Die Symphonie “Zum ersten Mai” ist 1929 entstanden.
Sinfonie Nr.3 in Es-dur „Zum 1. Mai” op.20; Bernard Haitink – Londoner Philharmonieorchester
Die Symphonie “Zum ersten Mai” ist 1929 entstanden.
Im Juni 1889 wurde die von Victor Adler herausgegebene Zeitung “Gleichheit” von Wiener Polizeidirektion verboten. Adler und der verantwortliche Redakteur Ludwig A. Bretschneider wurden wegen eines Artikels über das Vorgehen der Polizei und des Militärs beim Wiener “Tramwaystreik” angeklagt. Üblicherweise wurde in ähnlichen Fällen das Druckwerk eingestellt. Diesmal hatte es der Polizeiapparat mittels Ausnahmegericht auf Victor Adler abgesehen, um eine wichtige Person der ArbeiterInnenbewegung wegzusperren.
Endlich sind des Winters Klagen
Wieder in den Bann gethan
Und auf seinem Sonnenwagen
Stürmt der junge Lenz heran.
Aus des Hauses dumpfen Gängen
Lockt er uns zum grünen Hag,
Wo wir unter Laubgehängen
Und in Jubelchorgesängen
Feiern uns’ren Maientag! –
Was in eis’ger Nächte Grauen
Manches Kämpfers Muth bedrückt,
Es zerfließt in Frühlingsthauen,
Daß die Menschenbrust entzückt.
Lichtentflammt ist unser Denken.
Frei ist uns’rer Herzen Schlag.
Laßt uns uns’re Fahnen schwenken
Und den Sinn zur Freude lenken
An der Arbeit Maientag! –
WeiterlesenDie Arbeiter und der 1. Mai
Der Zweck des Festes, welches die Arbeiter Österreichs beschlossen haben, am 1. Mai zu begehen, ist heute schon erreicht, weit über alle Erwartungen erreicht! Der letzte Proletarier in der letzten Hütte des weltvergessenes Thales, der hoffnungslos dahinvegtierende Industriesklave in den Städten, sie alle haben das Haupt in freudigen Stauen erhoben, horchen auf und das tödliche Einerlei ihrer Überarbeit, ihres Elends tönt der Ruf: Der gesetzliche Achtstundentag!
Edeltrud Becher hatte zunächst über längere Zeit versucht, den Arbeitsdienst für Frauen zu umgehen, meldete sich schließlich jedoch bei der Elektrofirma Pervesler in der Kirchengasse im 7. Gemeindebezirk Neubau, die für die Rüstungsindustrie arbeitete und Scheinwerfer für Panzer herstellte. Durch Sabotage konnte Posiles die Produktion in der Firma gelegentlich verzögern. Edeltrud Becher verfasste und stellte Flugblätter gegen die Nationalsozialisten her.
Sie, Charlotte Becher und die drei Brüder Posiles schrieben Spottsprüche und Parolen, die sie mit gummierten Streifen an Scheiben, Hydranten und sonstige öffentliche Einrichtungen an stark besuchten Orten klebten. Außerdem betrieben sie weitere Sabotage-Aktionen, u. a. durch das Auslegen von Reißnägeln auf kriegswichtigen Straßen und das Kappen von Telefonleitungen der Wehrmacht in Baden bei Wien.
WeiterlesenJosef Franz Georg Scheu wurde am 15. September 1841 in Wien geboren und verstarb am 12. Oktober 1904 ebenfalls in Wien.
1878 gründete Josef Scheu den Arbeiter-Sängerbund Wien und wurde zugleich dessen Leiter. 1890 war er Mitbegründer und Chorleiter der „Freien Typographie“. Da er auch Frauen die Mitwirkung ermöglichte, schuf er damit den ersten gemischten Arbeiterchor.
Er mit der 1872 erfolgten Gründung des „Wiener Musikerbunds“, der ersten Interessenvertretung für Musiker, lohn- und arbeitsrechtliche Verbesserungen durch. Allerdings wurde er dafür und wegen seiner übrigen gewerkschaftlichen und politischen Tätigkeiten vom Burgtheater 1881 zwangspensioniert und von der Polizei verhaftet. Der Musikerbund war bereits 1873 behördlich aufgelöst worden.
WeiterlesenSpecial Screening zum Weltfrauentag am 8. März
Veranstalter:
Gartenbaukino & Filmdelights
Special Screening
Nach dem Film führt Journalistin Anneliese Rohrer ein Gespräch mit Regisseurin Sabine Derflinger.
Termine:
So, 08. Mär. 2020 um 17:00 Uhr
Ein Film von Sabine Derflinger
A 2019, 104 min
Wir vom Verein Rote Spuren haben für unsere Mitglieder Karten für den Film und die anschließende Diskussion erworben. Uns stehen insgesamt 7 (sieben) Karten zur Verfügung. Jene Mitglieder, die für diese Filmvorstellung im Gartenbaukino eine Karte wollen, ersuchen wir uns unter rote.spuren@chello.at zu kontaktieren.
Wir treffen uns 20 Minuten vor Beginn um 16 Uhr 40 vor dem Eingang des Gartenbaukino – Parkring 12, 1010 Wien.
Eine weitere wichtige Periode für die Stadt Chania war die Invasion und Besetzung durch deutsche Truppen während des Zweiten Weltkriegs. Die britische Truppe, mit der die deutschen Fallschirmjäger während der Schlacht von Kreta 1941 konfrontiert waren, verfügte über Artillerie über dem Hügel von Dexameni im Süden der Stadt. Sie bombardierten die deutschen Streitkräfte auf dem Flugplatz Maleme unentdeckt, bis ihnen die Munition ausging. Ein Teil der Stadt wurde bombardiert und ein erheblicher Teil der Bevölkerung des Gebiets wurde aufgrund der Teilnahme am Widerstand gegen die deutsche Herrschaft hingerichtet oder inhaftiert. Die jüdische Gemeinde von Chania wurde auch während der deutschen Besetzung beseitigt. Die meisten von ihnen wurden 1944 von den nationalsozialistischen Besatzern von der Insel transportiert. Tragischer weise versenkte ein britischer Torpedo das Schiff „Tanais“ mit den meisten jüdischen Gefangenen.
Wir erreichten Anogia, dass größte Bergdorf Kretas mit ca. 2400 Einwohnern. Es liegt mit Unter- und Oberdorf zwischen 750 und 800 Meter Höhe auf einem Bergkamm am nördlichen Fuße des Ida-Gebirgsmassivs. Hier muss es in den letzten Tagen kräftig geschneit haben, denn die Schneeräumung war voll im Gange. In einem kleinen Supermarkt bekommen wir von der Besitzerin den Tipp zum Standort der Gedenkstätte.