Die Leopoldstadt – rund um die Jägerzeile

Wir tauchen ein in die Entstehungsgeschichte der Leopoldstadt und begeben uns auf die Spurensuche der jüdischen Geschichte. In der Jägerzeile starben 1848 fast 5000 Menschen, die erste demokratischen Menschenrechte verteidigten. Die Jägerzeile als Brennpunkt von Kunst und Kultur, die die herrschaftlichen Normen herausforderte. Die Weltausstellung 1873 machte Wien zu einem Zentrum des europäischen Frauenhandels. Wie geht es den Sexarbeiter:innen heute? Der enorme Bevölkerungszuwachs am beginnenden 20. Jhdt. bedeutet eine enorme Wohnungsnot. Was waren die Antworten des Roten Wien?

Ein Stadtspaziergang der VHS-Brigittenau
in Kooperation mit den Roten Spuren
Termin: 11.04.2026, 14:00 – 16:00 Uhr
Treffpunkt: Ehemaliges Wohnhaus von Karl Renner, Praterstraße 8, 1020 Wien
Anmeldung: VHS-Brigittenau

1. Mai 1932

Wir demonstrieren unter roten Fahnen

Gegen den Faschismus! Gegen alle Zwingburgen des Kapitalismus! Hände weg von der Arbeitslosenversicherung! Heraus mit der Verkürzung der Arbeitszeit! Für die Einheit und Einigkeit der Arbeiter:innenklasse der Welt!1

  1. ÖNB, digitales Archiv – Arbeiter Zeitung am 1. Mai 1932 , Seite 1 und 2 ↩︎

Karl-Höger-Hof in Simmering

Der Karl-Höger-Hof wurde von 1925 bis 1926 nach Entwürfen der Architekten Franz Kaym1, Alfons Hetmanek und Hugo Gorge errichtet. Benannt ist der Gemeindebau nach dem sozialdemokratischen Gewerkschafter Karl Höger2. Wir besuchten den Hof während einer Geocaching-Tour in Simmering.

Karl Höger begann bereits 1859, noch nicht zwölfjährig, eine Lehre als Buchdrucker und war in Folge als Setzer, Metteur und Korrektor tätig3.

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Julius Tandler

Artikel zum Rundgang am Urnenhain – verfasst von Brigitte und Werner Drizhal

Julius Tandler wurde in Iglau 1869 im damaligen Kronland Mähren geboren, besuchte aber das Gymnasium Wasagasse in Wien-Alsergrund. Zwischen 1889 und 1895 absolvierte Tandler sein Medizinstudium in Wien, das er mit der Promotion abschloss1.
Tandler, der seit 1910 einen der beiden Lehrstühle für Anatomie an der Universität Wien innehatte, wurde 1919 Unterstaatssekretär im Volksgesundheitsamt unter Ferdinand Hanusch2.

Gesundheitssituation in Wien um 1920

Die Kinder- und Säuglingssterblichkeit3 war stark angestiegen, viele Kinder waren chronisch unterernährt, um die Welt gingen entsetzliche Bilder von schwerst rachitischen Kindern aus Wien. Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder Syphilis hatten dramatisch zugenommen.

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Durch die Gemeindebauten Meidlings

STADTSPAZIERGANG RINGSTRASSE DES PROLETARIATS IN MEIDLING

Die Ringstraße des Proletariats ist keine „Straße“ sondern die größte Konzentration kommunaler Wohnhausanlagen im Roten Wien.
Wir sind heute mit sehr kompetenten Menschen des Roten Waschsalon auf dieser Ringstrasse des Proletariats unterwegs. Unser Stadtspaziergang führt vom Lorenshof über den Bebelhof, ein Werk von Karl Ehn, dem Architekten des Karl-Marx-Hofes, zum Liebknechthof und von dort zum Fuchsenfeld- und Reismannhof der Otto-Wagner-Schüler Heinrich Schmid und Hermann Aichinger.

Im Hof des Lorenshofs eine Plastik, die eine lesende Frau mit Kind darstellt, die 1930 von Rudolf Schmidt geschaffen wurde. Eine ausführliche Restaurierung würde der Plastik gut tun.
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