Christlicher Widerstand gegen das faschistische Mörderregime

Eine Gedenktafel in der Kirche St. Michael Neu im Tisner Ried in Vorarlberg erinnert an Pater Alois Grimm, die wir bei einer Geocachingtour nach Liechtenstein entdeckten.

1943 bat ihn ein Gefreiter aus Berlin Pater Alois Grimm um Aufnahme in die Kirche. Er kam regelmäßig zum privaten Unterricht, ließ sein Kind von Pater Grimm taufen und brachte schließlich „seinen Freund“ ebenfalls mit zum Glaubensunterricht. Im Oktober 1943 wurde Pater Grimm von der Gestapo verhaftet und ins Gestapogebäude nach Innsbruck gebracht. Dort trat ihm zu seiner Überraschung dieser „Freund“ als Gestapobeamter gegenüber.

Pater Grimm wurde von der Gestapo verhört und misshandelt, nach Berlin gebracht, angeklagt und nach weiteren Misshandlungen am 12. August 1944 von Roland Freisler wegen Wehrkraftzersetzung in zwei Fällen sowie Defätismus zum Tode verurteilt und für ehrlos erklärt.

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ArbeiterInnengeschichte auf der Viennale 2019

Das Programm zur Viennale von 24. Oktober bis 6. November 2019 wird am 15. Oktober (abends) veröffentlicht. 300 Filme in 14 Tagen. Auf der Homepage und in einem Folder des Falter gibt es einen Vorgeschmack auf das Festival.

  • Olando – schildert das Leben der Pilzsammler in den rumänischen Karpaten, die den Zwischenhändlern mit „ihren Marktgesetzen“ ausgeliefert sind.
  • Die Dohnal – in ihrer Würdigung der Politikerin Johanna Dohnal macht Derflinger ein damals wie heute virulentes gesellschaftliches Ungleichgewicht sichtbar. Mit Originalmaterialien und Interviews von Weggefährtinnen. Ein Gespräch mit der Produzentin Claudia Wohlgenannt.
  • O Partigiano – Paneuropoäischer Partisanenfilm, erlaubt erstmals, das Erbe des Partisanenfilms in all seiner ästhetischen Vielfalt und in seinem historisch-politischen Kontext zu entdecken.
  • Bacurau – Ein wilder Genremix aus Thriller, Western und SciFi zeigt den Widerstand eines Dorfes im brasilianischen Hinterland gegen korrupte Politiker und brutale Angreifer.

Wenn das genaue Programm veröffentlicht ist, ergänzen wir unseren Artikel im Blog.

Gedenkstätte Friedersdorf

2015 besuchten Brigitte und ich im Rahmen einer Radtour die Gedenkstätte Friedersdorf. Sie hat für uns einen aktuellen Bezug, weil wir im Rahmen einer Studienreise die Gedenkstätte Buchenwald besuchten.

Hier ruhen 68 Opfer des Faschistischen Terrors, die auf dem Todesmarsch aus dem Konzentrationslager Buchenwald im April 1945 ihr Leben ließen. Sie Starben damit wir leben. Ihr Tod ist uns Verpflichtung.
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KZ-Aflenz: Sklavenarbeit im 20. Jahrhundert

Das Außenlager mit der Bezeichnung „Graz-Leibnitz‟, das vom 9. Februar 1944 bis Anfang April 1945 in der kleinen Ortschaft Aflenz an der Sulm bestand, war eines von über 40 Außenlagern des KZ Mauthausen. Zweck der Errichtung des Lagers war die Nutzung der Zwangsarbeit von Häftlingen für die Adaptierung des Römersteinbruchs zur unterirdischen Verlagerung der Rüstungsproduktion des Werkes der Steyr-Daimler-Puch AG (SDPAG) in Graz Thondorf. 

Fotos wurden von Herbert Huber, Bildungsverantwortlicher der GPA-djp Salzburg, zur Verfügung gestellt. Ein herzliches Dankeschön dafür.
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