In einem Ausstellungskatalog der Sozialwissenschaftlichen Bibliothek der Arbeiterkammer Wien von 1988 zu den Ursachen & Folgen des März 1938 heisst es:
Schon im April 1938 wurden die Bücher und Kataloge der Studienwissenschaftlichen Bibliothek der AK-Wien von der Gestapo nach Berlin abtransportiert, um sie dort in die Bibliothek des Arbeitswissenschaftlichen Instituts der “Deutschen Arbeitsfront” einzugliedern. Diese unerhörte Plünderungsmaßnahme brachte die Arbeiterkammer um annähernd 300.000 bibliothekarische Einheiten, eine nach damaligen europäischen Maßstäben einmalige, wertvolle sozialwissenschaftliche Sammlung. Der größte Teil davon ging infolge Kriegseinwirkung verloren, sodass die Wiener Arbeiterkammer nach ihrer Wiederbegründung 1945 mit dem Aufbau ihrer neuen Bibliothek praktisch bei Null beginnen musste.
J. Vass in der Einleitung
Ein Text von Theodor Adorno auf Seite 29 des Ausstellungskatalogs
Mitglieder des Vereins “Rote Spuren” stellen wir gerne ein PDF dieses Ausstellungskatalogs zur Verfügung.
Neben einem arbeitslosen Jungordner erwischt es den Nachbarn aus demselben Haus in der Victor-Adler-Strasse: Durchschuß mit Rückenmarksverletzung. Als der Bursch zwischendurch nach Hause geht, essen müsse man schließlich auch einmal, schaut er in die Nachbarwohnung. Der Verwundete klagt, unter zwei, drei Tuchenden, über so große Kälte. Wegen dem hohen Blutverlust habe er so gefroren. Ein paar Monate später sei er an den Verletzungen gestorben.
Andere sterben sofort, bei Volltreffer der Feldhaubitzen, obwohl den Geschossen, wie die Executive betont, die Zünder entfernt wurden. Einer wird erschossen, als er sich, nach dem Ende der Kampfhandlungen, bei offenen Fenster rasiert. Ein Heimwehrmann tötet den Gehörlosen, weil er dem Befehl, alle Fenster zu schließen, nicht nachkommt.
Am Faschingsdienstag, zehn Uhr vormittags, wird den Aufständischen ein Ultimatum gestellt: entweder ergeben sie sich, oder die Ennsleite wird dem Erdboden gleichgemacht. Wir ergeben uns nicht.
Im Kältefieber, Februargeschichten 1934, Picus Verlag
Der ÖGB-Verlag bietet ein umfangreiches Literaturangebot zum Februar 1934.
Die in der Geschichte des österreichischen Widerstands wohl einzigartige Frau war zu Lebzeiten zwar in Polen hoch angesehen, wurde in ihrer Heimat aber kaum gewürdigt. Dank vieler neuer Quellen legt der Autor hier eine umfassende Biografie Maria Strombergers vor.
Andreas Weigl hat sich im Rahmen der Forschung und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte mit der Firmengeschichte der Österreichischen AEG (1904-1996) beschäftigt. Erschienen ist das Buch2021 im Studienverlag – ISBN 978-7065-6184-6.
Ich habe das Buch nach gewerkschaftlichen Ereignissen in dieser Firma durchsucht und bin dabei auf ein paar interessante Ergebnisse des Autors gestossen.