Gerl – Hof in der Brigittenau

Josef Gerl (geb. 13.2.1912) war Mitglied der sozialistischen Arbeiterjugend. Während der Februarkämpfe im Februar 1934 schloß er sich den Revolutionären Sozialisten zur Verteidigung der Demokratie an. Josef Gerl und Rudolf Anzböck unternahmen am 20. Juli 1934 einen Sprengstoffanschlag auf eine Signalanlage der Donauuferbahn nahe der Hellwagstrasse. Dabei wurde das Betonfundament der Anlage zerrissen, die Signalanlage selbst nur leicht beschädigt, der Gleisbereich blieb unbeschädigt. Im Zuge seiner Verhaftung schoß Gerl auf den Polizisten Ferdinand

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PRO-GE Wien – Rundfahrt mit der Bim

ArbeiterInnengeschichte aus einer anderen Perspektive

Mehr als 30 BR-Innen und Mitglieder starteten am Samstag Nachmittag mit einer „Oldtimer-Bim“ in der Schlachthausgasse zur Rundfahrt. Über den Landstrasser Gürtel, die Prinz-Eugen-Strasse erreichten wir den Ring. Viele Straßennamen erinnern an Menschen, die Großartiges für die ArbeiterInnenbewegung geleistet haben – ob als Arzt/Ärztin, WiderstandskämpferIn, KünstlerIn oder FunktionärIn. Wir passieren Orte, Denkmäler und Gedenkstätten, die schmerzhafte Erinnerungen wecken und Orte sozialer und demokratischer Errungenschaften.

Hier eine ehemalige geheime Wohnung, wo sich GewerkschafterInnen trafen, um Österreichs Demokratie vor den Austrofaschisten oder Nazis zu retten, hier die Arbeiterkammer oder das Bildungszentrum für BetriebsrätInnen, dort das Denkmal zur Republiksgründung oder hier eine Ausstellung, die an die sozialen Errungenschaften in Wien erinnern, die bis heute wirksam sind. Immer wieder passieren wir auch Gedenkstätten, die uns gerade am heutigen Tag (9. November) an die Pogrome an der jüdischen Bevölkerung erinnern. Stille und Trauer umgibt uns in diesen Augenblicken.

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