
Wir sind am Weg durch das schöne Ennstal von der Steiermark kommend nach Großraming in Oberösterreich. Einige Kilometer vorher haben wir das Ennskraftwerk Schönau passiert. Ein an Geschichte interessierter Geocacher hat diese Gedenkstätte beschrieben, um auf die Greueltaten in diesem Nebenlager von Mauthausen hinzuweisen.

„Es ist geschehen – also kann es wieder geschehen?“
Beim Lesen und Fotografieren werde ich wie ein Strudel in diese Ereignisse hineingerissen. Unvorstellbar für mich dieses Leid der gequälten Menschen, die als Zwangsarbeiter*innen hier ihr Leben lassen mussten. Oftmals frage ich mich – was hätte ich getan? Hätte ich zugesehen, wäre ich im Widerstand gewesen – schwierig zu beantworten, obwohl ich seit ich politisch denken kann, gegen den Faschismus öffentlich und bei vielen politischen Veranstaltungen mich klar und eindeutig positioniert habe. Beim Betrachten der Bilder befällt mich heftige Traurigkeit. Mir ist es nicht möglich distanziert die Texte und Bilder aufzunehmen. Die Bilder, die ich selbst hier mache, dienen meiner persönlichen Bearbeitung dieser grauslichen geschichtlichen Ereignisse. Sie erinnern mich, dass ich selbst ein Beitrag zur Erinnerung leisten kann. Dieser Artikel ist mein Beitrag, mein Versuch, die Geschichte der Opfer in Erinnerung zu rufen, um daraus zu LERNEN.
Beim Schreiben dieser Zeilen fallen mir die Worte der Überschrift diese Absatzes ein, die ich bei der Eröffnung der österreichischen Gedenkstätte im Ausschwitz vor ein paar Tagen gehört habe. Oskar Deutsch hat sie als Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in seiner Rede zitiert. Was mich wirklich beunruhigt ist die Frage: “Wird es wieder geschehen? „