Freiheitskämpfer – Gedenkstein

Gedenkstein Militärschießplatz Kagran

Heute fand im Donaupark beim Gedenkstein auf dem ehemaligen Schießplatz Kagran eine Gedenkveranstaltung für dien hingerichteten Wehrmachtsoldaten und Feuerwehrleute statt.

Der Gedenkstein wurde am 5. November 1984 eröffnet.
Am Militärschießplatz Kagran starben zwischen 1938 und 1945 Hunderte wegen Fahnenflucht und Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilte Wehrmachtsoldaten im Kugelhagel von Exekutionskommandos.

Thomas Geldmacher, Vorsitzender des Verein „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz„, eröffnete die Veranstaltung. In seiner Eröffnung erinnerte er an Richard Wadani, der als Sprecher des Personenkomitees wesentlich dazu beitrug, dass 2009 das Aufhebungs- und Rehabilitationsgesetz im Nationalrat beschlossen wurde.

Dieses Gesetz schloss nicht nur alle bestehenden Lücken, sondern nannte das Kind auch beim Namen, indem Personen, die „als Widerstandskämpfer oder insbesondere als Deserteure durch die bewusste Nichtteilnahme am Krieg an der Seite des nationalsozialistischen Unrechtsregimes oder als sogenannte ,Kriegsverräter′ zu dessen Schwächung und Beendigung sowie zur Befreiung Österreichs beigetragen haben“ rehabilitiert wurden.

Wer waren die Opfer?

2003 erschien ein Buch zur Aufarbeitung vor. Prof. Herbert Exenberger und Heinz Riedel wo sie über 129 Menschen berichten , die im Zeitraum von 1940 bis 1945 auf dem „Militärschießplatz Kagran“ ihr Leben lassen mussten. Soldaten der deutschen Wehrmacht wurden etwa wegen „Wehrkraft-Zersetzung“ exekutiert, Exenberger und Riedel gehen auch auf die Hinrichtung zweier Feuerwehrmänner am 31. Oktober 1944 ein. Den Feuerwehrleuten waren Handlungen wie die Sammlung von Spenden für Familien verfolgter Kollegen angelastet worden. Überdies werden die Erschießung belgischer Widerstandskämpfer sowie Exekutionen von Polizeibeamten (auf Grund ihrer Homosexualität) aufgezeigt.

Nikolaus Kunrath hielt die Festrede
Beendet wurde die Kundgebung mit dem Lied „Die Moorsoldaten“

Quellenverzeichnis