Wir machten einen Rundgang mit den Mitgliedern des Verein „Viva Frauen 50plus“. In der Praterstrasse 8 war Treffpunkt. Von den Roten Spuren waren Brigitte, Ingrid, Eva und Werner für den Stadt-Spaziergang veranwortlich. Herzlichen Dank an Peter, der mit der Rote Spuren – Beach Flag den Treffpunkt weithin sichtbar machte.
16 Frauen begrüssten wir beim Rundgang
Nach dem Start schilderte eine Teilnehmerin beim Haus Praterstrasse 11 einen Auszug ihrer Familiengeschichte. Das traurige Schicksal von Max und Susanne Bergmann.
Weshalb Nestroy bei uns im Rundgang so prominent vertreten ist?
Bei unserem Spaziergang „Die Leopoldstadt – rund um die Jägerzeile, den wir in Kooperation mit der VHS-Brigittenau durchführen, konnten wir mehr als 10 Teilnehmer:innen begrüssen.
Bei unseren Berichten über unsere Spaziergänge versuchen wir neue historischen Einblicke, die wir dabei entdeckt haben, als Zusatzinformation zur Broschüre zu dokumentieren.
Diese „Stolpersteine* liegen in der Praterstrasse am Gehsteig rechts vom Nestroydenkmal mit Blickrichtung zum Zentrum.
Am 10. Oktober 2021 wurde im Gehsteig vor dem Haus Praterstraße 17 ein Stein der Erinnerung eröffnet. Er erinnert an 117 jüdische BewohnerInnen, darunter Johanna Hofmann, Ciwye Hoffmann und Bernhard Hofmann. Johanna Hofmann wurde am 27. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 26. September 1942 ermordet. Ciwye Hoffmann wurde am 19. Feber 1941 nach Kielce deportiert und im Holocaust ermordet. Bernhard Hofmann wurde am 19. Feber 1941 nach Kielce deportiert und im Holocaust ermordet1.
Wir tauchen ein in die Entstehungsgeschichte der Leopoldstadt und begeben uns auf die Spurensuche der jüdischen Geschichte. In der Jägerzeile starben 1848 fast 5000 Menschen, die erste demokratischen Menschenrechte verteidigten. Die Jägerzeile als Brennpunkt von Kunst und Kultur, die die herrschaftlichen Normen herausforderte. Die Weltausstellung 1873 machte Wien zu einem Zentrum des europäischen Frauenhandels. Wie geht es den Sexarbeiter:innen heute? Der enorme Bevölkerungszuwachs am beginnenden 20. Jhdt. bedeutet eine enorme Wohnungsnot. Was waren die Antworten des Roten Wien?
Ein Stadtspaziergang der VHS-Brigittenau in Kooperation mit den Roten Spuren Termin: 11.04.2026, 14:00 – 16:00 Uhr Treffpunkt: Ehemaliges Wohnhaus von Karl Renner, Praterstraße 8, 1020 Wien Anmeldung: VHS-Brigittenau
Am 13. März konnten wir eine Gruppe der KAB Oberösterreich zum Rundgang in der Leopoldstadt begrüssen. Heinz, mit dem wir im Vorfeld alle organisatorischen Fragen klärten, eröffnete mit der Begrüßung den Rundgang.
Start bei der ehemaligen Wohnung von Karl Renner in den Jahren 1918 – 1938
Im Revolutionsjahr 1848 bemühte sich die Stadtverwaltung die sozialen Spannungen mit Beschäftigungsprogrammen für Arbeitslose abzubauen. Wichtigster Punkt dieses Programms waren Erdarbeiten im Bereich der jetzigen Bezirke Leopoldstadt und Brigittenau. Hier bestanden noch immer viele kleine Nebenarme der Donau, Tümpel und Sümpfe. 1848 wurde ein großer Teil dieser Minigewässer trockengelegt und damit neues Bauland gewonnen1.
1868 fiel die Entscheidung, dass das bestehende Stromsystem der Donau mit einem „Durchstich“ ein völlig neues Strombett geschaffen werden sollte. Bei den Hauptarbeiten vertraute man einer französischen Firma, die bereits beim Bau des Suez-Kanals Erfahrungen gesammelt hatte. Ein erheblicher Teil der Arbeiten wurde händisch durchgeführt.