KZ-Gedenkstätte Surtal

Gedenktafel auf der Innenseite beim Eingang der Gedenkstätte

Während unserer Fahrt zum Bodensee sahen wir ein Hinweisschild zu dieser Gedenkstätte. Am Ortsrand eines kleinen bayrischen Dorfes ein Mahnmal, das an die Greueltaten von SS-Männern erinnert, die hier 66 Menschen ermordeten. Vom kleinen Parkplatz unterhalb der Gedenkstätte geht es ein paar Stufen hinauf zu einer runden Anlage. In der Mitte ein Kreuz auf einem Steinsockel. Am inneren Rand der Anlage kleine Holzkreuze, die gerade noch aus dem Grün herausragen. Passend zur heutigen Zeit, wo der braune Sumpf wieder empor steigt. In der Ortschronik auf Wikipedia kann man nachlesen:

Am 3. Mai 1945 wurden kurz vor Kriegsende – die US-Amerikaner marschierten gerade in Traunstein ein – an einem Waldrand nahe Surberg (Wüstenreit) 61 KZ-Häftlinge eines Todesmarsches aus dem KZ Flossenbürg von ihren SS-Wachmannschaftenerschossen. Ein KZ-Friedhof, auf dem die Häftlinge begraben sind, und eine jüdische Gedenkstätte (Chanukkaleuchter) bei Surtal erinnern an das Massaker.

Wikipedia
Inschrift am Steinsockel beim Kreuz

Wie werden aus Männern Mörder, die bedenkenlos Menschen abknallen und schlimmste Greueltaten begehen?

Anläßlich unseres Besuchs in der Gedenkstätte in Buchenwald haben wir bei der Führung erfahren, dass die SS hier auch eine Ausbildungsstätte für SS-Wachmannschaften betrieb. Es wurden 17-, 18-jährige Burschen rekrutiert, die körperlich und geistig gedrillt wurden. Das Prinzip der Herrenrasse und der Untermenschen wurde tagtäglich gelehrt und sofort direkt an den Häftlingen praktiziert.

Wenn ein neuer Transport von Menschen in Buchenwald ankam, strömten die Rekruten hinaus, um die Neuankömmlinge zu bespucken, zu schlagen oder mit Füssen zu treten. Dies wurde gemacht ohne Befehl, aus eigenem Antrieb. Für die SS-Ausbildner ein Zeichen, dass ihre menschenverachtende Ideologie fruchtete.

Der Beginn dieser Ideologie ist einzelne Menschengruppen zu gesellschaftlichen Südenböcken zu deklarieren und Menschen gegeneinander auszuspielen, WEHRET DEN ANFÄNGEN

Bergmannstaten für den Frieden – Kaliwerk „Thomas Müntzer“ – Bischofferode

Beitrag von Brigitte Drizhal

Zum 80. Jahrestag Kalibergbau in Bischofferode heißt es in der Festschrift „… nicht nur weil wir seit 36 Jahren den ehrenvollen Namen des großen Revolutionärs tragen; sondern vor allem auch deshalb, weil wir Kaliarbeiter des Kaliwerkes „Thomas Müntzer“ im Bunde mit Gleichgesinnten dessen große Vision Wirklichkeit werden ließen: daß „die Gewalt soll gegeben werden dem gemeinen Volk“, daß die werktätigen Menschen die politische Macht erobern und zu ihrem Wohle nutzen sollen.

Vor dem Museum in Bischofferode
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