NS-Greueltaten in Konstanz

Während unseres Aufenthaltes in Koblenz entdeckten wir im Hof des Rathaus eine Gedenktafel, die an die Verbrechen der Nazis in der Stadt erinnert.

50 Jahre nach der Machtübernahme durch Nazis geduldet von einem konservativen Präsidenten gedachte die Koblenz Bevölkerung den Opfern der Politik des Rassenwahns und Ausschaltung der Demokratie. Eine kleine Spurensuche von uns – WER waren diese Opfer?

Viele Artikel in Konstanz beschäftigen sich mit den Tätern zum Beispiel mit Willi Hermann. Wer waren die 108 Menschen aus der jüdischen Bevölkerung in Konstanz.

Die jüdische Familie Levi besaß gegen Ende 1930 ein Textilgeschäft. Wilhelm, Viktor und Julie Levi mussten ihr Geschäft einem Zwangsverkauf opfern und flüchteten 1939 in die USA. Die beiden Kinder Hanny Lore und Margot Carola kamen 1938 mit einem Kindertransport nach England und später in die USA.

2006 wurden in Konstanz die ersten „Stolpersteine“
verlegt. Inzwischen sind es mehr als 200 dieser Gedenktäfelchen, die in den Gehwegen von Konstanz und Kreuzlingen an jüdische und nicht-jüdische Opfer der NS-Gewaltherrschaft erinnern.
Hans Thanhauser war Mitglied im „Komittee des Kur- und Verkehrsverein“ Konstanz. Er war Mitinhaber eines Kurz-, Weiss-, Woll- und Modegeschäftes. Nach dem Pogrom wurde er am 11.11.1938 in das KZ-Dachau verschleppt. Im Alter von 60 Jahren kam er dort ums Leben.

Liste der Stolpersteine in Konstanz

Stolpersteine in Konstanz

Unter T4-Aktion sind die Eutanasie-Verbrechen im Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 zusammengefasst. Adelheid Bloch erkrankte als 3-jähriges Kind an Hirnhautentzündung, von der sie sich nie wieder erholte. Vom 15.6. 1927 bis zum 25.6.1940 war sie in der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch untergebracht. So wurde sie durch die T4-Aktion als geistig behindert erfasst und in der Tötungsanstalt Grafeneck vergast und eingeäschert.


Quellenverzeichnis

Jüdische Gemeinde
Gedenkort-T4

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