Demokratie wird nur solange akzeptiert, solange sie nicht stört?

R. sendet uns einen Hinweis zu einem Artikel im Standard. In diesem “Kommentar der anderen” von Asma Aiad geht es um die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Bevor wir auf diesen Artikel näher eingehen, einige Vorbemerkungen dazu.

Teilhabe ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Systeme. Sehen wir einmal genauer hin. Nehmen wir ein paar Bereiche genauer unter die Lupe. Es gibt im Arbeitsverfassungsgesetz die Regelung, dass ab 5 Arbeitnehmer:innen ein Betriebsrat (Kollegialorgan) gewählt werden kann. Die Wirtschaftskammer hat zu dieser Regelung keine Meinung, und na klar sie gibt keine Anleitung zum Verhalten. Lassen wir mal die Demokratie die Beschäftigen selber machen. Wählen sie Kolleg:innen und Betriebsrät:innen und fordern sie sogar ihre gesetzlich verbrieften Rechte ein – sind sie lästig, werden angefeindet, usw.
Natürlich gibt es Unternehmen, die diesbezüglich vorbildlich agieren. Aber die große Frage im Wissen über die Realität in den Betrieben ist: “Ist das mehrheitlich in den Betrieben so?”

Fragen sie mal ihre Kinder oder Jugendlichen – was sie so alles erleben, wenn man Klassensprecher:in oder Schulsprecher:in ist. Manche Lehrer:innen instrumentalisieren die Klassensprecher:innen, manche lehren sie vorbildlich demokratische Spielregeln. Aber ist es demokratisch sinnvoll dies der Einstellung des/der Lehrer:in zu überlassen. Wie schon Otto Glöckel anfangs des 20. Jhdt. meinte: “Wir brauchen Demokraten und keine Untertanen!” Eine Post, die schon mehr als 100 Jahre unterwegs ist und bei manchen nicht angekommen ist. Verzogen oder sagt man ungezogen…….???

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