5 vor 12 – Unerhörter Widerstand

Am OK-Platz in Linz treffen wir gute Freun d:innen. Den Treffpunkt haben wir wegen eines interessanten Mahnmals ausgewählt.

Es ist nie zu spät, Frauen,
die unter höchstem Risiko Widerstand leisteten,
ein Denkmal zu setzen.
Sie sind Vorbilder für Demokratie – die Brücke zur Gegenwart.

Martina Gugglberger, Historikerin

Jeden Samstag um 5 vor 12 Uhr würdigt die Audio-Skulptur am OK Platz mit einem lauten Aufschrei eine Frau, indem ihr Name, sowie der Ort und die Art ihrer Widerstandshandlung genannt werden. Mit diesem einzigartigen Projekt entsteht inmitten der Landeshauptstadt ein Ort, der auf die von der Gesellschaft bisher kaum beachtete Rolle von Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime aufmerksam macht.
Wir treten durch die Ringe wird durch einen Bewegungssensor eine Tonspur ausgelöst und wir erfahren mehr über die mutigen Taten der bisher wenig bekannten Heldinnen.

Für das Denkmal „5 vor 12. Unerhörter Widerstand“ wurden 52 Audiofiles zu Frauen* im Widerstand gegen das NS-Regime entwickelt. Die Frauen* werden hier biografisch näher vorgestellt. Bei der Auswahl der im Projekt vorkommenden Frauen* wurde darauf geachtet, die Bandbreite unterschiedlicher Widerstandsformen gegen das NS-Regime in Oberösterreich zu thematisieren. Die Beispiele umfassen den Alltagswiderstand, den organisierten Widerstand, den religiösen Widerstand und den Widerstand von Verfolgten.
Die Recherchen für die Audiodateien des Denkmals basieren fast ausschließlich auf dem Buch „Widerstand und Zivilcourage. Frauen in Oberösterreich gegen das NS-Regime 1938–1945“ von Elisa Frei, Martina Gugglberger und Alexandra Wachter. Das Buch ist im Buchhandel oder im Landesarchiv erhältlich und kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Mehr über den Mut der Frauen
auf der Homepage zu diesem Denkmal.

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