Kampf gegen den Faschismus in Kreta – Teil 6

Gedenkstätte in Chania

Eine weitere wichtige Periode für die Stadt Chania war die Invasion und Besetzung durch deutsche Truppen während des Zweiten Weltkriegs. Die britische Truppe, mit der die deutschen Fallschirmjäger während der Schlacht von Kreta 1941 konfrontiert waren, verfügte über Artillerie über dem Hügel von Dexameni im Süden der Stadt. Sie bombardierten die deutschen Streitkräfte auf dem Flugplatz Maleme unentdeckt, bis ihnen die Munition ausging. Ein Teil der Stadt wurde bombardiert und ein erheblicher Teil der Bevölkerung des Gebiets wurde aufgrund der Teilnahme am Widerstand gegen die deutsche Herrschaft hingerichtet oder inhaftiert. Die jüdische Gemeinde von Chania wurde auch während der deutschen Besetzung beseitigt. Die meisten von ihnen wurden 1944 von den nationalsozialistischen Besatzern von der Insel transportiert. Tragischer weise versenkte ein britischer Torpedo das Schiff „Tanais“ mit den meisten jüdischen Gefangenen.


Eine Gedenkstätte, die noch an diese Bombardierungen erinnert.

Kampf gegen den Faschismus in Kreta – Teil 4

Die Zerstörung eines ganzen Dorfes – Anogia

Wir erreichten Anogia, dass größte Bergdorf Kretas mit ca. 2400 Einwohnern. Es liegt mit Unter- und Oberdorf zwischen 750 und 800 Meter Höhe auf einem Bergkamm am nördlichen Fuße des Ida-Gebirgsmassivs. Hier muss es in den letzten Tagen kräftig geschneit haben, denn die Schneeräumung war voll im Gange. In einem kleinen Supermarkt bekommen wir von der Besitzerin den Tipp zum Standort der Gedenkstätte.

Gedenkstätte am Hauptplatz
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Kampf gegen den Faschismus in Kreta – Teil 3

Gedenken an das Wehrmacht – Massaker am Eingang der Gonies Schlucht

Wir erreichen zwischen Tylissos und Anogia die Gonies-Schlucht mit ihren steil abfallenden Felswänden. Direkt am Eingang zur Schlucht steht links von der Straße eine Gedenkstätte für Männer aus den Nachbarorten Kamaraki, Malevisi und der Umgebung, die am 21. August 1944 erschossen wurden.

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Kampf gegen den Faschismus in Kreta – Teil 2

Manolis Lambrakis & Antonis Giamalakis – Zwei Andarten aus Arkalochori – eine Zusammenfassung aus dem Artikel von Markus List

Andarten ist die griechische Bezeichnung für Partisanen.

Manólis Lambrákis kämpfte zuerst an der albanischen Front und anschließend gegen die deutschen Fallschirmjäger. Auch an der Schlacht von Viánnos war er beteiligt. Am 3.11.1943 wurde er auf dem Weg von Arkalochóri nach Iráklion wegen Verrats von den Deutschen verhaftet. In den Gefängnissen von Iráklion und Agiá wurde er schlimm gefoltert, dennoch weigerte er sich, auszusagen. Er wurde zum Tod verurteilt und mit vier weiteren Andarten in Agiá hingerichtet.

Drei Jahre später schrieb ein deutscher Oberleutnant darüber in einer Dresdener Zeitung: „Ich erinnere mich, dass die Gestapo von Iraklion

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Kampf gegen den Faschismus in Kreta – Teil 1

Napoleon Sukadzidis – Gewerkschafter aus Arkalochori im Widerstand gegen die Nazi-Diktatur

Aufgabe des wahren Menschen ist es nicht, irgendwie sein Leben zu fristen. Er muß verstehen, es richtig an der Seite der anderen zu leben, um fähig zu sein, ihnen zu helfen, sie höher zu führen, ihnen zu nutzen, ohne ihnen jemals zur Last zu fallen und hinderlich zu sein auf ihrem Weg zum Rechten und Guten. Doch ein Kämpfer ist nicht nur ein wahrer Mensch, sondern auch das leuchtende, geläuterte Bewußtsein, das zum Führer wird. Wenn es sein muß, hart und unerbittlich dem Feind gegenüber, der ein Feind ist und sich der Ungerechtigkeit, die er begeht, bewußt ist“ (Übersetzung gem. Leben auf Widerruf).

Worte von Sukadzidis an die Mitgefangenen im Konzentrationslager Chaidari bei Athen am Vorabend seines Todes. Sukadzidis gehörte zu den 200 politischen Gefangenen des KZ, die am 1. Mai 1944 auf dem Schießstand von Kesariani hingerichtet wurden. Überliefert hat diese Worte ein überlebender Mitgefangener – Themos Kornaros – der ihm und den anderen Häftlingen des KZ mit dem Buch „Ein Leben auf Widerruf“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

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