Beitrag von Brigitte Drizhal
Zum 80. Jahrestag Kalibergbau in Bischofferode heißt es in der Festschrift „… nicht nur weil wir seit 36 Jahren den ehrenvollen Namen des großen Revolutionärs tragen; sondern vor allem auch deshalb, weil wir Kaliarbeiter des Kaliwerkes „Thomas Müntzer“ im Bunde mit Gleichgesinnten dessen große Vision Wirklichkeit werden ließen: daß „die Gewalt soll gegeben werden dem gemeinen Volk“, daß die werktätigen Menschen die politische Macht erobern und zu ihrem Wohle nutzen sollen.



Gernot Trausmuth
Anläßlich des Besuchs mit FreundInnen in der näheren Umgebung von Zwettl, habe ich mich mit den Geschehnissen in dieser Gegend während der Nazizeit beschäftigt. Bei meiner Recherche verwendete ich die Bände 2 und 3 “Widerstand und Verfolgung in Niederösterreich”. Herausgeber ist das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands.
Mit dieser Überschrift beschreibt
Rudolf Spirik wird beim Bau einer Barrikade auf der Wiener Strasse in Schwechat ohne Vorwarnung durch ein verbotenes Dum-Dum-Geschoß des Gendarmen Karl Kling erschossen. Die Schwechater Gendarmen sagten nachher, dass sie die verbotenen Geschosse “irrtümlich” von einer Übung noch in den Gewehren hatten. Die Wucht des Geschosses reißt dem Schutzbündler Rudolf Spirik fast den ganzen Kopf weg. Erst nach diesen brutalen und feigen Angriff wehren sich die anderen Schutzbündler, Rudolf Spirik hinterlässt eine Frau mit vier Kindern.
