Gedenkfahrt zur Befreiungsfeier nach Mauthausen

Termin: Sonntag 11. Mail 2025
Abfahrt pünktlich um 7:00 Uhr
Der Bus des Landesverbandes Wien fährt heuer wieder vom Westbahnhof ab.
Treffpunkt: 6:45 Uhr hinter der Park & Ride Anlage (Vom Bahnhof Ausgang zu den Gleisen)
Anmeldung ist ab sofort per Mail möglich: kaempfer@spoe.at – Telefon+43(0)1 53427/277

Bereits seit 1946 findet eine Zeremonie zur Wiederkehr der Befreiung des KZ Mauthausen statt. Heuer widmet sie sich dem Thema „Recht und Gerechtigkeit im Nationalsozialismus“.

Vor der internationalen Befreiungsfeier um 11 Uhr findet um 10 Uhr wieder unsere sozialdemokratische Gedenkfeier bei den Gedenktafeln für den ermordeten Schutzbundkämpfer Richard Bernaschek statt.

Wir freuen uns heuer Frau Eva-Maria Holzleitner, BM für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Bundesvorsitzende der SPÖ Frauen und stellvertretende SPÖ-Bundesparteivorsitzende als Hauptrednerin begrüßen zu dürfen. Anschließend nehmen wir an der Hauptfeier am ehemaligen Appellplatz teil.

Organisatorisches:

  • Die Teilnahme ist kostenlos.
  • Bitte beachtet, dass es sich um keine Führung durch die KZ-Gedenkstätte handelt, sondern um den Festakt zur Befreiung des KZ-Mauthausens.
  • Bitte in den Tagen davor die Wettervorhersage verfolgen und sich dementsprechend vorbereiten (Schirm, Regenjacken, Getränke, Sonnenschutz usw.)
  • Die Rückkehr in Wien ist zwischen 17:00 und 18:00 Uhr geplant.

„Der Steinhof im Nationalsozialismus“

Im Mai startet auch der Beitrag des DÖW zum Jubiläumsjahr, die Reihe „Immer Wider Stand“, die zugleich in die Vergangenheit und die Zukunft schaut.

Magdalena Bauer macht bei dem monatlich stattfindenden Rundgang auf die Geschichte des Otto-Wagner-Areals aufmerksam. Dort befand sich die Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“, die in der Zeit des Nationalsozialismus zum Wiener Zentrum der nationalsozialistischen Tötungsmedizin wurde und in der mindestens 7.500 Patient*innen ums Leben kamen. Unter den Todesopfern befanden sich 800 Kinder, die in der Kinderfachabteilung „Am Spiegelgrund“ ermordet wurden. Seit über 20 Jahren erinnern eine Ausstellung des DÖW in Pavillon V und ein Mahnmal vor dem Jugendstiltheater an die Geschehnisse. 

Rundgang am 10. Mai 2025  um 12.00 Uhr 
am Otto-Wagner-Areal (OWA), Treffpunkt: Pavillon V (Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien)
Kostenlose Teilnahme, Voranmeldung per E-Mail nötig – magdalena.bauer@doew.at

Die Kinder der Schweigenden

Die Großeltern des Filmemachers, Emanuel und Cäcilie Weiss, wurden am 19. November 1943 in Auschwitz ermordet. Zu Erinnerung an ihre ermordeten Eltern hat die Tante des Filmmachers die Köpfe ihrer Eltern modelliert. 

Fred Turnheim und sein Team, unseren Mitgliedern und Besucher:innen von der Veranstaltung “Die Kinder der Kämpfer” anläßlich des 12. Februar 1934 in der FAKTory bestens bekannt, widmet sich im zweiten Teil der Trilogie dem Erinnern und Schweigen der Überlebenden der Konzentrationslager.
Was bedeutet erinnern, wenn diejenigen, die vom unvorstellbaren Schrecken der NS-Konzentrations- und Vernichtungslager erzählen können, bald nicht mehr da sein werden? Wenn diejenigen, die die Entmenschlichung selbst er- und überlebt haben, das Geschehene nicht mehr bezeugen können?

In DIE KINDER DER SCHWEIGENDEN sprechen Überlebende sowie ihre Kinder und Enkelkinder über das Unfassbare und darüber, wie es (bis heute) nachwirkt – auch auf die Nachgeborenen. Wissenschaftler:innen ordnen das Erzählte ein. 

Das Fest der Freude

Das Fest der Freude 2025 findet am 8. Mai 2025 um 19:30 Uhr am Wiener Heldenplatz statt.

Am 8. Mai 2025 jähren sich die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und das offizielle Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 80. Mal. An diesem Tag veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) im Gedenken an die Opfer und in Freude über die Befreiung von der NS-Terrorherrschaft bereits zum dreizehnten Mal das Fest der Freude am Wiener Heldenplatz.

Paul Lendvai wurde am 24. August 1929 in Budapest geboren. Als Sohn jüdischer Eltern überlebte der damals 15-Jährige 1944 durch die Hilfe eines Schweizer Schutzpasses die Verfolgungen durch die Nationalsozialisten in Ungarn und den Todesmarsch nach Österreich. Die traumatischen Erfahrungen seiner Jugend und seine Beobachtungen des politischen Wandels prägten ihn nachhaltig.

Sag mir, wo die Blumen sind… 80 Jahre nach dem Krieg

Fotografien von Roger Cremers
Jüdisches Museum am Judenplatz – 08.05.2025 bis 18.01.2026

Anlässlich 80 Jahre Kriegsende (1945-2025) zeigt das Jüdische Museum Wien eine Fotoausstellung, die sich mit den Nachwirkungen und der Gegenwart der Schoa und des Zweiten Weltkriegs befasst. Mit der Serie „World War Two Today“ dokumentiert der niederländische Fotograf Roger Cremers (geb. 1972) historisch

kontaminierte Landschaften, ehemalige Kriegsschauplätze und Gedenkstätten in Europa, und nähert sich dabei der Frage an, wie Nachkriegsgesellschaften mit dem Erbe der großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts umgehen.
Cremers hält offizielle Gedenkfeiern genauso wie Reenactments oder Gedenkstätten-Besuche fest. Dabei wird er zum Chronisten des Erinnerns, Verdrängens und Vergessens des Zweiten Weltkriegs in vielen Teilen Europas, der Ukraine und Russlands. „World War Two Today“ legt nahe, dass die Schoa und der Zweite Weltkrieg auch 80 Jahre nach ihrem Ende tiefe Spuren in Landschaft und Menschen hinterlassen haben.

Jüdisches Museum

Wiener Arbeitsfilmfestival vom 19. bis 23. Mai

Im Film spielt Arbeit jedoch meist eine Nebenrolle. Beim ersten Wiener Arbeitsfilm-festival zeigen wir eine Arbeitswoche lang Filme, die sich künstlerisch und gesellschaftskritisch mit Arbeitswelt und Bildung auseinander-setzen. 

Die Eröffnung mit einem abwechslungsreichen Kurzfilmprogramm findet am Montag, 19. Mai 2025 um 19.30 Uhr statt. Freier Eintritt – Anmeldung

 In „Arbeiter verlassen die Fabrik“ (1995) nimmt er 100 Jahre nach der Geburtsstunde des Kinos den Topos der Brüder Lumière auf und montiert Aufnahmen von Arbeitern, die Werkstore verlassen (oder davor demonstrieren), zu einem kurzweiligen Essayfilm. Aus dem Off reflektiert er über Macht und Überwachung, das Fabriktor vs. das Gefängnistor.
Di, 20. Mai 2025, 16:30: Tickets

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Erinnern für die Zukunft: Das Massaker im Zuchthaus Stein/Donau 1945

Online-Vortrag

Dienstag, 8. April 2025, 19:00-20:00 Uhr
Erinnern für die Zukunft: Das Massaker im Zuchthaus Stein/Donau 1945
Online-Vortrag (Zoom)
👉 Infoshttps://www.bhw-n.eu/beitrag/wissenstour-online-fruehjahr2025
👉 Anmeldung (kostenlos): https://www.bhw-n.eu/anmeldung

Heuer ist es 80 Jahre her, dass es am 6. April 1945 im Zuchthaus Krems-Stein – übrigens das größte der “Ostmark” – zu einem Massaker an hunderten politischen Häftlingen kam.

Während der NS-Gewaltherrschaft war die heutige Justizanstalt Krems-Stein das größte Zuchthaus (so nannte man damals die heutige Justizanstalt). Dieses war mit rund 1.800 Häftlingen – Widerstandskämpfer aus ganz Europa wurden hier eingesperrt, gequält und als Zwangsarbeiter ausgebeutet – mehr als überbelegt. Kurz vor Kriegsende kam die Weisung, alle Häftlinge sind freizulassen. Die Gefängnistore öffnen sich, doch SS, SA und Wehrmacht jagen und ermorden mehr als 500 Häftlinge.

Karl Reder beleuchtet in diesem Online-Vortrag die geschichtlichen Hintergründe und thematisiert dieses Massaker – die Ermordung von fast 500 Häftlingen am 6. April 1945.

Buchtipps zum Thema:

“Tod an der Schwelle zur Freiheit.

Das Zuchthaus Stein an der Donau wärend der Zeit des nationalsozialismus und die Ermordung von Häftlingen im April 1945″
von Karl Reder


Gebundene Ausgabe: 544 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Tabellen
CLIO-Verlag, Graz 2024
ISBN: 978-3-903425-20-0

“April in Stein”, Roman
von Robert Streibel


Gebundene Ausgabe: 260 Seiten
Residenz Verlag
ISBN: 978-3-7017-1649-4

Käthe Sasso – die Retterin der Gruppe 40

Im kommenden Jahr steht Nebersdorf, auch bekannt als Šuševo, ein außergewöhnliches Jubiläum bevor: Die Ortschaft feiert ihr 800-jähriges Bestehen. Erstmals im Jahr 1225 urkundlich erwähnt, blickt Nebersdorf auf eine bewegte Geschichte zurück1.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wird auch an bedeutende Persönlichkeiten aus Nebersdorf erinnert. Eine Gedenkveranstaltung ehrt die Widerstandskämpferin Käthe Sasso, und ein Platz im Dorf wird nach ihr benannt.

Die Widerstandskämpferin „Käthe“ Sasso war die erste Person, der die “Rosa-Jochmann-Plakette” verliehen wurde. Sasso kannte „unsere Rosa“ persönlich aus den schrecklichen Tagen im Frauen – KZ – Ravensbrück2. Käthe Sasso hatte sich jahrelang für die Erhaltung und Würdigung der Gräber der Gruppe 40 am Zentralfriedhof eingesetzt.


Quellenverzeichnis:

  1. meinbezirk.at am 17. Dezember 2024 – Artikel von Victoria Rosenberger ↩︎
  2. Der Sozialdemokratische Kämpfer Nr 4 – 5 – 6 – 2024, Seite 2 ↩︎

Die NS-Zeit im Ötztal

Im Frühjahr 2025 werden anlässlich des Gedenkens an 80 Jahre Kriegsende und im Rahmen des EUREGIO-Museumsjahres 2025 talweit Austellungen und Veranstaltungen zum Thema Nationalsozialismus im Ötztal stattfinden. Die Angebote sind niederschwellig und kostenfrei besuchbar.

Informationen auf tirol.orf.at
Informationen Ötztaler Museen

Buch und Audioguide
Am 2. Juni wird das Buch “NS-Zeit im Ötztal” als Band 12 der Ötztaler Museen Schriften präsentiert. Es umfasst auf rund 700 Seiten 27 Beiträge zu interessanten Aspekte der Jahre 1933-1945: von den ersten aktenkundigen Nationalsozialisten über die Ereignisse rund um den “Anschluss” ans Deutsche Reich, über das Alltagsleben oder den Schulbetrieb im Krieg, bis hin zur Rolle des Tales für die
Kriegswirtschaft. Der Sammelband ist um € 39,90 in den Ötztaler Museen erhältlich.

Termine:

  1. März 2025 / 18 Uhr
    WER WIDERSTAND? Deserteure der Wehrmacht und wer ihnen half.
    Ausstellungseröffnung und Vortrag von Dr. Peter Pirker im Turmmuseum Oetz
  2. April 2025 / 16 Uhr
    AUS UNSERER MITTE. Die Ötztaler Opfer des nationalsozialistischen Krankenmordes
    Ausstellungeröffnung und Impulsvortrag von Dr. Oliver Seifert, Maria Schnee, Umhausen
  3. Juni 2025 /18 Uhr
    NS-ZEIT IM ÖTZTAL
    Ausstellungseröffnung, Buchpräsentation und Präsentation des Audioguides im Ötztaler Heimatmuseum, Längenfeld

Schloss Hartheim – Die NS-Mordanstalt

Neue ORF-III-„zeit.geschichte“-Dokumentation
TV-Premiere am 29. März um 20:15 Uhr im Rahmen eines Themenabends in ORF III und auf ORF ON.

Eine neue TV-Dokumentation von Thomas Hackl und Martina Hechenberger beleuchtet aufgrund aktueller Forschungsergebnisse und Aussagen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen den Massenmord des NS-Regimes im oberösterreichischen Schloss Hartheim1.

Der Film beleuchtet die schrecklichen Ereignisse und die Auswirkungen auf die Nachkommen der Opfer und Täter.

“Es ist uns wichtig, die historischen Ereignisse mit aktuellen Fragestellungen zu verknüpfen. Wie geht eine Gesellschaft mit Menschen um, die aus körperlichen oder psychischen Gründen nicht der Norm und den Anforderungen entsprechen können? Diese und ähnliche Fragen stellen sich an einem Ort wie Hartheim ganz besonders.2

Informationen im Blog – Rote Spuren


Quellenverzeichnis:

  1. ORF-OÖ – Neue Dokumentation über NS-Mordanstalt ↩︎
  2. Florian Schwanninger, Leiter Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in 27.03.2025, 11:54:03 – OTS0124 ↩︎