Von 21. bis 22. November besuchten 17 Mitglieder der Roten Spuren Krems.
Am Nachmittag erwartete uns Edith Blaschitz in der UNI-Krems zu einer Führung durch die Ausstellung “Geschichte der Tabakfabrik Stein – zwischen Wohlfahrt und Widerstand”. Als Abschluss zeigte sie uns, die im Rahmen des Projekts “Kunst im öffentlichen Raum” entstandenen Mosaik- Teppiche.
Karl Reder schaffte es trotz der einsetzenden Dunkelheit und zunehmender Kälte, Licht in die Geschichte um das Massaker in der Strafanstalt Stein im April 1945 zu bringen.
Am Abend rund um das Abendessen gab es bei den Schilderungen von Robert Streibel die Gewissheit, dass Mut zur Aktion und Widerstand selbst schwerfällige Organisationen und Apparate in Bewegung setzt. Bei seiner Leseprobe zum “Wein des Vergessens” nahm er uns mit auf eine Fronleichnamsprozession im Jahr 1937.

Am nächsten Vormittag nahm uns Robert mit zur Besichtigung des “Jüdischen Friedhofs in Krems”. Wir lernten von ihm den Segensspruch “Deine Seele möge eingebunden sein in das Bündel des ewigen Lebens” kennen.
Nach einer Stärkung und kurzen Aufwärmrunde führte uns Robert durch Krems. Zum Standort der ehemaligen Synagoge und wir tauchten ein das Leben einer Stadt wo militärische Tradition, ehemaliges jüdisches Leben, Wein und Verdrängung vor der eigenen Geschichte noch immer eine Rolle spielen.

Robert begleitet unds nach Gneixendorf zur kleinen Aussstellung über das STALAG XVII B am Flughafen. Dank seiner genauen Schilderung fanden wir hin, denn die Stadtgemeinde schafft es bis heute nicht ein Hinweisschild anzubringen.
Nach dem Essen führte uns Karin Böhm durch das ehemalige Gelände des Lagers. Ihren Fotografien und historischen Recherche von Edith Blaschitz ist zu verdanken, dass es eine fotografische Vermessung dieses Ortes gibt. Auf verschlungenen Wegen führte sie uns zu den Überresten der Unterdrückung und Folter.
Gerhard Pazderka ließ uns teilhaben an der Enstehungsgeschichte der Gedenkstätte an die 61 Ermordeten des SS-Massaker in Hadersdorf. Kreative Ideen und Beharrlichkeit schafften dann doch noch einen würdigen Rahmen für die Opfer des grausamen Wahnsinns.
DANKE an alle, die mitgeholfen haben. Besonders bedanken wir uns bei Maxa, ihr Netzwerk hat wichtige Kontakte hergestellt und bei Brigitte, ihre Organisationskenntnisse in Verbindung mit unseren inhaltlichen Zielen, waren eine große Hilfe.
Eine Rückmeldung, die uns per Mail erreicht hat:
Liebe Brigitte, liebe Maxa, lieber Werner,
einen ganz herzlichen dank für die Krems-Stein-Hadersdorf Reise!! Ich
habe über die Jahre nur an wenigen Veranstaltungen über die Morde unter
dem Faschismus teilgenommen, die so bewegend waren. Natürlich gilt
dieser Dank auch unseren “guides”, ohne deren Engagement Vieles nicht
ans Licht gekommen wäre. Sie sind beeindruckende Persönlichkeiten und
können ihr Engagement hervorragend vermitteln.
Alles Liebe — und bis zur nächsten Veranstaltung
Euer Dirk
Eine Rückmeldung, die uns per Mail erreicht hat:
Liebes Rote-Spuren-Team,
liebe Maxa, liebe Brigitte, lieber Werner,
herzlichen Dank für die hervorragende Planung und Durchführung unseres Ausflugs nach Krems. Die Anreise, die Unterkunft, das Essen und die Führungen waren perfekt organisiert – es hat wirklich an nichts gefehlt.
Auch wenn das Thema rund um Krems-Stein, die ehemalige Tabaktrafik und die Geschehnisse in Hadersdorf sowie in Stalag XVII anspruchsvoll und bewegend war, habt ihr und die von euch organisierten Guides es geschafft, die Inhalte sensibel und informativ zu vermitteln. Dadurch wurde der Ausflug nicht nur interessant, sondern auch sehr bereichernd.
Vielen Dank für euren Einsatz und die vielen Details, die diesen Ausflug zu einem besonderen Erlebnis für mich gemacht haben!
glg
Annemarie
Eine Rückmeldung, die uns per Mail erreicht hat:
Liebe Maxa,
vielen Dank für deine Organisation, die schöne Rückmeldung und das Interesse der Teilnehmenden. Die Führung mit euch hat Freude gemacht!
Brigitte und Werner haben meine Adresse (Bahnstraße 43, 3491 Straß), gern können sie diese für eine Postsendung verwenden.
Liebe Grüße