Leise zu treten hat sich noch immer als Fehler erwiesen – Johanna Dohnal

Anlässlich unseres frauenpolitischen Rundgangs zum Internationalen Frauentag hat Brigitte Drizhal eine Zusammenfassung zum Leben und Wirken von Johanna Dohnal erstellt.

Johanna ist am 14. Februar 1939 in Wien als uneheliches Kinder einer Arbeiterin geboren. Aufgewachsen ist sie bei der Großmutter. Die Kassierung des Mitgliedsbeitrages der SPÖ bei der Großmutter brachte die kleine Johanna schon früh mit der sozialistischen Bewegung in Kontakt. Mit 13 Jahren beim Maiaufmarsch erlebte sie das Gefühl dazu zu gehören. Mit 16 Jahren wurde sie SPÖ-Mitglied in Penzing. Diesem Bezirk blieb sie politisch treu.
Den Makel ihrer unehelichen Geburt bekam sie durch ihre Umwelt offenbar in einer Weise zu spüren, dass sie schon in jungen Jahren in der Heirat Zuflucht suchte. Als 17-jährige Berufsschülerin (sie erlernte den Beruf Industriekaufmann) trug sie bereits einen Verlobungsring, mit 18 Jahren heiratete sie einen Strassenbahner. Sohn Robert kam zwei Jahre später zur Welt, Tochter Ingrid im Jahr 1961. Die Ehe hielt 20 Jahre lang. 1976 erfolgte die Scheidung.  Weiterlesen

Entwicklung eines Frauenpolitischen Rundgangs

Für den 8. März 2019 planen wir einen „Frauenpolitischen Rundgang zur Arbeiterinnengeschichte“ am Zentralfriedhof anlässlich des Weltfrauentages. Als Stationen haben wir vorgesehen:

  • Denkmal 1848 (erste Frauendemo und Praterschlacht, erster bürgerlicher Frauenverein)
  • Gruppe 40 (Apollonia Binder, Johanna Cupal, Diskussion zur Opfertheorie)
  • Juli 1927 (das Schicksal von Anna Bolzer)
  • Margarethe Schütte-Lihotzky
  • Rosa Jochmann
  • Hertha Firnberg
  • Johanna Dohnal
  • Barbara Prammer

Für die einzelnen Stationen haben wir erste Entwürfe gestaltet.  Weiterlesen