Anläßlich des Besuchs mit FreundInnen in der näheren Umgebung von Zwettl, habe ich mich mit den Geschehnissen in dieser Gegend während der Nazizeit beschäftigt. Bei meiner Recherche verwendete ich die Bände 2 und 3 “Widerstand und Verfolgung in Niederösterreich”. Herausgeber ist das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Allgemein
Victor Adler – Hofrat der Revolution
Mit dieser Überschrift beschreibt Wolfgang Maderthaner in der Zeit den Werdegangs Adlers vom Armenarzt zum SPÖ-Parteigründer und zu einem der wichtigsten Baumeister der Ersten Republik.
- Artikel 2012/12 in Zeit-Online
- Artikel 2018/45 in der Österreichausgabe: Adler Hofrat der Revolution 2
Robert Misik schildert in seinem Blog den Kampf Victor Adlers für das allgemeine Wahlrecht.
Zum ersten Mal spreche ich zu Ihnen nicht mehr als zu Rechtlosen, sondern zu Wählern!”
Er kämpfte mit den GenossInnen der aufstrebenden ArbeiterInnenbewegung für das Recht zu Wählen. 1907 wurde das direkte, allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht eingeführt – aber NUR für Männer! 1918 das allgemeine Wahlrecht für ALLE.
Anita Winkler schreibt in Welt und Welten der Habsburger zu Victor Adler – Das Ziel einer klassenlosen Gesellschaft teilte Victor Adler mit dem Chefideologen der Arbeiterbewegung Karl Marx. Doch der Weg sollte unterschiedlich beschritten werden.
Schwechater Gendarmen streckten 1934 Rudolf Spirik mit Dum-Dum Geschossen nieder
Rudolf Spirik wird beim Bau einer Barrikade auf der Wiener Strasse in Schwechat ohne Vorwarnung durch ein verbotenes Dum-Dum-Geschoß des Gendarmen Karl Kling erschossen. Die Schwechater Gendarmen sagten nachher, dass sie die verbotenen Geschosse “irrtümlich” von einer Übung noch in den Gewehren hatten. Die Wucht des Geschosses reißt dem Schutzbündler Rudolf Spirik fast den ganzen Kopf weg. Erst nach diesen brutalen und feigen Angriff wehren sich die anderen Schutzbündler, Rudolf Spirik hinterlässt eine Frau mit vier Kindern.
2018 – Hadersdorf – die endlose Geschichte
Hadersdorf entwickelt sich immer mehr zur endlosen Geschichte. Interventionen der Volksanwaltschaft, aber auch der Mandatarinnen der ÖVP bis hin zur Landeshauptfrau Mikl-Leitner zeigen keine Wirkung. Die Bürgermeisterin ist nach wie vor nicht gesprächsbereit und lässt den KZ Verbänden Niederösterreich und Wien per Schreiben ausrichten, dass sie nur in Beisein ihres Anwaltes mit ihnen sprechen würde.
Mehr dazu im neuen Mahnruf und in unserem Hadersdorfartikel
Käthe Sasso hat sich jahrelang für die Erhaltung und Würdigung der Gräber der Gruppe 40 eingesetzt.
In der Online-Ausgabe “die standard” schreibt steht zur Gedenkstätte für Gruppe 40 am Zentralfriedhof: Aktueller Anlass für den Film war die Errichtung einer Gedenkstätte am Areal der Gruppe 40 im Wiener Zentralfriedhof an jener Stelle, wo die Hingerichteten verscharrt wurden. Sasso hatte sich jahrelang für die Erhaltung und Würdigung der Gräber der Gruppe 40 eingesetzt. Käthe Sasso erwiderte, das Lob gebühre nicht ihr allein, sondern all jenen Frauen und Männern, die im Widerstand gegen die Nazis für ein freies und demokratisches Österreich ihr Leben gegeben haben. Sie bedankte sich dafür, dass die Gruppe 40 am Zentralfriedhof nun zur nationalen Gedenkstätte erklärt wurde und damit auch in Zukunft in Würde erhalten bleibt. –
Auf Einladung der AK Steiermark sprach Käthe Sasso über ihr Leben. Sie wurde mit 15 von einem Spitzel verraten und eingesperrt. In einer Diskussione mit Schülern und Schülerinnen erzählt sie von den Gräuel des NS Regims.
Johann Böhm
Johann Böhm, der erste Präsident des ÖGB, war ein überzeugter Verfechter der Geschlossenheit der Gewerkschafts-bewegung.
Johann Böhm bei seinem 65. Geburtstag:
“Ich möchte in Ihrer Mitte der bescheidene Diener des großen Gewerkschaftsbundes bleiben, wohl wissend, dass jedes Menschen Kraft unzulänglich ist. Den ÖGB hat kein einzelner gemacht. Wenn er das geworden ist, was er heute darstellt, so ist er es geworden aus der Zusammenarbeit der vielen Tausenden von Vertrauensmännern, die unablässig werben für ihn und an seinem Aufbau arbeiten.”
Mahnmal in Fischamend
Mahnmal gegen Faschismus, Extremismus, Gewalt, Terror und Krieg.
Wehret den Anfängen
Die Stadtgemeinde Fischamend hat auf Antrag von Gemeinderat Roland Schuh (KPÖ) diese Mahnmal gestiftet.
Es wurde am 20. September 2000 aufgestellt und am 21. April 2001 im Rahmen einer Festveranstal- tung des Gemeinderates und mit einer Ansprache von Bürgermeister Franz Bayer gewürdigt. Gestaltet haben diesen Gedenkstein Dimitri Verdianu, Stefan Potengowski.(1)
Hügel des Widerstands
Am Abend des 31. Oktobers erreichten wir Bossolasco im Piemont. Unser Ziel war das Denkmal am Hügel des Widerstands.
Eingeweiht im Jahr 1968 von Vertretern der Partisanenverbände, gewidmet der Freiheit und denjenigen, die für sie gekämpft haben, liegt der Park inmitten eines Dickichts, das demjenigen gleicht, das einst die Langa bedeckte. Das Amphitheater, erdacht als Ort der Versammlung, ist vom Turiner Architekten Amodei projektiert worden, während der Bildhauer Santoro das Gittertor und die zentrale Struktur erdacht hat. Mit einem Gedicht, vom Dichter Ungaretti eigens für diesen Hügel geschrieben, werden die Besucher des Parks empfangen. Weiterlesen
Südostwall bei Schützen am Gebirge
Ende Juli 1944 befahl Adolf Hitler den Bau von Befestigungsbauten, Reichsschutzstellung oder Südostwall genannt, entlang der Reichsgrenze im Osten, um das Deutsche Reich vor der Sowjetarmee zu sichern. Unter brutalster Unterdrückung, Arbeitsleid und Hunger mussten Menschen sich dabei zu Tode arbeiten.
Der Ostwall führte auf Schützener Gebiet in einem Zickzackverlauf von den Hängen des Leithagebirges (Tiergarten) durch die Rieden Kreutmais, Iseläcker und Straßäcker bis vor das Dorf, querte beim heutigen Haus Eisenstädter Straße 92 die Straße und verlief, am Bahnhof vorbei, über den Eisbach und die Wulka. Weiter wurde der Panzergraben wegen der rasch näher rückenden Front nicht gebaut. Zum Bau des Ostwalls wurden vor sllem Zwangs- und Strafarbeiter sowie KZ-Insassen und vor allem auch Juden, die aus Ungarn abtransportiert wurden, eingesetzt. Im Schnitt schanzten 520 Personen pro Kilometer.
Inschrift auf einer Tafel beim sogenannten Panzergraben.
Der Kreuzstadl in Rechnitz
Nur das Erinnerte, nicht das Vergessene, lässt und lernen.
Wir alle gestalten Geschichte, die Geschichte formt uns.
Suchen wir Antwort auf Geschehenes, tragen wir die Verantwortung für die Zukunft.
1938 lebten noch 125 JüdInnen und Juden in Rechnitz. Sie alle wurden von den Nationalsozialisten vertrieben und deportiert. Die meisten von ihnen wurden ermordet.
Unzählige Massaker und Verbrechen an ungarischen JüdInnen wurden 1944/45 auf dem Gebiet des heutigen Niederösterreich und des Burgenlands sowie in Ungarn und der Slowakei beim Bau des sogenannten “Südostwalls”, und bei den Todesmärschen Richtung Mauthausen verübt (1). Dieser Artikel setzt sich mit der Geschichte der Gedenkstätte in Rechnitz auseinander.