
Das Mahnmal wurde von der samischen Künstlerin Annelise Josefsen im Auftrag des historischen Vereins Tana (Tana historielag) entworfen. Das Denkmal wurde am 24. Oktober 2014, pünktlich zum 70. Jahrestag der Ereignisse, feierlich enthüllt.


Beim Rückzug der deutschen Wehrmacht im Herbst 1944 wurden fast alle Gebäude der Region (darunter auch die historische Tana-Kirche von 1892) niedergebrannt und die Bevölkerung zwangsevakuiert. Viele Einheimische widersetzten sich den Befehlen, flohen in die Wälder und Berge und harrten unter widrigsten Bedingungen aus.
Da die Gemeinde Tana (Deatnu) stark durch die samische und norwegische Kultur geprägt ist, trägt das Denkmal bewusst diesen zweisprachigen Namen („Muitu / Erindring“), um alle betroffenen Menschen der Region gleichermaßen in diesem gemeinsamen Gedenken zu vereinen.

Unter dem Codenamen Unternehmen Nordlicht befahl Adolf Hitler die totale Zerstörung der Infrastruktur und die Vertreibung der Bevölkerung, um dem Vormarsch der sowjetischen Roten Armee keinen Unterschlupf und keine Ressourcen zu hinterlassen.
Todesfälle während der Evakuierung: Man geht historisch von etwa 200 bis 340 Todesopfern aus. Diese starben vor allem an Entkräftung, Unterkühlung und Krankheiten auf den völlig überfüllten Evakuierungsschiffen (wie der Carl Arp) sowie auf dem strapaziösen Weg nach Süden.
Exekutionen: Menschen, die sich weigerten, ihre Häuser zu verlassen, oder die von deutschen Patrouillen in ihren Verstecken (Höhlen, Erdhütten) entdeckt wurden, wurden in vielen Fällen als „Spione“ oder „Saboteure“ auf der Stelle erschossen.
Minenopfer: Auch nach dem Krieg forderten die unzähligen von der Wehrmacht hinterlassenen Landminen noch über Jahre hinweg Todesopfer unter den Rückkehrern, insbesondere unter spielenden Kindern.