Der alte Jüdische Friedhof

Beim Lösen eines Adventure Lab am Zentralfriedhof in Wien entdeckte ich einige interessante Grab- und Gedenkstätten. Trotz des kühlen und nassen Wetters Ende Mai trifft man hier auf eine Tierwelt mitten in der Stadt wie Rehe, Spechte usw.

1877 erwarb die Israelitische Kultusgemeinde das Grundstück von der Gemeinde Wien und nahm es zwei Jahre darauf offiziell in Betrieb. Innerhalb der nächsten 40 Jahre wurde auf den über 250.000 m² des alten jüdischen Friedhofs um die 80.000 Menschen beigesetzt. Da es im jüdischen Glauben vorgesehen ist, die Toten am Ort ihrer Beisetzung ruhen zu lassen und einmal entstandene Gräber nicht mehr zu entfernen, stieß der alte Friedhof bald an seine Grenzen. 1917 eröffnete daher im östlichen Teil des Zentralfriedhofs der etwas kleinere neue jüdische Friedhof.

Vorbei an den Grabstätten von Friedrich Torberg, Arthur Schnitzler geht es zu den „Mahnhaufen“. Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wurden durch Bomben sehr viele Gräber zerstört. Diejenigen Bruchstücke, die nicht mehr zugeordnet werden konnten, wurden als „Mahnhaufen“ aufgetürmt.

Mahnhaufen
Eines der geschlossenen Seitentore des Zentralfriedhofs am Weichseltalweg
Hier in diesem Gebäude werden die jüdischen Opfer (Soldaten der K&K-Armee) des ersten Weltkriegs betrauert
Am Rückweg komme ich an dieser Grabstätte vorbei, die unter anderen an den Herausgeber der ehemaligen Sonntag-Montag-Zeitung (Alexander Scharf) erinnert.
Danke an die Lehringe undVerantwortlichen der Firma Aufhauser für die Generalsanierung der Grabstätte.

Quellenverzeichnis

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