Strandet

Während einer Radtour sind wir in Ottensheim auf ein Denkmal der jüngsten ArbeiterInnengeschichte gestossen. Die Geschichte diese Bootes erzählt viel über das Leid der Menschen, die oft nach wochenlangen Strapazen auf der Flucht vor dem Krieg, vor politischer Verfolgung oder vor dem Hungertod zu Hunderten im Massengrab Mittelmeer sterben.

Denkmal Strandet in Ottensheim

Die Initiative im Kunst im Öffentlichen Raum in Ottensheim zeigt an Hand der Geschichte dieses Bootes die Verantwortung Europas an der Flucht dieser Menschen auf. Das Leerfischen der afrikanischen Meere durch europäische Fischfangflotten, Geschäftemacherei mit Herrschern, die durch brutale staatliche Schlägertruppe jede demokratische Opposition nieder prügeln lassen, Kinderarbeit in Minen für seltene Erden und Diamanten und umweltgefährlichen Schrot, den wir in Afrika entsorgen – Europa ist Mitschuld an dieser Fluchtbewegung.

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Gedächtnis einer untergegangen Welt

Der Jüdische Friedhof Währing (auch: Israelitischer Friedhof Währing) war nach seiner Eröffnung im Jahr 1784 die Hauptbegräbnisstätte der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Neben dem Sankt Marxer Friedhof ist er der letzte erhaltene Friedhof Wiens im Stil des Biedermeier.
Der Friedhof als Eigentum der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde durch den NS-Staat enteignet und ging 1942 in den Besitz der Stadt Wien über.

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