
Die KPÖ organisierte über die Rote Hilfe unmittelbar nach den Februarkämpfen “Geldsammlungen” für Familien der Februarkämpfer:innen. Zur Unterstützung wurde um 10 Groschen auch die Zeitschrift “Tribunal – Organ der Roten Hilfe” verkauft. Ende April wurde berichtet, dass bereits 5.900 Familien unterstützt wurden – finanziert zu zwei Drittel aus der Sowjetunion und anderen internationalen Spenden.
In der Tschechoslowakei wurden insgesamt 207 Kinder gefallener Wiener Arbeiter untergebracht, von diesen kamen 121 schließlich in die Sowjetunion. Nähere Informationen gibt es über 36 Buben und 33 Mädchen im Alter zwischen fünf und vierzehn Jahren, die in Prag untergebracht waren.
Die Eltern von sieben Kindern waren in der KPÖ organisiert, sonst waren alle SP-Mitglieder. Manche dieser Kinder hatten den Kämpfenden Essen und Munition gebracht, waren mit Verletzten und Toten konfrontiert worden. Dem Bruder eines Kindes wurde als “Vorbereitung für Aufhängen” das Bajonett an den Hals gesetzt, ein Vater in seiner Wohnung in Gegenwart der Familie bei einem Verhör geschlagen.1

Der KZ-Verband-Wien
legt am
12. Februar 2026 um 10h am Weissel-Denkmal in der Brünner Straße
und anschließend am Schlingerhof einen Kranz nieder.
OTTAKRING – HERNALS
Februargedenken der KPÖ Ottakring-Hernals am 11. Februar 2026, Kreitnergasse, 1100 Wien
Vor Ort, wo 1934 Arbeiter:innen dem aufkommenden Faschismus mutig die Stirn boten, gedenken wir ihrer mit einer Kranzniederlegung und Schweigeminute. Das Arbeiterheim Ottakring wurde damals von Polizei und Militär zerstört – ein Verbrechen, das nicht in Vergessenheit geraten darf.
FAVORITEN
Februargedenken am 14. Februar 2026 von 11: – 11:30 am Reumannplatz
Beim Denkmal der Opfer von 1934 bis 1945
BRIGITTENAU
Gedenkmarsch der KPÖ-Brigittenau am Samstag, den 14. Februar 2026 um 14:00 Uhr
Treffpunkt: Maria-Restitutaplatz (S-Bahn Handelskai, UG)
Der Marsch geht zum Gerlhof, wo gemeinsam mit anderen Freiheitskämpfer:innen eine Kundgebung (gemeinsames Lied) stattfindet. Über die Vorgartenstrasse und Marchfeldstrasse geht es zum Höchstädtplatz. Hier findet die Abschlusskundgebung beim Koplenikdenkmal und dem Denkmal für die Opfer des Faschismus statt.
Quellenangaben
- Hans-Peter Weingand – Die KPÖ und der Februar 1934, Mit den internen Berichten der KP-Bezirksgruppen und Karten des Bundesheeres, Clio 2020, ISBN 978-3-902542-83-0, Seiten 61 – 63 ↩︎