Niemals vergessen – Demokratie schützen

Vor 92 Jahren, am 12. Februar 1934, kämpften sozialdemokratische Arbeiter:innen gegen den Austrofaschismus und für die Demokratie. Der Widerstand der Arbeiter:innenbewegung wurde gewaltsam zerschlagen – viele Menschen verloren dabei ihr Leben.

Am 12. Februar 1934 erreichte sie schon am frühen Morgen ein Anruf von Otto Leichter, dem engsten Mitarbeiter von Oscar Pollak un der Arbeiter-Zeitung. Ohne genauere Kenntnis zu haben, eilten alle, die verständigt werden konnten, in den Verlag.
In Linz hatten die Kämpfe begonnen. Der Schutzbund in Linz leistete Widerstand bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten im Parteiheim Hotel Schiff.
Die Wiener Polizeidirektion gab Weisung noch in den Vormittagsstunden die Redaktionsräume der sozialdemokratischen Presse im Vorwärts-Haus zu bestzen. Dort hatte man vergeblich auf eine Nachricht der Parteiführung gewartet, um zumindest ein Flugblatt zu drucken.
Es war ein Verzweiflungsaufstand, weitgehend führungslos und der Ausgang war klar.1

Die Opfer in ganz Österreich nach offiziellen Angaben: 118 Tote und 486 Verletzte aufRegierungsseite, 196 Tote und 319 Verwundete auf der Seite der Verteidiger der Demokratie. Neun Schutzbündler wurden standrechtlich gehenkt, mehr als 1200 eingekerkert.2

Das offizielle Februargedenken der SPÖ- Wien findet am:

Verhaftung und Tod
Münichreiter musste auf einer Tragbahre in den Gerichtssaal gebracht werden, durch seine Schussverletzungen konnte er weder gehen noch stehen. Zwar galten Schwerkranke laut Gesetz als nicht verhandlungsfähig, doch der sachverständige Arzt Dr. Sauer erklärte, dass Münichreiters Verletzungen „nicht als schwerkrank im Sinne des Gesetzes“ anzusehen seien. Mehr dazu…

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Die STOLPERSTEINE in Salzburg – Gedenken und Gedanken dazu

Das Projekt Stolpersteine wurde hier am Blog bereits mehrmals vorgestellt. Vor 10 Jahren sammelten wir die ersten Fotos und Unterlagen für einen Blogbeitrag. Während dieser Jahre habe ich wieder über rechtsextremistische Vandalenakte an diesen Gedenkstellen an jene Menschen, die grausam verfolgt und oftmals getötet wurden, gelesen.

Eines unserer Grundprinzipien der Zweiten Republik und auf dem unsere Demokratie aufgebaut ist der Antifaschismus. Wenn jetzt konservative und rechte Parteien den Antifaschismus in sogenannte linksextreme Eck zu drängen, ist der Versuch das Blut von Millionen Toten aus den Kriegen, politischen Morden, der Shoa, den Konzentrationslagen, den Anschlägen, die Nazis, Austrofaschisten und Rechtsextremisten zu verantworten haben, weg zu wischen. Sie betreiben Hetze, Spaltung, Herabwürdigung und sie greifen zu allen Mitteln. Sie horten Waffen für den Tag „X“, sie veranstalten Schieß- und Militärübungen, sie beschmieren Denkmäler und Gedenkstätten und sie vergiften unsere Gesellschaft mit ihrer faschistischer u d rechtsradikaler Ideologie.

Das Hauptprogramm der Sozialdemokratie war, die demokratische Republik gegen den Faschismus jeder Art zu verteidigen.
(Josef Witternigg)

Der 1881 geboren Josef Witternigg war Mitglied des Gemeinderates der Stadt Salzburg, Klubvorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion, Abgeordneter zum Salzburger Landtag und zum Nationalrat und schließlich am 12. Februar 1934, als der Parteivorstand in Wien zum Generalstreik aufrief, eine der Schlüsselfiguren beim kampflosen Abgang der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Salzburg. 1934 wurde Witternigg in Haft genommen, in der er mehrere Wochen lang verblieb. Witternigg erlitt in der politischen Verfolgung unter der österreichischen Diktatur schwere gesundheitliche Schädigungen, an deren Folgen er 56-jährig verstarb.1

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Straßenbahner im Widerstand

Die Bezirksgruppe Liesing lädt zu einem Vortrag von Gen. Walter Farthofer mit anschließender Diskussion ein.

Dienstag, 28.10.2025 um 18:00, 1230 Wien, Liesinger Platz 3, 2. Stock (direkt am Bahnhof Liesing, früheres Haus der Begegnung)

Walter Farthofer dokumentiert den antifaschistischen Widerstand, die politische (ab 1934) und nach 1938 auch rassistische Verfolgung von Wiener Straßenbahnern und gibt damit einen tiefen Einblick in das Geschehen des traditionsreichen Unternehmens. 

Das Buch enthält rund 550 Kurzbiografien von Mitarbeitern der Wiener Verkehrsbetriebe, die zwischen 1934 und 1945 verfolgt wurden.

Um Anmeldung wird gebeten: kira-raffaela.binderlehner@gmx.at

Gedenkmarsch am Zentralfriedhof

Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen

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