Wilfried Gerstel beschreibt1 das Leben von Otto Neurath vom Wirken als Präsident des Zentralwirtschaftsamts während der Münchner Räterepublik bis zu seinem Wirken als Direktor des neugegründeten Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum in Wien. Werner Michael Schwarz einer der Kuratoren führt uns in die drei Wirkungskreise des Otto Neurath bei unserer Führung ein.

Oben: Olga Neurath, Mathematikerin und Philosophin, Ehefrau von Otto Neurath – Moritz Schlick, Physiker, Philosoph, der führende Kopf des Wiener Kreises wurde 1936 in der Universität Wien ermordet – Rose Rand, Logikerin und Philosphin – Hans Hahn, Mathematiker, Obmann der Vereinigung sozialistischer Hochschullehrer
Unten: Phillip Frank, Mathematiker, Physiker und Philosoph – Friedrich Waismann, , Mathematiker, Physiker und Philosoph – Rudolf Carnap, Philosoph, Hauptvertreter des Logischen Empirismus – Edgar Zilsei, Wissenschaftsphilosph, Marxist.

Wiener Siederlerbewegung
Margarethe Lihotzky, Architektin, Planung mehrerer Siedlungsanlagen in Wien u.a. Friedensstadt Lainz, Eden am Wolfersberg.
Adolf Loos, Architekt, Planung Friedensstadt Lainz und Heubergsiedlung in Hernals, Architekt des Siedlungsamts der stadt Wien.
Josef Frank, Architekt, Internationale Werkbundsiedlung, Dauerausstellung des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum im Wiener Rathaus.

Helene Bauer, Journalistin und Sozialwissenschaftlerin, engagiert in der Schulreform und an der Arbeiterhochschule – Otto Bauer, Stellvertretender Parteivorsitzender der SDAP – Paul F. Lazarsfeld, Leiter der Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle, Mitautor der Studie die Arbeitslosen von Marienthal – Marie Jahoda, Sozialpsychologin, Mitautorin der Studie die Arbeitslosen von Marienthal.

Emmy Freundlich, Gemeinderätin und Nationalratsabgeordnete – Otto Glöckel, Schulreformer und Präsident des Wiener Stadtschulrates – Käthe Leichter, Sozialwissenschaftlerin, Gewerkschafterin, Leiterin des Frauenreferates der wiener Arbeiterkammer – Max Adler, Jurist, Soziologe und Sozialphilosoph,

Otto Neurath war quasi ein wissenschaftlicher Utopist und visueller Erzieher und Entwickler der “Wiener Methode der Bildsprache”, die später ISOTYPE2 genannt wurde.
Sein Ziel war einem breiten Publikum mit Bildtafeln wissenschaftliche Zusammenhänge leicht verständlichlich darzustellen, unabhängig des jeweiligen Bildungsniveau und der Sprachkenntnisse. Er nutzte dabei die Eigenschaft des Gehirns, das Bilder um ein Vielfaches schneller als Texte verarbeiten kann.




In den Waschküchen war der Zutritt für Männer verboten. Allerdings der Aufseher war ein Mann – die “dunkle” Figur am Bild…


