Der 1. Mai im Ständestaat

Dollfuß ließ die Maifeier 1933 verbieten. Innerhalb des Drahtverhaues, der die Innere Stadt absperrte, waren die Banken, die Nobelhotels, die staatlichen Verwaltungszentren. Hier war der Drahtverbau der Spanischen Reiter, die Gewehrpyramiden und die Maschinengewehre. Dort standen auch die schwerbewaffneten Einheiten des Bundesheeres mit aufgepflanztem Bajonett, Kavalerie und Artillerie.

Außerhalb des Stacheldrahtzauns, das arbeitende Volk. Trotzdem kam es jenseits der Ringstrasse, in acht Hauptstrassen, zu dem „Maispaziergang der Arbeiterschaft“ Richtung Lastenstrasse. Dieser Maispaziergang umfasste eine Länge von rund 40 Kilometer.

Foto – Österreichische Nationalbibliothek
Digitales Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek – Arbeiter Zeitung, 2. Mai 1933, Seite 2

Dem Aufruf zur stillen Protestdemonstration – der „Tag der Freiheit und der Völerversöhnung“ – dem Maispaziergang, folgten Hunderttausende in Wien. Diese stille Manifestation stand unter dem Eindruck des drohenden Faschismus und eines gewaltbereiten „Ständestaates“, der der Arbeiterschaft den Boden zu entreißen drohte.


Quellenverzeichnis

  • Arbeit und Wirtschaft spezial – 100 Jahre 1. M;ai – 1990 -Walter Göhring, Seite10 und 11
  • Digitales Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek – Arbeiter Zeitung, 2. Mai 1933, Seite 2

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