Vertrieben – Vernichtet – Vergessen

Jüdische Welser – Frauen, Männer, Kinder

Bei unserem Spaziergang in Wels entdeckten wir neben dem Denkmal für die Widerstandskämpfer:innen das Mahnmal an die jüdischen Welser:innen, die durch antisemitischen Terror ums Leben kamen.
15 namentragende Säulen, die hier an diesem kalten Novembertag, wie anklagende, stumme Opfer einer menschenverachtender Politik der Nationalsozialisten und ihrer Helfer:innen, die Gedenktafel tragen, und das Frösteln verstärken.

Mahnmal für die jüdischen Bürger im Pollheimerpark in Wels

Bereits im Dezember 2016 entdeckten wir die “Citymark“ zur Geschichte der Familie Neubauer in Wels. Im Haus Ringstrasse 8 führte die jüdische Familie Neubauer ein Textilgeschäft. Sie wohnte auch im Haus. Nach dem “Anschluss” Österreichs 1938 wurde die Familie aus Wels vertrieben. Geschäft und Haus wurden arisiert.

Seien Sie wachsam und politisch, denken und handeln Sie politisch.

Schriftsteller Vladimir Vertlib 2

In Wels gab es laut Robert Eiter von der Antifa vor den Pogromen rund 30 Personen, die nach den “Nürnberger Rassengesetzen” als “Volljuden” eingestuft wurden. 15 von ihnen kamen durch die Verfolgung ums Leben – die meisten in Konzentrationslagern. Neun konnten flüchten. Fünf kehrten später wieder nach Wels zurück. Das Schicksal der übrigen ist ungeklärt.1


Quellenverzeichnis

  • 1 Wels erinnert an ehemalige jüdische Bewohner – Mahnmal aus Anlass des 66. Jahrestags der Pogrome, DerStandard am 12. November 2004
  • 2 Kundgebung am 8.11.2022 in Wels vor dem jüdischen Mahnmal am Pollheimerpark. Omas gegen Rechts

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