E6 am Polarkreis – Denkmal für Jugoslawische Kriegsgefangene

Am PolarkreisAuf dem Saltfjell, wo die Straße E6 den Polarkreis kreuzt, befindet sich ein Denkmal zu Ehren jugoslawischer Kriegsgefangener. Sie wurden von den Nazis zum Straßen- und Eisenbahnbau unter unmenschlichen Bedingungen gezwungen.

In der näheren Umgeb8ung im Saltdal gab es 18 Lager für Gefangene aus verschiedensten Ländern. Insgesamt sind hier in der Nähe 1627 jugoslawische Kriegsgefangene begraben. Entlang der E6 findet man Gedenkstätten, die an diese Verbrechen erinnern. Die NorwegerInnen sagen: “Unter jedem Meter dieser Straße liege eine Leiche.”

Im März 1942 fasste das Oberkommando der Wehrmacht den  Beschluss, gefangene jugoslawische Partisanen nach Norwegen zu bringen. Insgesamt wurden 4268 nach Norwegen deportiert, davon 65% Partisanen und Angehörige des illegalen Widerstandes. In Norwegen wurden die Jugoslawen in speziellen Lagewrn in Nordnorwegen untergebracht und zur Zwangsarbeit eingesetzt. Einige dieser Lager – z.B. Botn und Korgen unterstanden zunächst (bis April 1943) der SS. Im April 1943 übernham die Wehrmacht die Lager und die Inhaftierten erhielten formal den Status von Kriegsgefangenen. An den realen Lebensbedingungen  änderte sich dadurch nichts.(1)

Quellenangaben

(1) Geraubte Leben – Zwangsarbeiter berichten, Herausgegegeben von der Stiftung “Erinnerung-Verantwortung und Zukunft”, bearbeitet von Kathrin Janka, Böhlau 2008,
ISBN 978-3-412-20092-3

Stolpersteine

Denning - blog

Stolpersteine nennt sich ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit Gedenktafeln will er an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.Demnigs Intention ist unter anderem, den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein. Mit der Markierung der „Tatorte von Deportationen“, die häufig mitten in dichtbesiedelten Bereichen liegen, wird gleichzeitig die von einigen Zeitzeugen vorgebrachte Schutzbehauptung, nichts von den Deportationen bemerkt zu haben, in Frage gestellt.(1)

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Wiener Gedenkmarsch am Zentralfriedhof

Traditionell findet am 1. November der Gedenkmarsch des Bundes Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen statt. Auch heuer schlossen sich wieder die Wiener SPÖ, die Wiener SPÖ-Bildung und die Sozialistische Jugend an. In ihrer Zeitschrift heisst es

Einen weiteren Höhepunkt bildete die Rede des ehemaligen State Senators und Abgeordneten des Staates New York Franz Sigmund Leichter bei der Kranzniederlegung der Wiener SPÖ-Bildung im Urnenhain am Grab von Käthe Leichter. Der in den USA lebende Franz Leichter wurde am 19. August 1930 als zweiter Sohn Käthe Leichters geboren. Bei seiner Flucht vor den Nazis immigrierte er 1940 in die USA.

Der ganz Artikel zum Downloaden: Wiener Gedenkmarsch am Zentralfriedhof

Friedrich Adler – Ausstellung in der AK-Bibliothek

Fotozusammenfassung FacebookPHYSIKER, POLITIKER, ATTENTÄTER, MITBEGRÜNDER DER AK BIBLIOTHEK – FRIEDRICH ADLER ZUM 55. TODESTAG

Friedrich Adler, in Wien am 9. Juli 1879 geboren als Sohn von Emma und Victor Adler, dem Gründer der österreichischen Sozialdemokratischen Partei, schien zunächst eine glänzende Karriere als Physiker bevorzustehen. 1909 zog er jedoch seine aussichtsreiche Bewerbung für eine Professur an der Universität Zürich zu Gunsten seines Freundes Albert Einstein zurück, um sich von nun an ganz der politischen Arbeit zu widmen…

Ausstellung in der AK Bibliothek

Gruppe 40 – KZ Hinterbrühl

Hadersdorf - BlogAm 4. August 1943 wurde in der Hinterbrühl ein Außenlager des KZ Mauthausen errichtet, in dem politische Gefangene aus ganz Europa im unterirdischen Heinkelwerk in der Seegrotte Kriegsflugzeuge für die deutsche Wehrmacht in Zwangsarbeit fertigen mussten. In den letzten Kriegstagen 1945 löste die NS-Führung das Außenlager auf und befahl den rund 1800 KZ-Häftlingen den 200 km langen Rückmarsch in das KZ-Mauthausen, den fast niemand von ihnen überlebte. 51 Häftlinge wurden bereits vor dem Abmarsch mit Benzininjektionen getötet bzw. von SS-Angehörigen erwürgt.(1)

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Frauen von Ravensbrück

Das Denkmal am Museumplein in Amsterdam

Das Konzentrationslager Ravensbrück (auch KZ- oder KL-Ravensbrück) war das größte deutsche Konzentrationslager der Schutzstaffel (SS) für weibliche Häftlinge im Deutschen Reich. Es bestand von 1938/1939 bis April 1945 in der Gemeinde Ravensbrück im brandenburgischen Landkreis Templin.

 

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