ZwangsarbeiterInnenlager Lobau

Während einer Radtour in die Lobau entdeckten wir eine Gedenkstätte. Für die Mineralölwirtschaft wurden von den NationalsozialistInnen in der Lobau beim Bau des Donau-Oder-Kanals und des Ölhafens Kriegsgefangene und ungarische JüdInnen ausgebeutet, darunter Männer, Frauen und Kinder.

Gedenkstätte in der Lobau an die ZwangsarbeiterInnen in der NS-Zeit – 2010 errichtet. Das Mahnmal wurde auf Initiative von Bezirksrat Robert Eichert in Zusammenarbeit mit Bezirksvorsteher Norbert Scheed realisiert.

Die Lager in der Lobau

Persönliche Zusammenfassung von Werner Drizhal

In 22.Wiener Bezirk befand sich von 1944 bis 1945 das „Lager Lobau“ der Firma Sager & Woerner für ungarisch-jüdische Deportierte und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter der nationalsozialistischen Zeit.

Für die im Sommer 1944 aus Ungarn nach Wien deportierten Jüdinnen und Juden gab es in der Lobau offenbar zumindest zwei getrennte Lager: Einerseits das Lager Wifo-Lobau, anderseits in nächster Nähe ein eigenes Lager für die Firma Sager & Woerner.

Dem Lager in der Lobau war ein eigenes Bordell angeschlossen. Die Zwangsarbeiterinnen waren vorwiegend Polinnen. Die Nazi hatten Frauen und Studentinnen, die gerade die Universität verlassen hatten, aufgegriffen und in die Lobau deportiert. Viele dieser bedauernswerten Frauen fanden im Bombenhagel den
Tod. Die Besuche in dem Bordell waren für die Lagerinsassen als Ansporn zu größerer Arbeitsleistung und die Frauen als Prämie für auffällig Fleißige gedacht.

Gedenken an ZwangsarbeiterInnen in der Lobau

In einer ZIP-FM-Lokalausgabe hören wir als Ausschnitt aus der Enthüllungsfeier am 26. Mai die Rede Brigitte Bailer-Galandas vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

Quellenverzeichnis