Wir machten einen Rundgang mit den Mitgliedern des Verein “Viva Frauen 50plus”. In der Praterstrasse 8 war Treffpunkt. Von den Roten Spuren waren Brigitte, Ingrid, Eva und Werner für den Stadt-Spaziergang veranwortlich. Herzlichen Dank an Peter, der mit der Rote Spuren – Beach Flag den Treffpunkt weithin sichtbar machte.
16 Frauen begrüssten wir beim Rundgang
Nach dem Start schilderte eine Teilnehmerin beim Haus Praterstrasse 11 einen Auszug ihrer Familiengeschichte. Das traurige Schicksal von Max und Susanne Bergmann.
Weshalb Nestroy bei uns im Rundgang so prominent vertreten ist?
Sonntag, 10. Mai 2026 Treffpunkt am Westbahnhof: 6:45 Uhr hinter der Parkgarage (Vom Bahnhof – Ausgang zu den Gleisen) – Abfahrt pünktlich um 7:00 Uhr
Bereits seit 1946 findet eine Zeremonie zur Wiederkehr der Befreiung des KZ Mauthausen statt. widmet sich heuer dem Thema “Täterinnen und Täter”. Vor der internationalen Befreiungsfeier um 11 Uhr findet um 10 Uhr wieder unsere sozialdemokratische Gedenkfeier bei den Gedenktafeln für den ermordeten Schutzbundkämpfer Richard Bernaschek statt.
Wir freuen uns heuer Frau Korinna Schumann, BM Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, als Hauptrednerin begrüßen zu dürfen. Anschließend nehmen wir an der Hauptfeier am ehemaligen Appellplatz teil.
Anmeldung noch bis 7.Mai 2026 möglich per Mail kaempfer@spoe.at Telefon+43(0)1 53427/277
Organisatorisches: Nach der Feier treten wir die Heimreise nach Wien. Reservierungen waren nicht möglich, weil am Muttertag es keine freien Plätze gab. Daher bitte ich euch das bei eurer Planung des Tages zu berücksichtigen und euch mit Proviant zu versorgen oder die in der Gedenkstätte befindliche Kantine aufzusuchen. WICHTIG: Bitte in den Tagen davor die Wettervorhersage verfolgen und sich dementsprechend vorbereiten (Schirm, Regenjacken, Getränke, Sonnenschutz usw.)
Die Teilnahme ist kostenlos, bitte beachtet, dass es sich um keine Führung durch die KZ-Gedenkstätte handelt, sondern um den Festakt zur Befreiung des KZ-Mauthausens.
Persönlichkeiten, die den Beginn der zweiten Republik mitgestaltet haben.
Termin: Freitag 8. Mai 2026 um 14:00 Uhr Treffpunkt: Gedenkstein für die Opfer des Faschismus am Morzinplatz Anmeldung: Per Email – rote.spuren@chello. at
Es geht um eine Gruppe sozialdemokratischer Politiker:innen und Pionier:innen aus Österreich, und zwar Männer und Frauen, deren Arbeit und Einsatz als “wegweisend” für die Sozialdemokratie, für die Gewerkschaftsbewegung, für Menschenrechte für Gleichberechtigung und auch für den Frieden gelten.
Heinz Fischer als persönliche Erinnerungen in diesem Buch
Die beiden Autoren Wolfgang Greif und Alexander Neunherz präsentieren uns auf ausgewählten Plätzen Persönlichkeiten aus diesem Buch. Wir haben spannende Plätze und spannende Personen ausgewählt, die uns überraschende Einsichten in die Entstehung der Zweiten Republik geben.
Organisatorische Angelegenheiten: Die Teilnahme am Rundgang ist gratis. Am besten erreicht man das Denkmal am Morzinplatz mit der U4 – Station Schwedenplatz.
Wir starten am Mahnmal: “Niemals Vergessen für die Opfer der Gestapo” am Morzinplatz
Im DÖW, dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstand in der Wipplingerstrasse 6 – 8, 1010 Wien, befindet sich die 2. Station.
Die 3. Station befindet sich beim ehemaligen NÖ Landhaus in der Herrengasse 13.
Bei der Fassade der SPÖ-Bundesparteizentrale in der Löwelstraße ist die 4. Station.
In der Ebendorferstraße beim Haus der ehemaligen AK-Zentrale und Gewerkschaftshaus in der Ersten Republik beenden wir den Rundgang.
Termin: 25.04.2026, 14:00 – 16:00 Uhr Treffpunkt: Eingang zur Nationalbibliothek am Heldenplatz Anmeldung: VHS-Brigittenau
Die Demokratie, wie wir sie heute kennen, musste über Jahrhunderte erkämpft, erstritten und mit viel Einsatz der Arbeiter*innenbewegung errichtet werden. Wer waren die Baumeister*innen unserer heutigen Freiheit? Wer wurde für Kritik, Widerstand und politische Aufklärung gefoltert, eingesperrt und getötet? Bei diesem Spaziergang erinnern wir an Widerstand, Aufstände und Revolutionen der Arbeiter*innen im Kampf gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Kapitalismus.
Bei unserem Spaziergang „Die Leopoldstadt – rund um die Jägerzeile, den wir in Kooperation mit der VHS-Brigittenau durchführen, konnten wir mehr als 10 Teilnehmer:innen begrüssen.
Bei unseren Berichten über unsere Spaziergänge versuchen wir neue historischen Einblicke, die wir dabei entdeckt haben, als Zusatzinformation zur Broschüre zu dokumentieren.
Diese „Stolpersteine* liegen in der Praterstrasse am Gehsteig rechts vom Nestroydenkmal mit Blickrichtung zum Zentrum.
Am 10. Oktober 2021 wurde im Gehsteig vor dem Haus Praterstraße 17 ein Stein der Erinnerung eröffnet. Er erinnert an 117 jüdische BewohnerInnen, darunter Johanna Hofmann, Ciwye Hoffmann und Bernhard Hofmann. Johanna Hofmann wurde am 27. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 26. September 1942 ermordet. Ciwye Hoffmann wurde am 19. Feber 1941 nach Kielce deportiert und im Holocaust ermordet. Bernhard Hofmann wurde am 19. Feber 1941 nach Kielce deportiert und im Holocaust ermordet1.
Die International Ladies‘ Garment Workers Union (ILGWU) wird am 3. Juni 1900 in New York gegründet. Sie vertritt Arbeiter:innen der Textilindustrie, die Damenbekleidung herstellen. Anfangs hat die ILGWU etwa 2.000 Mitglieder, überwiegend jüdische Einwander:innen aus Osteuropa.
Nach der starken Streikbewegung von 1909/10 wächst die Mitgliederzahl auf über 84.0001.
ILGWU members at March on Washington for Jobs and Freedom, female marchers, August 28, 19632
Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven stellt immer ein Objekt des Monats vor. Es handelt sich um Fotografien, Dokumente oder persönliche Erinnerungsstücke der Auswanderungs- und Einwanderungsgeschichte.
Ein ILGWU-Label im rekonstruierten New Yorker Sweatshop im Deutschen Auswandererhaus zeigt einen wichtigen Abschnitt der Geschichte des Arbeitskampfes.
Brigitte und ich besuchten während unserer Ostertour die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslager in Gusen. Vorher besuchten wir im November 2025 eine Informationsveranstaltung im Roma-Dokumentionszentrum, wo der Historiker Mag. Robert Vorberg die Erweiterungspläne zur Neugestaltung der Gedenkstätte vorstellte.
Die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Gusen war in Österreich über Jahrzehnte weitgehend unbekannt. Das KZ Gusen in Oberösterreich war ein wesentlicher Teil des KZ-Lagersystems Mauthausen. Nach 1945 wurde das Areal des Lagers Gusen mit Wohnhäusern überbaut und von Gewerbe- und Industriebetrieben genutzt. Nur um den Krematorium-Ofen entstand eine von ehemaligen Häftlingen initiierte internationale Gedenkstätte.
Wir tauchen ein in die Entstehungsgeschichte der Leopoldstadt und begeben uns auf die Spurensuche der jüdischen Geschichte. In der Jägerzeile starben 1848 fast 5000 Menschen, die erste demokratischen Menschenrechte verteidigten. Die Jägerzeile als Brennpunkt von Kunst und Kultur, die die herrschaftlichen Normen herausforderte. Die Weltausstellung 1873 machte Wien zu einem Zentrum des europäischen Frauenhandels. Wie geht es den Sexarbeiter:innen heute? Der enorme Bevölkerungszuwachs am beginnenden 20. Jhdt. bedeutet eine enorme Wohnungsnot. Was waren die Antworten des Roten Wien?
Ein Stadtspaziergang der VHS-Brigittenau in Kooperation mit den Roten Spuren Termin: 11.04.2026, 14:00 – 16:00 Uhr Treffpunkt: Ehemaliges Wohnhaus von Karl Renner, Praterstraße 8, 1020 Wien Anmeldung: VHS-Brigittenau
Die Erinnerungszeichen sind permanente, von der Linzer Stadtverwaltung errichtete Stelen, die ein personalisiertes Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus im Stadtraum ermöglichen — insbesondere als Erinnerung an verfolgte, vertriebene und ermordete Linzer Jüd:innen.
Quelle: https://linzerinnert.at/
Im Dezember 2022 haben wir in einem Blogartikel erstmals an großteils jüdischen Opfer der Verfolgung erinnert – Erinnerungsstelen für die jüdischen Opfer in Linz. Heute nutzen wir einen Rundgang im Rahmen eines Adventure Lab, um uns mit den Stelen und den darauf genannten Opfern auseinander zu setzen.
Hier auf der Stele im Schillerparkwird Johanna Richter genannt. Johanna Richter kam 1878 als Johanna Fischer und Tochter des Bernhard Fischer und der Julie, geborene Herman, in Chiesch (Chyse, ČR) zur Welt. 1907 erfolgte die Übersiedlung der Familie nach Linz. Sie bezog ihre Wohnung an der Landstraße 71. Im selben Haus richtete Julius Richter seine Arztpraxis ein. Das Ehepaar war in mehrere Linzer Vereine, nichtjüdische wie jüdische, eingegliedert. Ihr älterer Sohn Hans folgte seinem Vater im Arztberuf nach. Er war Sozialdemokrat und unter den Linzer Arbeiterinnen und Arbeitern als moderner und uneigennütziger Arzt sehr gefragt. Ab 1934 gelang es den Protagonisten des austrofaschistischen Regimes den jüdischen Arzt sukzessive an seiner Arbeit zu hindern. Diese schleichende Verfolgung mündete schließlich in einer Anklage, in einem Schauprozess und einem Dr. Hans Richters weitere Arbeit zunichte machenden Urteil. In dem ganzen Vorgehen wird der dem christlich-deutschen Ständestaat innewohnende und von Bischof Gföllner noch geförderte Antisemitismus deutlich. Dem Sohn gelang eine Flucht nach Argentinien. In letzter Minute konnte er auch seine betagte Mutter zu sich holen. Johanna Richter starb 1955 und wurde in Buenos Aires begraben.
Am OK-Platz in Linz treffen wir gute Freun d:innen. Den Treffpunkt haben wir wegen eines interessanten Mahnmals ausgewählt.
Es ist nie zu spät, Frauen, die unter höchstem Risiko Widerstand leisteten, ein Denkmal zu setzen. Sie sind Vorbilder für Demokratie – die Brücke zur Gegenwart.
Martina Gugglberger, Historikerin
Jeden Samstag um 5 vor 12 Uhr würdigt die Audio-Skulptur am OK Platz mit einem lauten Aufschrei eine Frau, indem ihr Name, sowie der Ort und die Art ihrer Widerstandshandlung genannt werden. Mit diesem einzigartigen Projekt entsteht inmitten der Landeshauptstadt ein Ort, der auf die von der Gesellschaft bisher kaum beachtete Rolle von Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime aufmerksam macht. Wir treten durch die Ringe wird durch einen Bewegungssensor eine Tonspur ausgelöst und wir erfahren mehr über die mutigen Taten der bisher wenig bekannten Heldinnen.