Das Festival für ARBEIT, BERUF und BILDUNG
18. bis 22. Mai 2026

Wir haben uns am 1. Mai im Gartenbaukino AMS – Arbeit muss sein – das Preview zum Wiener Arbeitsfilmfestival angesehen.
Der Film ist eine pointierte Systemkritik, wo das AMS als Vollzugsorgan der kapitalorientierten Arbeitsmarktpolitik bloß gestellt wird. Einerseits schreien fast täglich rechte, schwarze Wirtschaftsexpert:innen aus FPÖ, ÖVP und ihre „Lobbyclubs“ wie Agenda Austria, die Industriellenvereinigung und die Wirtschaftskammer, dass wir länger arbeiten müssen. Aber wo ist die Bereitschaft „ihrer“ Unternehmen ältere Arbeitslose Menschen zu beschäftigen.
Der Film taucht ein, garniert mit einer Brise Satire, in die Not einer 58-jährigen arbeitslosen Arztpraxishelferin. Sie verfängt sich im fiktionales AMS, das „Arbeitsplatz-Matching-System“. Sie findet sich wieder in eine Weiterbildungsklasse, wo beim Unterricht mit einem rechtspopulistischen Klangschalenzauberer der Keim der Solidarität entsteht. Trotz der späten Stunde saßen wir gebannt und fasziniert im Kino und warteten auf die nächsten solidarisch organisierten Gegenstrategien gegen ein System, dass Menschen zu Nummern, Statistikeinheiten reduziert.
Uns ist klar, dass viele Beschäftigte am AMS grossartige Arbeit leisten und sicherlich mit viel Empathie für die betroffenen Menschen tätig sind. Dahinter steckt allerdings auch ein System, das von Algorithmen, Daten und Statistiken geleitet wird.

Die nächste Vorstellung während des Festivals im Stadtkino
„Anstelle eines tristen Sozialdramas ein schwungvolles Offbeat-Musical.“ (Lukas Foerster)