vogli – hier mit Milena und Sissi bei der Begrüßung und Einleitung im ASKI.

Wir durften die erste Zeitung der Arbeiterzentrale (Zusammenschluss örtlicher Arbeitervereine; sie übernahmen u.a. die Leitung bei Streiks) in Volos im ASKI fotografieren.

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Griechenlands höchstes Gericht bestätigt Urteil gegen Neonazi-Partei Chryssi Avgi

Der Prozess gegen Mitglieder der faschistischen Partei Chryssi Avgi hat mit einem Urteilsspruch am Mittwoch (4.3.) in zweiter Instanz ein Ende gefunden. Die Betreffenden wurden abermals als Mitglieder einer kriminellen Organisation verurteilt. Außerdem wurden sie als „Anhänger des nationalsozialistischen Deutschlands und Hitlers“ bezeichnet.1

Andreas, Mitglied der Studienreise nach Griechenland hat uns diesen Beitrag zukommen lassen. Herzlichen Dank dafür.

Die faschistische Partei Chryssi Avgi ist eine „kriminelle Organisation mit klarer Struktur, Hierarchie und operativer Geschlossenheit“. Zu dieser Auffassung kam am Mittwoch (4.3.) ein Berufungsgericht in Athen mit seinem abschließenden Urteil. Zusätzlich hieß es, dass es sich um eine Partei mit extremistischer Rhetorik handle. Den Führungskern der Organisation bildeten demnach sieben Personen: Nikos Michaloliakos, Ilias Kassidiaris, Ioannis Lagos, Christos Pappas, Ilias Panagiotaros, Jorgos Germenis und Artemis Matthäopoulos. Insgesamt wurden 40 Personen für schuldig befunden, Mitglieder dieser kriminellen Organisation gewesen zu sein; darunter elf ehemalige Parlamentarier. Die Chryssi Avgi war von 2012 bis 2019 im griechischen Parlament vertreten und agierte dort zum Teil als drittstärkste Kraft. Mehr dazu im Artikel….

In Athen gibt es diesbezüglich einiges aufzuarbeiten bzw. in den richtigen Kontext zu setzen. Das Eingangstor zum Numesmatikmuseum ist massenweise mit schmiedenern Hakenkreuzen verziert.

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Während die Welt brennt, kann man nicht dasitzen und seinen Nabel betrachten

Die atemberaubende Biografie von Marie Langer reflektiert die globalen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts.

Fesselnd und anhand zahlreicher Anekdoten plaudert Marie Langer in ihren „Erinnerungen” über ihre Kindheit und Jugend in Wien, ihre Familie, ihren Werdegang als Ärztin und Analytikerin, das politische Engagement nicht nur im Spanischen Bürgerkrieg und ihr Ankommen in Lateinamerika.

Ulrike Schmitzer hat die Erinnerungen von Marie Langer jetzt herausgegeben. Neben Ulrike Schmitzer ist auch Irene Filip auf dem Podium, die Betreuerin des Spanienarchivs des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes. Es moderiert Matti Bunzl.

ANMELDUNG

Marie Langer (1910 in Wien–1987 in Buenos Aires) war eine österreichische Ärztin und Psychoanalytikerin. 1933 wurde sie Mitglied der bald darauf verbotenen Kommunistischen Partei Österreichs, 1935 schloss sie ihr Medizinstudium ab und arbeitete in der Frauenabteilung einer psychiatrischen Klinik. 1936 engagierte sie sich mit ihrem späteren Ehemann Max Langer im Spanischen Bürgerkrieg (Sanitätsdienst der Internationalen Brigaden), 1939 heirateten sie und gingen nach Uruguay, 1942 nach Argentinien. Dort arbeitete Marie Langer als Psychoanalytikerin und engagierte sich weiterhin politisch. 1974 musste sie Argentinien verlassen, weil ihr Name auf den Todeslisten der Alianza Anticomunista Argentinia stand. Zunächst ging sie nach Mexiko, später nach Nicaragua, wo sie weiterhin als Analytikerin tätig war.

Erscheinungstermin: 9. März 2026
ISBN: 978-3990651490