Aufrecht und Widerstand am Spitz in Floridsdorf

Die Wehrmachts-Offiziere Karl Biedermann, Alfred Huth und Rudolf Raschke, die in den letzten Kriegstagen, am 8. April 1945, das sinnlose Blutvergießen bei der Befreiung Wiens verhindern wollten, wurden hier von SS-Angehörigen gehengt.

Der Gedenkstein trägt den Text:

DER BRUNNEN – EIN ZEICHEN
DER SPITZ – DIE WEGGABEL
WASSER – DIE DONAU
AUFRECHT – WIDERSTAND
GEGENÜBER – DIALOG

Für mich dominieren die beiden überdimensionalen Stahlnadeln, die wie ein mahnender Fingerzeig nach oben ragen. Am 11. März 2008 enthüllten Bürgermeister Michael Häupl, Bezirksvorsteher Heinz Lehner und Verteidigungsminister Norbert Darabos dieses Denkmal.

Häupl: „Keine Gefährdung der Demokratie zulassen!“

Bürgermeister Häupl erinnerte in seiner Rede an die insgesamt 370.000 Menschen, die während der Zeit des Naziregimes den gewaltsamen Tod fanden.

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Die Lederarbeiter*innen von Mattighofen

Funktionär*innen und Organisationsleben

Meine persönlichen gewerkschaftlichen Wurzeln reichen in die ÖGJ-Braunau und in den Jugendvertrauensrat der damaligen VMW Ranshofen – Berndorf AG zurück. In einer kleinen Serie will ich mich in diesem Blog mit der Entwicklung der Freien Gewerkschaften im Bezirk Braunau während der Ersten Republik beschäftigen.

Einzelne Artikel werden immer wieder ergänzt, wenn ich auf neue Daten stosse bzw. neue Unterlagen bekomme.

Mattighofen war ein Arbeiterort mit absoluter SDAP- Mehrheit. Wichtigster Betrieb war hier die Lederfabrik Vogl, die Anfang der dreißiger Jahre 700 bis 1000 Leute beschäftigte. Der Betriebsratsobmann, Josef Kaiser, war zugleich Bürgermeister.

Den Anfang will ich mit den Arbeiter*innen der Lederfabrik Vogl machen. Die Lederfabrik selbst wurde 1830 in Mattighofen gegründet und ist nach wie vor im Alltag von Stadt sichtbar.
Nebenbei ein Artikel über die Gewerkschaftsversammlung der Lederarbeiter in Mattighofen, die am 12. Februar 1923 stattfand. Der linksstehende Artikel erschien am 15.2.1923 im Tagblatt. Zu den Ereignissen rund um Koll. Scheinast und seinem Wirken in der Arbeiterkammer wird es einen eigenen Artikel geben.

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