Antifaschistischer Widerstand hat viele – weibliche – Gesichter

Veranstaltung
Mensch – Kämpferin – Märtyrerin
Schwester Restituta (Helene) Kafka und ihre Briefe aus der Haft

Im Kloster der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (“Hartmannschwestern”) in Wien Margareten besuchen wir die Dauerausstellung “Restituta – Glaube gegen NS”-Gewalt” und Sr. Ruth Beinahuer präsentiert ihr Forschungsprojekt zu den Briefen Sr. Restitutas / Helene Kafkas aus der Haft.

Eine Veranstaltung von arge fem KPÖ, DIALOP, Rote Spuren, transform.at, Franziskanerinnen von der christlichen Liebe, Verein Restituta-Forum

Anmeldungen noch bis 12. März 2026 möglich. Bitte gleich an: steiner@transform-network.net

Sr. Maria Restituta (Helene) Kafka war eine österreichische Ordens- und Krankenschwester und Widerstandskämpferin zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie ist die einzige Ordensfrau, die von den Nazis für ihren Glauben und Widerstand nach einem Gerichtsprozess mit Todesurteil ermordet wurde. 1998 wurde sie als erste Märtyrerin Österreichs seliggesprochen.

“Sie hat geholfen ohne Rücksicht auf Nationalität oder Weltanschauung, ob jemand katholisch war oder konfessionslos oder kommunistisch war oder sozialdemokratisch oder christlich-sozial, da hat sie weder gefragt, noch hatte es irgendeine Bedeutung für sie. […] Sie hat die Menschen sichtlich wirklich gerne gehabt.”

Anna Haider, die 1942 vom Volksgerichtshof wegen kommunistischer Betätigung zu 15 Jahren zuchthaus verurteilt wurde, sprach 1946 im radio über ihre mitgefangene helene kafka.1

Helene Kafka, geboren am 1. Mai 1894 in Husowitz bei Brünn (Mähren). Sie war Dienstmädchen, Tabakverkäuferin, Krankenpflegerin, ehe sie 1914 in den Orden der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe als Schwester Restituta eintrat. Als Operationsschwester in Mödling eckte sie mit Dr. Lambert Stumfohl, einem Chirurgen und überzeugten Nationalsozialisten immer wieder an u.a. weil sie gegen den Willen Stumfohls in den OP-Sälen Kreuze anbrachte. Nach Vervielfältigung des proösterreichischen “Soldatenliedes” wurde sie denunziert und am 18. Februar 1942 verhaftet. Trotz brutaler Verhörmethoden verschwieg sie den Namen des Soldaten, von dem sie den Text erhalten hatte. Am 30. März 1943 wurde sie gemeinsam mit neun kommunistischen Funktionären hingerichtet. 2

  1. www.döw.at ↩︎
  2. c Marin Krist 2013 ↩︎

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